Mit
Mike Richter ist ein weiterer großer Eishockeyspieler von der Bühne
getreten. Seine gesamte Karriere verbrachte er bei den New York Rangers. Dabei
stand er immer im Schatten eines Patrick Roy, eines Dominik Hasek
oder eines Martin Brodeur. Doch wer ihn kannte weiß, dass auch
Richter einer der ganz Großen war. Er war unglaublich schnell und beweglich,
sehr akrobatisch, besaß dabei eine beeindruckende Beinarbeit und war ein
absoluter Spitzenathlet. Er besaß alle Fähigkeiten die ein Torhüter
benötigt um ein Team zum Sieg zu führen. Seine Statistiken sind vielleicht
nicht so beeindruckend wie die anderer großer Torhüter, doch in den
entscheidenden Momenten konnte man sich auf ihn immer verlassen. Er hält
nicht nur den Rekord mit den meisten Siegen (342 Siege in 742 Spielen, inkl.
Play Offs) eines Goalie bei den Rangers, sondern auch den Rekord mit den meisten
Siegen eines Goalie im US National Team. Er gewann den Stanley Cup und den World
Cup. Er spielte für die USA bei 2 Junioren Weltmeisterschaften, 3 Weltmeisterschaften,
3 Olympischen Spielen, dem Canada Cup und dem World Cup. In seiner Profilaufbahn
hielt er 10 von 11 Penaltyschüssen, darunter einen von Pavel Bure im Stanley
Cup Finale 1994. Viele halten Richter für den besten US Goalie aller Zeiten,
sowohl Fans als auch Aktive und Fachleute. Nur Tom Barrasso (430 Siege
in 896 Spielen) und John Vanbiesbrouck (402 Siege in 953 Spielen) haben
mehr Siege errungen, haben aber auch weit mehr Spiele absolviert.
Mike Richter wird am 22. September 1966 in Abington, einem kleinen Vorort von Philadelphia, geboren. Im US Staat Pennsylvania ist es im Winter sehr kalt, daher ist es nicht ungewöhnlich, dass die Kinder auch dort bereits recht früh mit dem Eishockey in Berührung kommen. Auch durch die Nähe zu Kanada und den NHL Teams aus New York, Boston, Chicago sowie dem neu gegründeteten Team in Philadelphia, werden die Kids stark beeinflusst. So wird auch Mike im Kindesalter an den eisigen Sport herangeführt. Mike Richter ist ein sehr schüchternes und zurückhaltendes Kind. Eishockey und die damit verbundenen Trainingscams und Turniere bringen ihn durch seine Kindheit. Er ist froh eine Aufgabe zu haben, denn er ist nicht sehr kontktfreudig. Er zeigt bereits als Kind viel Talent.
1984 gewinnt er mit den Philadelphia Junior Flyers in der Junioren Liga 23 von 36 Spielen mit einem Gegentorschnitt von 2,66. 1985 spielt er für die Northwood Huskies und kommt in 24 Spielen auf einen Gegentorschnitt von 2,27. Bei der Junioren WM kommt er nur sporadisch zum Einsatz. Am 15. Juni 1985 wird er im Entry Draft von den New York Rangers gezogen. Nach der Saison geht er zur Univisität nach Wisconsin. Dort spielt er im Uni Team und kommt in 24 Spielen auf 14 Siege und einen Gegentorschnitt von 3,96. Dafür wird er als bester Rookie ausgezeichnet. Bei der Junioren WM 1986 ist Mike Richter die Nummer 1 im Tor der USA. Er beendet das Turnier mit einem Gegentorschnitt von 2,60. Er wird ins US National Team berufen, kommt aber bei der WM nur zu einem Kurzeinsatz. 1987 gewinnt er 19 von 36 Spielen für die Uni Wisconsin mit einem Gegentorschnitt von 3,54. Von 1987 - 1988 geht er mit dem Team USA auf Tournee und absolviert 29 Spiele für sein Land. Er kommt auf 17 Siege und einen Gegentorschnitt von 3,31. In dieser Saison spielt er für die Colorado Rangers in der IHL. Er gewinnt 16 von 22 Spielen mit einem Gegentorschnitt von 3,14. Bei den Olympischen Spielen 1988 absolviert Richter 4 Spiele und gewinnt davon 2 mit einem Gegentorschnitt von insgesamt 3,91. In der Saison 1989 macht er für die Denver Rangers als Nummer 1 im Tor 57 Spiele, gewinnt davon 23 und hat am Ende einen Gegentorschnitt von 4,30.
Die
Rangers holen Richter wegen Verletzungsausfälle in den Play Offs
1989 für ein Spiel ins Team. Sein erstes Spiel
im Jersey der Rangers macht er gegen Tom Barrasso und die Pittsburgh
Penguins. Die Rangers verlieren mit 3:4 und scheiden aus. Im Oktober
1989 wird Mike Richter ins Team der New York Rangers berufen.
Endlich hat er sein Ziel erreicht. Sein Traum geht in Erfüllung. Als Backup
für John Vanbiesbrouck absolviert er 23 Spiele. Seinen ersten
Sieg erringt er am 19. Oktober gegen die Hartford
Whalers. Richter kommt am Ende der Saison 1989/1990 auf
12 Siege und einen Gegentorschnitt von 3,00. Dabei hält
er 90,4 % aller Schüsse. Auch in den Play Offs wird er in 6 Spielen
eingesetzt. Er gewinnt 3 Spiele und hat am Ende einen Gegentorschnitt
von 3,45 und eine Fangquote von 89,6 %. Das Aus in der
zweiten Runde kann aber auch er nicht verhindern. Die Verantwortlichen sind
begeistert. Und schon in der folgenden Saison 1991
absolviert Richter 45 Spiele. Damit hat er Vanbiesbrouck den Rang abgelaufen.
Er gewinnt 21 Spiele und kommt auf 3,12 Gegentore im Schnitt.
Dabei hält er 90,3 % aller Schüsse. In den Play Offs gewinnt
er nur 2 von 6 Spielen. Mit einem Gegentorschnitt von 2,68
und einer Fangquote von 92,3 % sind seine Stats zwar diesmal besser,
aber die Rangers scheitern in der ersten Runde. Im September bestreitet er 7
Spiele für das Team USA beim Canada Cup. Er gewinnt 4
Spiele und kommt auf 3,00 Gegentore. 1992 machen die
Rangers eine starke Saison. Mit 50 Siegen und 105 Punkten gehören sie zu
den Topteams. Richter gewinnt 23 von 41 Spielen, kassiert 3,11
Gegentore pro Spiel und hält 90,1 % aller Schüsse. Allerdings
macht Vanbiesbrouck 45 Spiele und ist in allen Bereichen besser. In den Play
Offs scheitern die Rangers erneut in der zweiten Runde. Richter ist hier jedoch
wieder stärker als sein Kollege und hält 89,4 % aller Schüsse,
bei einem Gegentorschnitt von 3,50 und 4 Siegen in 7
Spielen. 1993 ist ein Rückschlag für
die Rangers und auch für Richter. Die Saison läuft nicht gut und die
Rangers verpassen sogar die Play Offs. Richter gewinnt nur 13 von 38
Spielen. Sein Gegentorschnitt von 3,82 und seine Fangquote
von 88,6 % sind nicht sehr überzeugend und er wird sogar für
einige Spiele ins Farm Team geschickt. Sein Konkurrent Vanbiesbrouck absolviert
48 Spiele und ist wieder in allen Bereichen besser. Richter schließt sich
nach der Saison dem Team USA bei der WM an, aber auch da läuft
es nicht gut. Er kann nur 1 von 4 Spielen gewinnen. Die Sommerpause
nutzt er zur Erholung, aber vor allem zur intensiven Vorbereitung. Er will die
Nummer 1 bei den Rangers werden und dafür trainiert er sehr hart. Vanbiesbrouck
wird von den Florida Panthers beim Extension Draft gezogen.
1994
ist dann Richters Jahr. Trainer Mike Keenan ist bekannt als harter Hund
und Schleifer. Im Trainingscamp kann Richter aber überzeugen und er geht
als klare Nummer 1 in die neue Saison. Mark Messier, der Kapitän
der Rangers, verspricht in aller Öffentlichkeit den Fans den Stanley Cup.
Seit 54 Jahren warten die Rangers nun schon auf einen weiteren Stanley Cup.
Nun soll es endlich wahr werden. Richter absolviert 68 Spiele und kommt auf
42 Siege. Die Rangers gewinnen insgesamt 52 Spiele und holen 112 Punkte. Damit
sind sie das beste Team der Liga. Zum Team gehören neben Mark Messier unter
anderem Segei Zubov, Brian Leetch, Adam Graves, Alexei
Kovalev, Esa Tikkanen, Tony Amonte (wurde für Brian
Noonan und Stepane Matteau zur Deadline nach Chicago transferiert),
Glenn Anderson, Kevin Lowe, Alexander Karpovtsev und Jeff
Beukeboom. Richter kommt auf einen Gegentorschnitt von 2,57
und hält 91,0 % aller Schüsse. In den Play Offs kommt dann
Richters große Stunde. In der ersten Runde schlagen die Rangers den Lokalrivalen,
die New York Islanders, mit 4:0. In der zweiten Runde schlagen sie die
Washington Capitols mit 4:1. Im Conference Finale treffen sie dann auf
die New Jersey Devils. Die Serie ist hart umkämpft und sehr eng.
Die Devils gehen mit 1:0 in Führung. Aber dank Richters viertem Shutout
in den Play Offs gleichen die Rangers im zweiten Spiel aus. Mit 4:3 können
sich die Rangers am Ende durchsetzen. Mike Richter ist dabei stets ein sicherer
Rückhalt. Im Stanley Cup Finale treffen die Rangers auf die Vancouver
Canucks. Und auch diese Serie ist eng und hart. In Spiel 4 hält Richter
einen Penaltyschuss von Pavel Bure und die Rangers gewinnen das Spiel
mit 4:2. In der Serie führen die Rangers damit 3:1. Sie können nun
die Serie in New York mit einem Sieg beenden. Aber es kommt alles anders. Die
Canucks gewinnen das nächste Spiel mit 6:3 und auch Spiel 6 geht mit 4:1
erneut an die Kanadier. Nach 6 Spielen steht es 3:3. Das alles entscheidende
Spiel findet im Madison Square Garden statt. Mark Messier erzielt das
3:1 im zweiten Drittel und mit dieser Führung gehen die Rangers in den
Schlussabschnitt. Aber in der 46. Minute gelingt Trevor Linden der Anschlusstreffer
für die Gäste. Der Druck wird immer größer und nur dank
Mike Richter gehen die Rangers am Ende als Sieger vom Eis. Mit seinen akrobatischen
Einlagen und spektakulären Saves rettet er den kleinen Vorsprung über
die Zeit. Die Rangers gewinnen den Stanley Cup und Brian Leetch wird
als MVP mit der Conn Smythe Trophy ausgezeichnet. Der wahre Held
der Rangers ist jedoch Mike Richter, der am Ende einen Schnitt von 2,07 Gegentoren
und eine Fangquote von 92,1 % hat.
1995
ist die Saison nur sehr kurz. Aufgrund des Lockouts fällt die erste Hälfte
der Saison aus. Richter gewinnt 14 von 35 Spielen. Sein Gegentorschnitt
liegt bei 2,92, seine Fangquote bei 89,0 %. In den Play
Offs kann er nur 2 von 7 Spielen gewinnen. 3,59 Gegentore
pro Spiel und nur 87,8 % gehaltenere Schüsse belegen seine Formschwäche.
Die Rangers scheiden in der zweiten Runde aus. 1996
läuft es für Richter wieder besser. In 41 Spielen gewinnt er
24 mal mit einem Gegentorschnitt von 2,68 und einer Fangquote
von 91,2 %. In den Play Offs kommt das Aus erneut in der zweiten Runde.
Wieder sind seine Statistiken mit 3,26 Toren im Schnitt und 88,3 %
Saves eher schwach. Im September dieses Jahres findet der erste World Cup,
der als Nachfolger des Canada Cup neu ausgerichtet wird, statt. Richter
ist die Nummer 1 im Team USA. Hier hat er wieder einen großen Auftritt.
In der Vorrunde schlagen die Amerikaner das Team Canada mit 5:3, auch
dank Richters starker Leistung. Gegen Russland gewinnen sie mit 5:2,
gegen die Slowakei sogar mit 9:3. Auch in diesen beiden Spielen ist Richter
ein sicherer Rückhalt. Im Halbfinale treffen die USA erneut auf Russland.
Sie gewinnen wieder mit 5:2 und ziehen ins Finale ein. Es kommt zum großen
Duell zwischen Kanada und den USA. Die Kanadier gewinnen das erste Spiel mit
4:3 in der Verlängerung. In Spiel 2 gleichen die US Spieler mit 5:2 wieder
aus. Dabei ist Mike Richter der entscheidende Faktor. Er hält alles was
zu halten ist und auch mehr. Im Entscheidungsspiel steht Richter mächtig
unter Druck, psychisch wie spielerisch. Aber auch hier behält er die Nerven
und bringt die Kanadier zur Verzweiflung. Die USA gewinnen erneut mit 5:2. Mike
Richter wird im Turnier der Besten zum besten Spieler gewählt, mit 5
Siegen in 6 Spielen und einem Gegentorschnitt von 2,89 so
wie einer Fangquote von 92,3 %. Die Saison 1997
läuft wieder sehr gut für ihn. Richter beendet die Saison mit 33
Siegen in 61 Spielen, einem Gegentorschnitt von 2,68
und 91,7 % gehaltener Schüsse. Die Rangers schaffen es bis ins Conference
Finale. Dort unterliegen sie aber den Philadelphia Flyers. An ihm liegt
es aber nicht. Richter weist hier einen Schnitt von 2,11 Toren im Schnitt
und 93,2 % gehaltener Schüsse auf. Was er noch nicht weiß,
es sind seine letzten Play Offs.
1998
beginnt eine lange Durststrecke für die Rangers und auch für Mike
Richter. Er absolviert 72 Spiele, kann davon aber nur 21 Spiele
gewinnen. Sein Gegentorschnit liegt bei 2,66 und seine Fangquote
bei 90,3 %. Die Rangers gewinnen insgesamt nur 25 Spiele und verpassen
die Play Offs. Bei den Olympischen Spielen in Nagano steht Richter
erneut im Tor der USA. Aber auch hier läuft es nicht gut für ihn.
Er gewinnt nur 1 Spiel. Seine Stats liegen bei 3,54 Gegentore
im Schnitt und 84,4 % Saves. Die USA blamieren sich und protzen mehr
mit schlechtem Benehmen. Richter ist beschämt und wohl der einzige Spieler
im Team der Würde zeigt. 1999 läuft zwar
für ihn persönlich wieder etws besser, aber die Play Offs verpassen
die Rangers erneut. 2,63 Gegentore im Schnitt und 91,0 % Saves
stehen am Ende auf seinem Konto. 2000 folgt ein persönlicher
Negativrekord. In 61 Spielen geht Richter 31mal als Verlierer
vom Eis. Insgesamt fünfmal verletzt er sich am linken Knie, verpasst deshalb
14 Spiele. Ein Schnitt von 2,87 Gegentoren und 90,5 % Saves sind
aber noch positive Aspekte. 2001 wird es noch schlimmer.
Am 19. Februar verletzt er sich so schwer, dass er für den Rest
der Saison ausfällt. Sein Gegentorschnitt liegt bei 3,28.
Seine Fangquote liegt bei 89,3 %. Es folgt eine Saison mit Höhen
und Tiefen. 2002 läuft es mit den Rangers wieder
nicht. Zwar holen sie mit Pavel Bure und Eric Lindros zwei Superstars,
aber die Saison lässt übles ahnen. Bei den Olympischen Spielen
in Salt Lake hat Richter wieder einen starken Auftritt. Im ersten Spiel
gewinnen die USA mit 6:0 gegen Finnland. Es folgt ein 2:2 gegen
Russland und ein 8:1 gegen Weißrussland. Im Viertefinale
werfen die USA mit 5:0 Deutschland aus dem Turnier. Richter hält
alles was auf seinen Kasten kommt und setzt sich gegen seine Kollegen Mike Dunham
und Tom Barrasso durch. Im Halbfinale gegen Russland ist er die Nummer
1. Die USA gehen überraschend mit 3:0 in Führung. Im Schlussdrittel
verkürzen die Russen auf 3:2 und wieder ist es Richter, der mit seinen
Glanzparaden das Ergebnis halten kann. Die USA gewinnen den Krimi auf dem Eis
mit 3:2. Im Finale trifft das US Team auf Kanada. Hier ist Richter aber
chancenlos und die USA unterliegen mit 2:5. Richter bleibt nur ein Traum und
die Silbermedaille. Zurück in der NHL ereilt Richter dann das Schicksal.
Am 22. März geht der Torhüter nach einem Schlagschuss an den
Kopf zu Boden. Die Maske ist zerbrochen, Richter bleibt regungslos
liegen. Im Krankenhaus stellen die Ärzte eine Schädelfraktur fest.
Hinzu kommt eine schwere Gehirnerschütterung. Sein Gegentorschnit
liegt zu diesem Zeitpunkt bei 2,95 und seine Fangquote bei 90,6
%. Er braucht mehrere Monate zur Rehabilitation. Schon früh in der
Saison 2002/2003 erleidet er eine erneute Gehirnerschütterung
nach einem Kniecheck an den Kopf. Das bedeutet das endgültige Aus. 2,94
Gegentore im Schnitt und 89,7 % Saves stehen in seiner letzten Saison
zu Buche. Im August 2003 beendet Mike Richter offiziell
seine Karriere.
Mike Richter war einer der herausragendsten Spieler in der Liga. Er war ein stiller und ruhiger Typ, äußerst sympathisch und hilfsbereit. Er arbeitete stets sehr hart, gab immer sein Bestes. Er begann seine Karriere mit dem Stand Up Stil, ging aber mit den Jahren immer mehr zum Butterfly Stil über. Seine Kameraden sagten von ihm, er habe den Biss einer Bulldogge. Mark Messier sagte nach dem Stanley Cup Sieg 1994: "Ich habe vorher schon 5 Stanley Cups gewonnen, aber ich habe noch nie erlebt, was ich in den letzten 2 Monaten erlebt habe. Ich dachte ich hätte schon alles gesehen, aber Richter war einfach unglaublich!" Kollege Mike Dunham sagte über Richter: "Ich habe Mike stets bewundert, schon 1988 als ich noch zur Highschool ging. Mike war immer ein wichtiger Teil des Teams. Kein anderer Goalie der Rangers ist mit ihm zu vergleichen!" Tony Granato sagte über Richter: "Er ist einfach nur großartig. Er ist ein toller Freund und ein wunderbarer Mensch!" ESPN schrieb 1996: "Es gibt nicht viele Goalies die man im Stanley Cup Finale lieber im Tor hätte". The Hockey News schrieb 1998: "Die Stärke der Rangers liegt ganz offensichtlich im Tor. Richter entwickelt sich in den entscheidenden Momenten stets zum Supermann!"
Richter war nie ein Mann der großen Worte. Er war stets ein Mann ohne Allüren, ohne negative Schlagzeilen. Richter war immer der nette Junge von nebenan. Ein Mann wie ihn sich jede Mutter als Schwiegersohn wünscht. Über die Privatperson Mike Richter ist so gut wie nichts bekannt. Abseits der Eisfläche war Richter immer völlig unspektakulär, ja fast unscheinbar. Er lebt zurückgezogen mit seiner Frau und seinen beiden Kindern. Das mag auch ein Grund dafür sein, dass er stets im Schatten anderer stand. Aber er kann mit Stolz auf eine großartige Karriere als Profisportler zurückblicken. Ein Platz in der "Hall Of Fame" ist ihm sicher.
