
- Mai 2000 - Die großen Ligen im nordamerikanischem Profisport
sind bekanntermaßen in Divisionen unterteilt. Das hat zum einen
den Vorteil, daß die hohen Kosten, die durch die vielen Auswärtsspiele
enstehen, in Grenzen gehalten werden, da ja überwiegend innerhalb der
eigenen Division bzw. der eigenen Conference gespielt wird. Zum anderen
kommt es dadurch häufiger zu "Lokal Derbys", sofern man bei den
amerikanischen Entfernungsverhältnissen davon sprechen kann.
Warum ist es nun so wichtig Divisionsmeister zu werden? Natürlich
ist das Primärziel jeder Mannschaft der Stanley Cup. Aber vor den
Stanley Cup haben die Eishockey-Götter leider die Play-Offs platziert.
Also heißt es zunächst einmal, besonders für die schwächeren
Teams, sich irgendwie für die Play-Offs zu qualifizieren. Darum ist das
erste Ziel in jeder Saison erst einmal der Divisionstitel. Denn wer Divisionsmeister
wird, ist automatisch für die Play-Offs qualifiziert und
hat Heimrecht. Play-Off Plätze sind die ersten acht der Conference.
Nun kann es durchaus passieren, daß ein Team nur 10. nach Punkten ist,
aber eben Divisionsmeiter wurde., und damit auf Platz 3 der Conference
liegt. Die ersten drei sind immer die drei Divisionsmeister. Das hat
natürlich auch Auswirkungen auf den Verlauf der weiteren Play-Offs. Denn
bekanntlich spielt der 3. nur gegen den 6., während der 8. gegen den 1.
spielen muß. Das macht die Sache natürlich um einiges leichter. Die
Erfolgsaussichten steigen damit, wenngleich das auch keine Garantie darstellt,
denn es gibt immer gute und böse Überraschungen. Auf jeden Fall sieht
man, daß es durchaus wichtig ist, den Divisionstitel zu holen.