Vereinsgrafik

- Februar 2000 - 1979 erhielt der Verein seine Franchise von der NHL und wurde in der Liga aufgenommen. Sie spielten ihre erste Saison unter dem Namen Quebec Nordiques. Mit dem Standort Quebec waren sie, genau wie die Montreal Canadiens, im franko-kanadischen Teil Kanadas beheimatet. Von den damaligen Spielern ist heute natürlich keiner mehr im aktuellen Kader aktiv.

Jahrelang sind die Nordiques die Prügelknaben der Liga. 1987 ziehen sie beim Draft an 15. Stelle einen jungen Burschen mit dem Namen Joe Sakic. Der damals 18-jährige ist heute der beste Spieler der Vereinsgeschichte. 1989 spielt er seine Foto: Eric Lindros & Joe Sakic (Team Kanada) erste Saison und macht in 70 Spielen 60 Punkte, in der folgenden Saison macht er 102 Punkte in 80 Spielen. Man kann also sagen, daß der junge Sakic ein wahrer Glücksgriff für die Nordiques war. Es ist auch nicht verwunderlich, daß er sich schnell zum Führungsspieler entwickelt und zum Kapitän ernannt wird, und bis heute geblieben ist. Seltsamerweise dauerte es noch einige Jahre, bis man ihn in der Liga zu den ganz großen Stars zählte. Aber auch mit Sakic bleiben die Nordiques zunächst schwach. Nur selten kann man sich für die Play Offs qualifizieren und wenn, dann fliegt man schon in der ersten Runde raus.
1991 ziehen die Nordiques an erster Stelle beim Draft Eric Lindros. Der junge Kanadier sorgte schon vor seiner NHL Zeit für großes Aufsehen beim Canada Cup. 1994 soll er im Kader der Nordiques Foto: Peter Forsbergaufgenommen werden, aber Lindros weigert sich, für ein franko-kanadisches Team zu spielen. Es folgt der wohl spektakulärste Trade der Vereinsgeschichte: Die Nordiques geben Eric Lindros an die Philadelphia Flyers ab, die den Kanadier unbedingt haben wollen, und erhalten dafür von den Phillies Peter Forsberg, Ron Hextall, Steve Duchesne, Kerry Huffman, Mike Ricci, Chris Simon, zwei Draftrechte und eine nicht genannte Summe Geldes. Forsberg, der im gleichen Jahr wie Lindros gezogen worden war, an 6. Stelle, machte seine erste NHL Saison also im Trikot der Quebec Nordiques, und machte in 47 Spielen 50 Punkte. Aber selbst mit Sakic und Forsberg fliegen sie wieder in der ersten Play Off Runde raus.
Nach den katastrophalen Play Offs '95 wird die Franchise wegen ausbleibendem Erfolg nach Denver, Colorado verkauft. Von nun an spielt man unter dem Namen Colorado Avalanche. Und es soll das erfolgreichste Jahr der Vereinsgeschichte werden. Im Laufe der Saison 95/96 vollzieht das Vereinsmanagement einige wichtige Trades. Man holt den Free Agent Claude Lemieux aus New Jersey, Sandis Ozolinsh von den San Jose Sharks im Austausch für Owen Nolan und vor allem Patrick Roy von den Montreal Canadiens im Austausch für Jocelyn Thibault und Draftrechte. Dazu kommt Nachwuchsspieler Adam Deadmarsh in seiner zweiten NHL Saison. Diese Spieler sind die fehlenden Mosaiksteine, die das Gesamtgefüge der Mannschaft komplettieren. Joe Sakic führt sein Team souverän durch die Saison. Er macht in 82 Spielen 120 Punkte, und Forsberg , der in seiner zweiten Saison spielt, macht 116 Punkte in 82 Spielen. Damit hat die Avalanche das beste Sturmduo der Liga.
In den Play Offs ist Sakic absolut überragend. Er erzielt in 22 Spielen 34 Punkte und wird MVP der Play Offs. Im vierten und letzten Spiel des Finales gegen die Florida Panthers schießt Verteidiger Uwe Krupp das entscheidende 1:0 in der dritten Verlängerung. Endlich holt Sakic mit seiner Mannschaft den Stanley Cup, und das ausgerechnet im ersten Jahr nach Verkauf der Franchise. Maßgeblich an diesem Erfolg beteiligt ist aber auch der Trainer Marc Crawford, der 1998 auch das Team Kanada in Nagano führte.

Die Colorado Avalanche sind eine der erfolgreichsten Mannschaften nach Punkten seit der Saison 95/96. Zudem sind sie in jedem Jahr Divisionmeister geworden. Für die Zukunft sind sie ebenfalls gut gerüstet. Spieler wie Adam Deadmarsh, Chris Drury, Milan Hejduk, Alex Tanguy und Marc Denis sind die kommenden Stars der NHL.
Ehemalige Stars der Mannschaft sind u.a.: Theo Fleury, Valerie Kamensky, Sylvain Lefebre, Eric Lacroix (N.Y. Rangers), Claude Lemieux (New Jersey Devils), Keith Jones (Philadelphia Flyers), Mike Ricci, Owen Nolan (San Jose Sharks), Janne Laukkanen (Ottawa Senators), Rene Corbet (Calgary Flames), Curtis Leschyshyn (Carolina Hurricanes), Scott Young (St. Louis Blues), Chris Simon (Washington Capitals) und Uwe Krupp (Detroit Red Wings)
Im Tor der Mannschaft standen bereits auch: Stephane Fiset (L.A. Kings), Jocelyn Thibault (Chicago Blackhawks), Garth Snow (Vancouver Canucks), Craig Billington (Washington Capitals) und Ron Hextall.

 

 

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