Mit
welchen Verteidiger haben sie am liebsten zusammen gespielt?
Das ist schwr zu beantworten, da ich mit vielen großartigen Verteidigern gespielt habe. Ich hatte vervoragende Jahre mit Alexei Gusev, der mir sehr geholfen hat als ich noch jung war. Seine Erfahrung und seine Geduld haben mein Spiel entscheidend weiter gebracht. Dann hatte ich eine große Gelegenheit mitRay Bourque zu spielen. Das war eine ganz neue und höhere Ebene. Diese zeit habe ich sehr genossen. Ich kann gar nicht einen einzigen Spieler nennen, aber diese beiden haben mir sehr viel beigebracht und mein Spiel sehr stark beeinflußt.
Was ist es für ein Gefühl, von Anfang an seit 1995 Teil der Colorado Avalanche gewesen zu sein?
Es ist ein gutes gefühl so lange Teil eines Teams gewesen zu sein. Ich hatte viel Spaß in meiner Zeit in Denver und wir hatten immer ein großartiges Team. Es zeigt einem wieviel Bewegung es in der Liga gibt, wenn nur eine handvoll Spieler von Anfang bis heute dabei sind. 10 Jahre lang für eine Franchise zu spielen ist eine tolle Sache.
Jugendliche träumen davon Tor zu schießen und ein Star einer Hockeymannschaft zu sein. Manche träumen davon all die Torwartausrüstung zu tragen. Nicht viele träumen davon ein Verteidiger zu sein. Wie kamen sie dazu?
Mein Vater wollte immer, daß ich ein Verteidiger werde. Ich fragte ich ihn irgendwann mal, warum er wollte, daß ich in der Verteidigung spiele. Er erzählte mir, daß er Turnbull und Salming mochte, als sie Verteidiger seiner Lieblingsmannschaft, den Toronto Maple Leafs, waren. Ich spielte vom ersten Tag an, als ich auf das Eis ging, in der Verteidigung und blieb dabei.
Was
war es für ein Gefühl bei den Olympischen Spielen im Team Canada zu
spielen?
Ich hätte nie gedacht, daß ich mal die Gelegenheit hätte bei den Olympischen Spielen dabei zu sein. Als ich meine Profikarriere begann, spielten immer noch Amateure bei den Olympischen Spielen. Als ich dann die Gelegenheit hatte, war mir nicht klar, wie wichtig es für das Team Canada war, bis ich auf dem Eis stand. Es war unglaublich wichtig für Kanada, wo Eishockey geboren wurde, daß wir gewonnen haben. Es war wichtiger als ich je geglaubt habe.
Sie spielen sehr körperbetont. Immer wieder waren sie verletzt. Wie war es ihnen möglich durch all diese Verletzungen zu kommen?
Ich mußte einen klaren Kopf bewahren. Als ich jung war, sagte mir mein Vater, daß Verletzungen immer wieder vorkommen würden und dies Teil des Spiels sei. Wenn es passiert, schüttel ich es recht schnell ab. Es ärgert mich für eine kurze Zeit, aber ich versuche es nicht zu zeigen. Es gibt keinen Grund sich zu ärgern, man kann es nicht verhindern. Es ist eine psychologische Angelegenheit. Ich denke nicht drüber nach und arbeite an den Dingen an denen ich arbeiten kann, während meiner Verletzung. Ich akzeptiere die Verletzungen als Teil des Spiels.
Sie waren lange Zeit stellvertretender Kapitän der Mannschaft. Was bedeutet es für sie Kapitän des Teams zu sein?
Ich denke es gibt verschiedene Arten und Schwierigkeiten. Manche Spieler sind sehr schnel, manche haben einen harten Schuss, manche sind groß und stark und nur schwer zu bewegen. Es ist schwer einen Spieler auszuloten. Es gibt so viele verschiedene Herausforderungen. Ich würde sagen Spieler wie Bill Guerin und Todd Bertuzzi sind schwer zu stoppen, denn sie sind groß, kräftig und gute Torschützen. Dann gibt es Spiele, in denen ich Spielern wie Paul Kariya oder Pavel Bure hinterher jagen muß. Ich darf ihnen keinen Meter raum lassen, sonst sind sie durch.
Wenn sie für einen Tag Commissioner der NHL wären, welche Regel würden sie ändern?
Ich würde die Icing-Regel ändern. Ich möchte nicht gerne darüber reden, weil ich Verteidiger bin, aber diese Regel würde ich abschaffen. Ich denke sie ist überflüssig. Es gibt vergelichsweise wenig Torchancen durch diese Regel, aber viele Verletzungen.
Das Interview wurde aus dem Englischen übersetzt und im Original auf der Website der Colorado Avalanche veröffentlicht
