Sergei Fedorov

Foto: Sergei FedorovSergei Fedorov wird am13. Dezember 1969 in Pskov geboren. Hier wächst er auf und geht zur Schule. Schon sehr früh lernt er das Laufen auf Kufen. Zunächst spielt er 1986 für Dynamo Minsk und macht in 15 Spielen gerade mal 6 Tore und 7 Punkte. Später durchläuft er die hohe Schule der russischen Eishockeykunst. Er beginnt seine Laufbahn beim ZSKA Moskau, dem damals wohl besten, und heute noch erfolgreichsten Eishockeyclub der Welt. Hier bekommt er den letzten Schliff und sein Wissen über taktisches Verhalten vom Großmeister der russischen Eishockeykunst Viktor Tichonow. Hier ist Fedorov nicht besonders erfolgreich. In seiner ersten Saison 1987 macht er 29 Spiele in denen er 6 Tore und 12 Punkte erzielt. 1988 kommt er in 48 Spielen auf 7 Tore und 16 Punkte. Bei der Junioren WM ist er stärker. Hier kommt er in 7 Spielen auf 5 Tore und 12 Punkte. In der Saison 1989 erzielt er 9 Tore und 17 Punkte in 44 Spielen. Sein Punkteschnitt ist in der russischen Liga in jedem Jahr unter 0,5. Beim Entry-Draft 1989 wird Fedorov dann aber an 74. Stelle gesamt von den Detroit Red Wings gezogen. In diesem Jahr spielt er noch bei der Junioren WM, wo er 4 Tore und 12 Punkte in 7 Spielen macht. Später spielt er dann noch bei der WM der "Großen". Hier macht er 6 Tore und 9 Punkte in 10 Spielen. In seinem Verein spielt Fedorov als Center in einer Reihe mit Pavel Bure und Alexander Mogilny. In der letzten Saison beim ZSKA Moskau 1990 macht er in 48 Spielen diesmal 19 Tore und 29 Punkte. Bei der anschließenden WM macht er in 10 Spielen nur 4 Tore und 6 Punkte. Nachdem sich dann sein Sturmpartner Mogilny, mit Hilfe von Fluchthelfern, bei der WM in Stockholm '89 bereits abgesetzt hat, beschließt im Juli 1990 auch Sergei Fedorov, bei einer Goodwill Tour der russischen Nationalmannschaft durch die USA, sich abzusetzen. Er verlässt das russische Team in Portland und schließt sich den Red Wings an. Hier trifft er auf alte Bekannte: Wjatscheslav Fetisow, Igor Larionow, Slava Kozlov und Wladimir Konstantinov, die er noch aus Moskau kennt und mit denen er einen kompletten russischen Block bildet, Detroit´s "Red Machine"!

Foto: Sergei FedorovAm 10. April 1990 macht er sein erstes NHL Spiel und auch sein erstes Tor. In seiner ersten Saison 1991 macht er in 77 Spielen bereits 31 Tore und 79 Punkte. Trotzdem wird er nicht als bester Rookie ausgezeichnet. Die Calder Trophy erhält statt dessen ein junger Goalie namens Ed Belfour. In den Play Offs kommt er in 7 Spielen auf 1 Tor und 6 Punkte. Beim Canada Cup spielt er für Russland und erleidet ein Fiasko mit der russischen Mannschaft. Sie gewinnen nur ein Spiel gegen Finnland und scheiden anschließend bereits aus. In der Saison 1992 steigert er sich auf 32 Tore und 86 Punkte in 80 Spielen. In den Play Offs kommt er auf 5 Tore und 10 Punkte in 11 Spielen. 1993 kommt er auf 34 Tore und 87 Punkte in nur 73 Spielen. Dabei kommt er abber auch auf eine plus/minus Bilanz von +33. Seine Defensivarbeit ist beeindruckend. Das macht ihn besonders wertvoll für die Mannschaft. In den Play Offs scheitern die Red Wings bereits in der ersten Runde und Fedorov macht 3 Tore und 9 Punkte in 7 Spielen. 1994 kommt er dann zum erstenmal auf über 100 Punkte. Er erzielt 56 Tore und 120 Punkte in seiner bislang besten Saison. Seine plus/minus Bilanz ist +48. Dafür erhält er als bester Defensivstürmer die Selke Trophy. In den Play Offs scheitern die Red Wings wieder in der ersten Runde. Fedorov kommt in 7 Spielen auf 1 Tor und 8 Punkte. Trotzdem erhält er als MVP der Saison die Hart Trophy und auch den Lester B. Pearson Award als herausragendster Spieler. In der verkürzten Saison 1995 kommt er auf 20 Tore und 50 Punkte in 42 Spielen. In den Play Offs kommen die Red Wings diesmal bis ins Finale, scheitern hier aber an den defensiv überragenden New Jersey Devils. Fedorov kommt in 17 Spielen auf 7 Tore und starke 24 Punkte. 1996 findet der erste World Cup of Hockey statt, eine Neuauflage des Canada Cup. Hier unterliegt er mit Russland 3:5 und 2:5 gegen Kanada und die USA. In der Saison kommt er in 78 Spielen wieder auf über 100 Punkte. 39 Tore und 107 Punkte macht er in 78 Spielen. Dabei ist seine plus/minus Bilanz diesmal sogar +50. Er erhält wieder als bester Defensivstürmer die Selke Trophy. In den Play Offs scheitern die Red Wings im Conference Finale an der Colorado Avalanche. In 19 Spielen macht Fedorov nur 2 Tore aber insgesamt 20 Punkte. 1997 hat er eine Formschwäche und kommt nur auf 30 Tore und 63 Punkte in 74 Spielen. AFoto: Sergei Fedorovber in den Play Offs gelingt den Red Wings endlich der große Wurf. Im Finale schlagen sie die Philadelphia Flyers. Er gewinnt mit den Detroit Red Wings den Stanley Cup und macht 8 Tore und 20 Punkte in 20 Spielen. Im darauf folgenden Jahr hat er sogar eine Zwangspause wegen Vertragsstreitigkeiten mit den Red Wings. Der Vertragsstreit macht ihm keine Freunde in Detroit, auch die Fans sind erbost. 1998 macht er nur 21 Spiele für seine Mannschaft in denen er ganze 6 Tore und 17 Punkte erzielt. Aber in den Play Offs ist er wieder ein wichtiger Teil der Mannschaft und erzielt in 22 Spielen gute 10 Tore und 20 Punkte. Die Red Wings schlagen im Finale die Washington Capitals und Fedorov gewinnt seine zweiten Stanley Cup. Außerdem gewinnt er mit Russland die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Nagano. 1999 kommt er auf 26 Tore und 63 Punkte in 77 Spielen. In den Play Offs scheitern die Red Wings an der Colorado Avalanche in der zweiten Runde. In 10 Spielen macht Fedorov 1 Tor und 9 Punkte. Und auch in der Saison 2000 sind es nur 27 Tore und 62 Punkte in 68 Spielen. Während seiner Formschwäche wird er sogar eine Zeit lang vom Trainer Scotty Bowman als Verteidiger eingesetzt. In den Play Offs scheitern die Red Wings erneut an der Colorado Avalanche in der zweiten Runde. Fedorov macht in 9 Spielen dabei 4 Tore und 8 Punkte. In der Saison 2001 kommt er auf 32 Tore und 69 Punkte in 75 Spielen. In den Play Offs scheiden die Red Wings sogar bereits in der ersten Runde aus. Sie unterliegen den Los Angeles Kings in 7 Spielen. Fedorov macht 2 Tore und 7 Punkte in 6 Spielen. Die Saison 2002 ist ein weiterer Höhepunkt in seiner Karriere. Die Red Wings dominieren die gesamte Saison und alle Teams. Fedorov macht zwar in 81 Spielen nur 68 Punkte, erzielt dabei aber immerhin 31 Tore und hat eine plus/minus Bilanz von +20. Er ist einer der wichtigsten Spieler seiner Mannschaft. Er macht zwar nicht so viele Punkte, ist dafür aber defensiv umso stärker. Seine Defensivstärke ist auch der Grund, warum Bowman ihn während eines Formtief erneut eine Zeit lang als Verteidiger aufstellt. In den Play Offs komen die Red Wings ohne all zu große Probleme bis in Finale, wo sie die Carolina Hurricanes schlagen. Fedorov macht in 23 Spielen immer noch 5 Tore und 19 Punkte bei einer plus/minus Bilanz von +4. Er gewinnt seinen dritten Stanley Cup und holte zuvor bereits die Brozemedaille bei den Olympischen Spielen.

Sergei Fedorov zählt zweifelos zu den besten Spielern in der NHL. In seiner Laufbahn gewann er bereits 2mal den Stanley Cup, die Hart Trophy als wertvollster Spieler, 2mal die Selke Trophy als Stürmer mit den besten Defensivfähigkeiten, den Lester B. Pearson Award für den herausragendsten Spieler, spielte mehrmals im All-Star Team, wurde zweimal Weltmeister und holte die Silbermedaille bei den olympischen Spielen in Nagano. Seine große Stärke ist neben seiner unglaublichen Schnelligkeit und seiner nahezu perfekten Technik, vor allem seine glänzende Defensivarbeit, die ihn zusammen mit Peter Forsberg wohl zum komplettesten Spieler der NHL macht. Richtig stark ist Fedorov allerdings dann in den Play-Offs. In der Endphase der NHL-Saison zählt er zu den herausragendsten und zuverlässigsten Spielern der Liga. Sergei Fedorov lebt alleinstehend in einem Vorort von Detroit. Eine Zeit lang pflegt er eine engere Beziehung zum Tennis- Sternchen Anna Kournikova. Seine Hobbys sind Golf, Segeln und Reisen. 1999 gründet er die "Sergei Fedorov Stiftung", die er mit 2 Mio. $ unterstützt. Privat ist Sergei Fedorov ein eigenwilliger und schwieriger Charakter, daß mußten auch seine Trainer schon mehrfach feststellen.

Foto: The Red Machine

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