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Salary Cap - Luxury Tax

Überblick über die Lage und Lösungsvorschlag

November 2004 - Die NHL steht an einem entscheidenden Punkt. Finanziell ist die Liga nicht gesund. Und wenn ein Unternehmen wirtschaftlich nicht profitbel ist, gerät das ganze Unternehmen ins Wanken. Die Gesamteinnahmen der Liga betragen etwa 2 Milliarden $ pro Saison. Rund 75 % dieser Einnahmen gaben die Teams zuletzt für die Spieler aus. Eine Studie des Finanzexpert Arthur Levitt legte es an den Tag: Die NHL machte Verluste. Zuletzt in Höhe von fast 300 Mio $. Insgesamt velor die Liga in den letzten 10 Jahren mehr als 1 Milliarde $. Es ist also klar, dass etwas passieren muss. Die Frage ist nur wie? Zum Vergleich hier einmal ein Überblick über alle roßen Profi Ligen in Nordamerika:

NHL - National Hockey League

Gesamteinnahmen: 2 Milliarden $
Einnhmen durch TV Vertrag/Team: 4,1 Mio $
Topverdiener: 11 Mio $
Durchschnittsgehalt: 1,8 Mio $
Salary/Team im Schnitt: 41,6 Mio $
Anteil Spielergehälter am Umsatz: 75 %
CBA System: Keine Beschränkungen, garantierte Verträge

 

MLB - Major League Baseball

Gesamteinnahmen: 4,1 Milliarden $
Einnhmen durch TV Vertrag/Team: nicht bekannt
Topverdiener: 22,5 Mio $
Durchschnittsgehalt: 2,5 Mio $
Salary/Team im Schnitt: 68,1 Mio $
Anteil Spielergehälter am Umsatz: 63,0 %
CBA System: Luxussteuer, teilweise Verteilung der Einnahmen

 

NBA - Natinal Basketball League

Gesamteinnahmen: 3,1 Milliarden $
Einnhmen durch TV Vertrag/Team: 25,5 Mio $
Topverdiener: 29,5 Mio $
Durchschnittsgehalt: 4,92 Mio $
Salary/Team im Schnitt: 59,0 Mio $
Anteil Spielergehälter am Umsatz: 58,0 %
CBA System: Soft Salary Cap + Strafsteuer

 

NFL - National Football League

Gesamteinnahmen: 5,0 Milliarden $
Einnhmen durch TV Vertrag/Team: 75,5 Mio $
Topverdiener: 15,0 Mio $
Durchschnittsgehalt: 1,25 Mio $
Salary/Team im Schnitt: 71,8 Mio $
Anteil Spielergehälter am Umsatz: 64,0 %
CBA System: Hard Salary Cap, teilweise Verteilung der Einnahmen

 

Beim Betrachten dieser Zahlen wird klar, dass die NHL einen anderen Weg einschlagen muss. Die unbedeutendste Liga, mit dem kleinsten TV-Vertrag und den geringsten Einnahmen, gibt prozentual das meiste Geld für Spieler aus. Dass diese Kombination nicht profitabel sein kann, muss jedem sofort einleuchten. Wie die NHL ihr Problem in den Griff bekommt, hängt davon ab, wie man sich mit der NHLPA, der Spielergewerkschaft, einigen kann. Zur Zeit beharren beide Seiten auf ihrem Standpunkt. Die NHL fordert einen "Hard Salary Cap" von 31 Mio $, nach Vorbild der NFL. Die Spieler lehnen einen Salary Cap grundsätzlich ab, weil sie Angst um ihre garantierten Verträge haben. Die Situation ist also zur Zeit völlig festgefahren.

Sinnvoll wäre es sicher sich irgendwo in der Mitte zu treffen. Möglicherweise wäre ein "Soft Salary Cap" nach Vorbild der NBA besser. In Verbindung mit einer Luxuststeuer wäre das für beide Seiten akzeptabel. Zusätzlich könnte man die Einnahmen teilweise gleichmäßig verteilen. Das würde die Liga ausgeglichener gestalten, wobei die großen Teams immer noch finanziell relativ unabhängig wären. Den Cap könnte man zudem prozentual mit den Einnahmen erhöhen oder senken. Vielleicht könnte man aber auch einen ganz anderen Weg gehen, ohne Salary Cap, ohne Luxussteuer.

 

Hier nun ein 6 Punkte Vorschlag von NHL-Tribute:

1. Keine Budgetbegrenzung
Jedes Team darf so viel Geld ausgeben, wie es zur Verfügung hat

Begründung: Dadurch nimmt man den Spielern und der NHLPA den Wind aus den Segeln, die bekanntlich eine Budgetbegrenzung nicht akzeptieren wollen. Jedes Team kann also weiterhin seine finanziellen Mittel ausschöpfen.

2. Verteilung der Einahmen
Die Einnahmen aus TV Vertrag, Tickets, Fanartikel und allen weiteren Quellen werden auf die 30 NHL Teams zu gleichen Anteilen verteilt

Begründung: Die Verteilung der Einnahmen schafft einen Ausgleich innerhalb der Liga. Teams in schwachen Märkten können so finanziell etwas aufschließen zu den reichen Teams. Die Liga insgesamt demonstriert damit Gemeinsamkeit und Fairness.

3. Keine garantierten Verträge
Die Gehälter werden zu 50 % fest gezahlt, die restlichen 50 % werden in Form von Leistungsprämien bei erfüllten Bedingungen gezahlt

Begründung: Die Spieler können so auch in Zukunft unbegrenzt viel verdienen, vorausgesetzt sie erfüllen die Vorgaben (was selten der Fall ist). Die Teams können so bis zu 50 % an Gehaltszahlungen einsparen. Wer gute Leistungen zeigt verdient auch sein volles Gehalt. Wer aber enttäuscht und hinter den Erwartungen bleibt, bekommt nur den festen Anteil von 50 %.

4. Einstiegsgehälter für Rookies begrenzen
Ein Rookie darf inklusive Bonuszahlungen maximal 1 Mio $ verdienen

Begründung: Bislang wurden die Gehälter für Rookies in ihrer Begrenzung immer wieder umgangen durch hohe Bonuszahlungen. Ein Rookie sollte aber erst mal beweisen, dass er es in der NHL schafft, bevor er Millionenverträge erhält. Die Teams können so einige Millionen $ sparen.

5. Abschaffung des Schiedsgerichts
Die Möglichkeit vor dem Schiedsgericht eine Gehaltserhöhung gerichtlich durchzusetzen wird abgeschafft


Begründung: Mit Abschaffung des Schiedsgerichts wäre ein großes Problem beseitigt. Fast immer wurden den Spielern Gehaltserhöhungen zugesprochen, mitunter bis zu 300 %. Finanziell schwache Teams verloren so regelmäßig ihre besten Spieler an reiche Teams. Reiche Teams wiederum konnten ihre Stars halten.

6. UFA Status ab 28
Der UFA Status wird von 31 Jahre auf 28 Jahre herabgesetzt

Begründung: Wenn die Spieler früher die Möglichkeit erhalten auf dem freien Markt für mehr Geld das Team zu wechseln, werden sie bis zu diesem zeitpunkt eher bereit sein für weniger Geld ihren Vertrag zu verlängern.

 

 

 

 

 



 

 

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