Am
13. Februar 1971 wird Mats
Johan Sundin in Bromma, bei Stockholm, Schweden, geboren.
Er wächst auf mit seinem älteren Bruder Patrick,
seinem jüngerem Bruder Per und seinen
Eltern. Sein Vater Tommy Sundin führt
ihn an den Eishockey Sport heran. Mit fünf Jahren lernt er auf Schlittschuhen
zu laufen. Schon als Kind ist Mats sehr talentiert. Er zeigt große
Fähigkeiten im Umgang mit dem Stock und dem Puck. Auch seine Fähigkeit
ein Spiel zu lesen, macht ihn überdurchschnittlich begabt.
1988 begint er bei Nacka IK in der 2. schwedischen Liga.
Seine großen Idole sind Kent Nilsson
und Mats Näslund. Die Saison beendet
er 1989 mit 10 Toren und 18 Punkten
in 25 Spielen. 1989 wird Mats Sundin
von den Quebec Nordiques beim Entry Draft, an 1. Stelle gesamt gezogen.
Damit ist er der erste Europäer der jemals als Nr. 1 beim Draft gezogen
wurde. Ein Jahr später spielt er bereits bei den Profis, für Djurgarden
IF. Hier kommt er 1990 in seiner ersten
Saison in 34 Spielen auf 10 Tore und 18 Punkte.
1991
erzielt er in seiner ersten NHL Saison für Quebec bereits in 80
Spielen gute 23 Tore und 59 Punkte. Die Play Offs schaffen
die Nordiques allerdings nicht. Im gleichen Jahr wird er mit der schwedischen
Nationalmannschaft Weltmeister und ist Topscorer des Turniers
mit 7 Toren und 12 Punkten in 10 Spielen. 1992
kommt er in 80 Spielen sogar schon auf 33 Tore und 76 Punkte.
Die Play Offs verpassen die Nordiques erneut. Im Anschluss an die Saison wird
er wieder Weltmeister mit Schweden. Seine bisher beste Saison hat er
1993. Er kommt in 80 Spielen auf
47 Tore und 114 Punkte und liegt damit noch vor
Joe Sakic mit 105 Punkten, auf dem ersten Platz der internen
Scorerwertung. Nur fünf Spieler erzielten in diesem Jahr mehr Punkte als
Mats Sundin, und zwar
Mario Lemieux, Steve
Yzerman, Teemu Selänne,
Alexander Mogilny und Luc
Robitaille. In den Play Offs macht er 3 Tore und 4
Punkte in 6 Spielen. Die Nordiques scheitern aber bereits in der
ersten Runde. 1994 spielt er dann seine
letzte Saison in Quebec. Er kommt in 84 Spielen immerhin noch
auf 32 Tore und 85 Punkte. Die Play Offs verpassen die Nordiques
wieder und Mats Sundin wird am 28. Juni 1994
im Austausch für Wendel Clark,
Sylvain Lefebre,
Landon Wilson und ein First Round Draft Choice zusammen mit
Garth Butcher, Todd
Warriner und einem Draftrecht nach Toronto geschickt.
Im nachhinein betrachtet, war dieser Trade ein Fehler der Verantwortlichen in
Quebec. Man hätte heute in Colorado mit Sakic, Forsberg
und Sundin drei der besten Center der Welt in einem Team. Zusammen mit
Peter Forsberg wird Mats Sundin in
diesem Jahr Olympiasieger mit Schweden. Zudem ist er erneut der Topscorer
bei der WM mit 5 Toren und 14 Punkten in 8 Spielen.
Für
Mats Sundin ist es eine große Ehre für die Toronto Maple
Leafs spielen zu dürfen. Vor allem weiß er es zu schätzen,
dass die Verantwortlichen in Toronto für ihn immerhin Wendel
Clark abgegeben haben. Und der ist in Toronto eine Legende und Publikumsliebling.
Er kommt in der verkürzten Saison 1995
in 47 Spielen auf 23 Tore und 47 Punkte. In den Play Offs
scheiden die Maple Leafs bereits in der ersten Runde aus. Mats macht in 7
Spielen aber 5 Tore und 9 Punkte. Bei der WM unterliegt Schweden
diesmal im Finale Finnland, die zum erstenmal Weltmeister werden. 1996
erzielt er in 76 Spielen starke 33 Tore und 83 Punkte und
wird zum ersten mal ins All Star Team gewählt. In den Play
Offs scheitern die Maple Leafs aber erneut in der ersten Runde. Sundin kommt
in 6 Spielen nur auf 3 Tore und 4 Punkte. Im gleichen Jahr
spielt er mit Schweden beim World Cup und wird auch dort ins All Star
Team gwählt. Allerdings scheitert Schweden im Halbfinale an Kanada
und unterliegt mit 2:3. Seine bisher beste Saison für die Leafs macht er
1997, als er in 82 Spielen auf
41Tore und 94 Punkte kommt. Er wird wieder ins All Star Team
gewählt. Er übernimmt das Kapitänsamt und erweißt
sich als herausragender Führungsspieler. Nur wenigen Europäern wurde
in der NHL bisher diese Ehre zu Teil. Er ist der erste Europäer bei den
Maple Leafs, der das "C" auf der Brust trägt. Die Play Offs verpassen die
Maple Leafs allerdings seit vielen Jahren zum erstenmal. 1998
hat er kleines "Tief". Er macht in 82 Spielen nur 33 Tore
und 74 Punkte, wird aber zum dritten mal in Folge ins All Star Team
gwählt. Im gleichen
Jahr wird er mit Peter Forsberg und Tommy Salo
zum drittenmal Weltmeister. 1999
erzielt er wieder 31 Tore und 83 Punkte in 82 Spielen und
spielt zum vierten mal im All Star Team. Diesmal schaffen die Leafs auch
die Play Offs wieder. Sie kommen sogar bis ins Conference Finale. Hier scheitern
sie aber an Dominik Hasek und den Buffalo
Sabres. Mats Sundin erzielt 8 Tore und 16 Punkte in 17
Spielen. Und auch in der folgenden Saison 2000
kommt er in 73 Spielen wieder auf 32 Tore und 73 Punkte und
spielt in
Toronto beim 50. All Star Game in der Weltauswahl.
In den Play Offs scheitern die Leafs in der zweiten Runde am späteren Stanley
Cup Sieger New Jersey Devils. Sundin kommt in 12 Spielen nur auf
3 Tore und 8 Punkte. Die Saison 2001
beendet er mit 28 Toren und 74 Punkten in 82 Spielen, womit
er wieder eine kleine Schwäche zeigt. In den Play Offs scheiden die Leafs
erneut gegen die New Jersey Devils in der zweiten Runde aus. Mats ist
hier wieder stärker, aber die Devils sind defensiv überragend. Er
erzielt 6 Tore und 13 Punkte in 11 Spielen.
2002 ist kein gutes Jahr für Mats Sundin. Er ist erneut die führende
Persönlichkeit und der wichtigste Spieler in Toronto und macht 41 Tore
und 80 Punkte in 82 Spielen, aber in den Play Offs bricht er sich
bereits in der ersten Runde das Handgelenk. Erst im Conference Finale kommt
er wieder zum Einsatz. Die Leafs scheitern aufgrund der vielen Ausfälle
in 6 Spielen an Carolina. Sundin macht nur 2 Tore und 7 Punkte
in 8 Spielen. Und noch ein Rückschlag trifft Sundin. Bei den Olympischen
Spielen scheitern die stark spielenden Schweden durch Überheblichkeit im
Viertelfinale an Weißrussland.
Mats Sundin ist ein außergewöhnlicher Spieler. Seine Stärke ist die Centerpostion. Er ist trotz seiner Größe von 1,93 m und einem Gewicht von 103 Kg schnell und sehr beweglich. Im Laufe der Jahre in der NHL hat er gelernt auch seinen Körper besser einzusetzen. Vor allem, seit er sich vor einigen Jahren 10 Kg antrainiert hat, ist er kaum noch von den Beinen zu holen und ist selbst ein guter Checker. Er besitzt eine überragende Spielübersicht und sieht immer den freien Mitspieler. Zudem sind seine Stocktechnik und sein Passspiel nahezu perfekt. Er hat einen harten und sehr präzisen Schuss, ist ein hervoragender Bullyspieler und stark in der Defensive. Jeder Trainer wäre froh, ihn in der Mannschaft zu haben. Er ist, seit er in Toronto spielt, jedes Jahr der Topscorer des Teams und auch in der Nationalmannschaft Schwedens ist er Kapitän. Privat ist Mats Sundin ein freundlicher und sympathischer Mensch, der immer bereitwillig Interviews gibt. Er hat ein Haus in Schweden, wo er einige Wochen im Sommer verbringt. Am wohlsten fühlt er sich aber in Toronto, seiner zweiten Heimat. Er selbst sagt, dass er sich halb als Kanadier fühlt. Er ist glücklich in Toronto spielen zu dürfen und sieht Toronto als die Eishockey Metropole schlechthin. Er mag Musik von U2, Filme mit Robert De Niro, geht gerne zum Golf oder zum Angeln (was für ungewöhnliche Hobbies für einen Eishockeyspieler),und ist Ehrenkapitän der "Street Buds", einem Ball Hockey Team der Leafs, das Teil eines Jugendprogramms ist. Drei Weltmeistertitel, Olympiasieger und zahlreiche All Star Nominierungen sind eine stolze Leistung. Was ihm noch fehlt, ist ein Stanley Cup. Mats Sundin unterschrieb gerade einen neuen Vertrag bei den Toronto Maple Leafs, der ihn bis zu seinem Karriereende in Toronto halten wird.
