

Mit einer beeindruckenden und ergreifenden Show im Stil von Hollywood on Ice
sind in Salt Lake City die XIX. Olympischen Winterspiele eröffnet
worden. Begleitet von den schärfsten Sicherheitsmaßnahmen in der
Geschichte Olympias gab US- Präsident George W. Bush vor 55.000
Zuschauern im Rice-Eccles-Stadion und einem Milliarden-Publikum vor den
TV-Geräten um 21.08 Uhr Ortszeit (05.08 Uhr MEZ) den Startschuss für
das 16-tägige Sportfest in Eis und Schnee. Dabei erweiterte er die traditionelle
Formel und sagte: "Stellvertretend für eine stolze und entschlossene
Nation: Ich erkläre die Spiele von Salt Lake City zur Feier der Olympischen
Winterspiele für eröffnet." 22 Minuten später brannte zum
vierten Mal nach Lake Placid 1932 und 1980 sowie Squaw Valley 1960 das Olympische
Feuer bei Winterspielen in den USA. Entzündet wurde es von jenen amerikanischen
Eishockey-Helden, die 1980 mit dem 4:3-Sieg gegen die UdSSR den Grundstein zum
sensationellen Olympiasieg legten. Zuvor hatten Lech Walesa, Desmond
Tutu, Cathy Freeman, Kazuyoshi Funaki, Jean-Claude Killy,
Steven Spielberg, Jean-Michel Cousteau und John Glenn die
Olympia-Fahne in die Arena getragen. Ein besonders bewegender Moment der gut
zweistündigen Zeremonie war der Einzug der "Ground Zero"-Flagge,
die von US-Sportlern sowie New Yorker Polizisten und Feuerwehrleuten zum Gedenken
an die Terroranschläge vom 11. September ins Stadion gebracht wurde. Sportlern
und Zuschauern standen dieTränen in den Augen, als der berühmte Mormon-Tabernacle-Chor
die Nationalhymne intonierte. Die amerikanischen Gastgeber hatten in einem Kompromiss
mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) die Präsentation der
in den Trümmern des World Trade Centers gefundenen Fahne durchgesetzt.
IOC-Präsident Jacques Rogge wandte sich in seiner Ansprache mit einer Solidaritätsadresse
an das amerikanische Volk: "Ihr Land hat eine furchtbare Tragödie
überwunden. Eine Tragödie, die die ganze Welt betroffen hat. Wir stehen
vereint
an
Ihrer Seite bei der Umsetzung unserer gemeinsamen Ideale und in der Hoffnung
auf Frieden in der Welt. Allen, die diese Spiele möglich gemacht und den
olympischen Geist lebendig gehalten haben, gilt unser Dank." Bei Bilderbuch-Winterwetter
mit Temperaturen um den Gefrierpunkt marschierte die von Hilde Gerg angeführte
deutsche Mannschaft als 28. von 77 teilnehmenden Ländern in die Arena ein.
Die 101 Sportler wurden vom Publikum mit freundlichem Beifall willkommen geheißen.
Den Einzug der Nationen hatte traditionell Griechenland eröffnet, die Mannschaft
der Gastgeber betrat von tosendem Applaus begrüßt als letzte das
Stadion. Mit 2531 Sportlern wird bei den ersten Winterspielen des neuen Jahrhunderts
die bisherige Rekord- Teilnehmerzahl von Nagano 1998 um rund 200 übertroffen.
15.000 Kräfte waren für die Sicherheit bei der Eröffnungsshow
aufgeboten worden, während der der zivile Flugverkehr über der Olympia-Stadt
eingestellt wurde. In dem bis zum letzten Augenblick geheim gehaltenen Programm
präsentierten die Olympia-Gastgeber eine Symphonie von Farben, Formen und
Figuren. Dazu gehörten die Wagenzüge, mit denen die Mormonen 1847
aus dem Osten kommend am Großen Salzsee eintrafen, ebenso wie die indianischen
Ureinwohner. Das Großaufgebot von Musik-Stars wurde angeführt von
dem britischen Popsänger Sting. Auch Top Stars wie LeAnn Rimes,
Robbie Robertson, die Dixie Chicks und Yo-Yo Ma, ein weltberühmter
Celist, traten im Rahmen der Feierlichkeiten auf. Die Eishockey Fans erwarteten
natürlich in erster Linie mit großer Spannung den Beginn der Finalrunde
des Eishockey Turniers. Denn zum zweitenmal waren alle großen Eishockey
Nationen mit ihren besten Spielern aus der NHL vertreten. Aber die meisten der
großen NHL Stars kamen erst zum Beginn der Finalrunde, da die NHL erst
ab dem 13. Februar eine Pause für die Olympischen Spiele einlegte. Ob die
deutsche Nationalmannschaft den Einzug in die Finalrunde packen würde,
war die große Frage.
Die Mannschaft mit Heimrecht ist blau
markiert
(In Klammern steht das Schussverhältnis)
In der Gruppe A spielten neben Deutschland auch die Slowakei, Lettland und Österreich. In der Gruppe B kämpften die Schweiz, Weißrussland, Ukraine und Frankreich um den einzigen Platz der für die Finalrunde qualifizierte. Am ersten Spieltag trafen die Deutschen auf die Slowakei. Damit spielten sie gleich im Auftaktspiel gegen den schwersten Vorrundengegner. Wenn sie dieses Spielen verlieren würden, wäre die Qualifikation für die nächste Runde schon fast aussichtslos.
1. Spieltag
Weißrussland - Ukraine 1:0 (30:17) / Die Peaks Ice Arena war zum Eröffnungsspiel mit 6.294 Zuschauern gerade mal halb gefüllt. Nur wenige einheimische Zuschauer hatten den Weg in die Halle gefunden. Dafür waren aber einige Tausend weißrussiche und ukrainische Fans gekommen. Von Beginn an waren die Weißrussen die dominierende Mannschaft. Gleich in der 1. Minute hatten die als Gastgeber auftretenden Weißrussen die erste Chance. Mit zunehmenden Spiel wurden die Ukrainer immer mehr in die Defensive gedrängt. Aber auch die zahlreichen Powerplaysituationen konnten die als Heimmannschaft auftretenden Weißrussen nicht nutzen. Immer wieder scheiterten sie an Konstantin Simchuk, dem ukrainischen Goalie. Der war auch der beste Spieler des ersten Drittels. Am Ende führten die Weißrussen mit 12:3 Schüssen. Im zweiten Drittel wurden die Ukrainer dann stärker. Motiviert durch die vielen überstandenen Unterzahlsituationen gewannen sie zunehmend die Oberhand und erkämpften sich einige gute Möglichkeiten. Aber auch die Männer in gelb und blau konnten ihre vielen Powerplay-Chancen nicht nutzen. So ging es dann mit einem 0:0 ins letzte Drittel. Im Schlussabschnitt sahen die etwas über 6.000 Zuschauer ein sehr ausgeglichenes Spiel. Auf beiden Seiten gab es gute Möglichkeiten, aber beide Torhüter konnten ihren Kasten immer wieder sauber halten. Erst in der 47. Minute erzielte Oleg Mikulchik im Powerplay das 1:0 für Weißrussland. Bis zum Schluss drängten die Ukrainer auf den Ausgleich, aber es blieb bei diesem Ergebnis.
Deutschland
- Slowakei 3:0 (17:29) / Das E-Center
war fast ausverkauft. Die doch recht vielen NHL Spieler die in dieser Begegnung
auftraten, hatten 8.504 Zuschauer in die Eishalle gelockt. Das Spiel
war von Beginn an sehr schnell und intensiv. Gleich in den ersten Minuten hatten
die Deutschen ein Powerplay. Die Scheibe lief ganz gut, aber ein Tor konten
die Deutschen nicht erzielen. Aber entgegen allen Erwartungen konten die DEB
Auswahl recht gut mithalten gegen die technisch und läuferisch starken
Slowaken. Es gab auf beiden Seiten gute Torchancen, aber Pavol Rybar und auch
Marc Seliger hielten ihre Teams im Spiel. Gegen Ende des ersten Drittels wurden
die Slowaken, die als Heimmanschaft aufliefen, etwas stärker. Es blieb
aber beim 0:0. Zu Beginn des zweiten Abschnitts spielten die Slowaken in Überzahl,
da ein Deutscher auf der Strafbank saß. Einen Fehlpass nutzte dann Kapitän
Jürgen Rumrich und erzielte in der 21. Minute in Unterzahl das 1:0
für Deutschland. Die Slowaken waren sichtlich geschockt, erholten sich
aber schnell. Immer wieder mußte Marc Seliger das Spiel beruhigen. In
der 28. Minute spielten dann die deutsche Mannschaft erneut im Powerplay. Mehr
wegen einer fehlenden Anspielmöglichkeit brachte Jan Benda die Scheibe
vor das Tor von Rybar, die dann aber durch die Beine von Mark McKay rutschte
und irgendwie im Netzt landete. 2:0 hieß es somit nach knapp 28
Minuten. Nun drängten die Slowaken mit aller Macht auf das deutsche Tor.
Aber auch in Überzahl wollte die Scheibe einfach nicht an Marc Seliger
vorbei. Wieder und wieder vereitelte er die Chancen der Angreifer und so gingen
die Deutschen mit der 2:0 Führung in die zweite Pause. Im Schlussdrittel
wurde der Druck der Slowaken immer größer. Immer wieder kamen sie
gefährlich vor das Tor der Deutschen. Marc Seliger hatte alle Hände
voll zu tun. Aber auch die DEB Auswahl kam so das ein ums andere Mal zu guten
Konterchancen. Die Schlussminuten wurden dann dramatisch. Rybar verließ
sein Tor und ein sechster Feldspieler kam aufs Eis. Einen Fehlpass nutzte Klaus
Kathan und erzielte das 3:0 ins leere Tor. Die Sesation war perfekt.
Fazit: Die deutsche Mannschaft machte alles richtig und hatte in Marc
Seliger einen sicheren Rückhalt. So gestärkt kann es nun ins nächste
Spiel gegen Österreich gehen. Einen kleinen Wehrmutstropfen gibt es allerdings:
Jörg Mayr brach sich bei einer Rettungsaktion den Kiefer. Er warf sich
in einen Schlagschuss von Miroslav Satan und wurde vom Puck mitten im Gesicht
getroffen. Er wurde blutüberströmt vom Eis gebracht und fällt
für den Rest des Turniers aus. Für ihn wird wohl Reemt Pyka nachnominiert.
Lettland - Österreich 4:2
(19:28) / 6.159 Zuschauer fanden sich in der Peaks Ice Arena ein. Die
Letten waren von Beginn an die bessere und überlegene Mannschaft. Sie spielten
offensiv und sehr druckvoll. Bereits nach einer Minute gingen die Leten durch
ein Powerplaytor von Vyacheslavs Fandulus mit 1:0 in Führung.
Belavskis und Kercs waren die Assistenten. In der 8. Minute erzielte Igor
Bondarevs das 2:0. Astashenko und Senins machten die Vorarbeit zu
diesem Treffer. Kurz vor der Pause gelang OLiver Setzinger noch der Anschlusstreffer
zum 2:1. Kent Salfi machte die Vorlage. Zu Beginn des zweiten Drittels
erzielte Mattias Tratting den Ausgleich zum 2:2 für Österreich.
Aber nur drei Minuten später erzielte Grigoris Panteljevs die erneute
Führung für die Letten zum 3:2. Tambajevs und Vitolins waren
die Assistenten. In der 29. Minute erhöhte dann Harijs Vitolins
auf 4:2 nach Vorarbeit von Tambajevs und Sorokins. Die Östereicher
hatten zwar das bessere Schussverhältnis, doch die meisten Schüsse
waren eher harmlos. Die klareren und besseren Torchancen hatten die Letten,
die somit verdient gewonnen haben.
Schweiz
- Frankreich 3:3 (33:21) / 8.504 Zuschauer waren im E-Center zusammen
gekommen. Die Schweizer galten eigentlich als klarer Favorit, doch die Mannschaft
aus Frankreich trat sehr kompakt und entschlossen auf. So brachte Maurice
Rozenthal die Franzosen bereits in der 3. Minute mit 1:0 in Führung.
Philippe Bozon war der Assistent. In der 11. Minute erzielte Jean Jaques
Aeschlimann den Ausgleich zum 1:1 für die Eidgenossen. Patrick
Sutter machte die Vorlage zu diesem Treffer. Im zweiten Drittel brachte dann
Philippe Bozon erneut die Franzosen in der 35. Minute mit 2:1
in Führung. Diesmal fungierte Maurice Rozenthal als Passgeber. Erst im
Schlussdrittel konnten die Schweizer das Spiel durch einen Treffer von Andre
Rotheli in der 44. Minute wieder zum 2:2 ausgleichen. Patrick Sutter
und Mark Streit waren die Assistenten. In der 53. Minute machte wiederum Maurice
Rozenthal das 3:2 für die Franzosen. Laurent Meunier machte
die Vorlage. Kurz vor Ende der Partie, in der 56. Minute gelang Mark Streit
der erneute Ausgleich im Powerplay zum 3:3 Endstand. Oliver Keller und
Jean Jaques Aeschlimann machten die Vorarbeit. Die Schweizer verpassten eventuell
einen wichtigen Punkt im Kampf um die Qualifikation für die nächste
Runde, denn nun mußten sie die Spiele gegen Weißrussland und gegen
die Ukraine beide gewinnen um in die Finalrunde einzuziehen. Mit beiden Gegnern
würden sie es schwer haben.
2. Spieltag
Deutschland
- Östereich 3:2 (22:31) / In die Peaks Ice Arena waren 6.444 Zuschauer
gekommen um das Spiel zwischen den Deutschen und den Österreichern zu sehen.
Bereits in der 2. Minute gelang Klaus Kathan sein zweiter Turniertreffer
zum 1:0. Er fing einen Pass der österreischischen Verteidigung ab
und lief allein auf Reinhard Divis zu. Der versuchte ihm den Weg zu versperren,
aber Kathan spielte ihn aus und lupfte den Puck über seine Fanghand ins
obere Eck. Danach kamenen die Österreicher zwar etwas besser ins Spiel,
konnten aber nur wenige Schüsse abgeben. Die wurden von Marc Seeliger wieder
sicher gefangen. Nur einmal hatte der deutsche Keeper viel Glück, als ein
Schuss von der blauen Linie fast durch seine Beine gerutscht wäre. Kurz
vor der Pause erzielte Len Soccio das 2:0 nach einer tollen Vorlage
von Klaus Kathan. Das Schussverhältnis von 12:5 zu Gunsten der DEB Auswahl
am Ende des Drittels täuschte. Das Spiel war insgesamt sehr ausgeglichen.
Zu Beginn des zweiten Abschnitts machten die Österreicher viel Druck und
kamen zu guten Schussmöglichkeiten im Powerplay. Seeliger konnte sich einige
Male auszeichnen. In der 23. Minute gelang dann Gerald Ressmann der Anschlusstreffer
zum 2:1 im Powerplay. Trattnig und Perthaler leisteten die Vorarbeit.
Die Deutschen spielten nicht aggressiv genug und mit zunehmenden Druck der Österreicher
drohte das Spiel zu kippen. Kurz vor der zweiten Pause hatte Österreich
eine riesen Chance zumAusagleich zu kommen, als ein Stürmer allein vor
dem deutschen Tor auftauchte und Marc Seeliger mußte allsein Können
aufbieten um den Schuss zu entschärfen. Nur wenige später, vier Sekunden
vor der Pause, fiel dann das 2:2 durch Gerhard Unterluggauer.
Das Schussverhältnis am Ende des zweiten Drittels lautete nur noch 18:15
für Deutschland. Im Schlussabschnitt wurden die Gegner der Deutschen immer
stärker. Der Druck wurde immer größer und Österreich dominierte
das Spiel in der Schlussphase. Immer wieder scheiterten sie aber an einem starken
Marc Seeliger. In der 19. Minute machte dann Andreas Loth das erlösende
3:2, der nach dem Bullygewinn von Mark MacKay direkt aufs Tor zog.
Lettland - Slowakei 6:6 / (24:35) / 8.377 Besucher hatten sich im E-Center eingefunden. Die großen Namen der NHL hatten auch in diesem Spiel eine große Anziehungskraft aus die Zuschauer. Zwar mußten die Slowaken auf Zigmund Palffy, Miroslav Satan und Michal Handzus verzichten, dafür traten sie aber mit Pavol Demitra, Marian Hossa, Josef Stümpel und Lubos Bartecko auf. Auf Seiten der Letten spielte immerhin Sandis Ozolinsh und Karlis Skrastins. Das Spiel war von Begin an schnell und auf sehr hohem Niveau. Beide Teams waren technisch und läuferisch sehr stark. Bereits nach 11 Sekunden erzielte Josef Stümpel das 1:0 nach Vorlage von Lintner und Visnovsky. In der 7. Minute erzielte Vyacheslav Fandalus nach einer Vorlage von Sandis Ozolinsh im Powerplay das 1:1. Schnell war klar, dass dieses Spiel sehr eng werden würde. In der 9. Minute machte Jan Pardavy das 2:1 für die Slowaken. Ivan Majesky hatte die Vorarbeit geleistet. Aber die Letten konnten nur drei Minuten später durch Nisvis Aleksandres erneut zum 2:2 ausgleichen. Wieder machte Ozolinsh die Vorlage. Im zweiten Abschnitt gingen die Letten in der 26. Minute sogar mit 3:2 in Führung. Das Tor erzielte Aleksander Majekskis. Cipruss und Nisvis leiteten den Treffer ein. Nur wenige Sekunden später machte Marian Hossa das 3:3. Stümpel machte die Vorlage. Im Powerplay machte Lubomir Visnovsky das 4:3 auf Vorlage von Demitra in der 29. Minute, Robert Petrovicky erzielte das 5:3 ebenfals im Powerplay nach Vorarbeit von Hossa und Pavlikovsky in 34. Minute. In der 39. Minute erzielte Pavol Demitra sogar das 6:3. Petrovicky machte die Vorlage. Nun schien das Spiel zugunsten der Slowaken bereits entschieden zu sein. Aber Majeskis gelang nur vier Sekunden vor der zweiten Pause noch das 6:4 auf Vorlage von Ozolinsh. Im Schlussabschnitt entglitt den Slowaken dann das Spiel. In der 45. Minute erzielte Aleksandr Belaskis das 6:5. Semjonovs machte die Vorlage. Und in der 48. Minute gelang Atvars Tribuncovs wieder im Powerplay das 6:6 für Lettland. Wieder war Cipruss an dem Treffer beteiligt. Die Zuschauer waren völlig aus dem Häuschen, für die Slowaken waren damit allerdings alle Hoffnungen auf die Finalrunde und eine Medaille damit zu Ende.
Ukraine - Schweiz 5:2 (26:29) / 8.387 Zuschauer sahen das Spiel im E-Center zwischen der Ukrainee und der Schweiz. Die Schweizer traten als Heimmannschaft auf. Das Spiel war sehr ausgeglichen. Beide Mannschaften spielten sehr schnell und waren technisch und läuferisch sehr stark. Und für beide Teams galt es zwei Punkte zu holen, das sonnst eine Qualifikation für die Endrunde schon so gut wie aussichtslos war. Gleich zu Beginn des ersten Drittels erhielte die Ukraine eine Strafe. Im anschließenden Powerplay leisteten sich die Schweizer aber einen Fehlpass und Valentyn Oletsky erzielte in der 3. Minute das 1:0 für die Ukraine in Unterzahl. Das war sicher nicht unbedingt ein Auftakt nach Maß für die Eidgenossen. In der 15. Minute schoss dann Ruslan Fedotenko sogar das 2:0. Das Tor des NHL Stars der Philadelphia Flyers wurde von Oleksiy Ponikarovsky vorbereitet. Nun galt es für die Schweiz Ruhe zu bewahren und möglichst schnell den Anschlusstreffer zu erzielen. Dies gelang auch in der 17. Minute. Sandy Jeannin machte das so wichtige 2:1 auf Vorlage von Aeschlimann und Rötheli. Gleich zu Beginn des zweiten Abschnitts kassierte die Schweiz aber erneut ein frühes Gegentor. Sergei Varlamov machte das 3:1 für die Ukraine in der 22. Minute. Gute Chancen gab es auf beiden Seiten, doch die Schweizer scheiterten ein ums andere Mal an Torhüter Simchuk. Erst in der 29. Minute gelang Ivo Ruthemann der Anschlusstreffer zum 3:2 im Powerplay. Reto von Arx leistete die Vorarbeit. Hoffnung kam wieder auf und der Druck der Schweizer wurde stärker. Doch nur kurz darauf, in der 32. Minute erzielte Vadym Skakrayshuk das 4:2 für die Ukraine. Lytvynenko und Klytmentjev bereiteten den Treffer vor. Mit diesem Ergebnis ging es dann in die zweite Pause. Im Schlussabschnitt kassierten die Schweizer erneut gleich zu Beginn einen Gegentreffer. Valantyn Oletsky machte das 5:2 auf Vorlage von Bobrovnikov in der 43. Minute. Dabei blieb es dann auch bis zum Schluss. Nach Spielanteilen war das Match zwischen Ukraine und Schweiz zwar ausgeglichen, doceins zu Beginn eines Drittels, ließen die Medaillenaussichten der Schweiz im Nirvana verschwinden.
Weißrussland - Frankreich 3:1 (21:23) / 6.124 Besucher sahen das zweite Spiel des Tages. In der Peaks Ice Arena trafen Weißrussland und Frankreich aufeinander. Die Franzosen galten dabei als Außenseiter. Doch die Außenseiter gingen zunächst mit 1:0 in Führung. Maurice Rozenthal erzielte den Treffer auf Vorlage von Pilippe Bozon in der 4. Minute. Andrei Rasalko gelang in der 9. Minute der Ausgleich zum 1:1 nach einer Vorlage von Aleksandr Zhurik im Powerplay. Die Weißrussen waren insgesamt etwas stärker im ersten Drittel, was sich im Schussverhältnis von 10:7 verdeutlichte. Allerdings waren sie auch zweimal im Powerplay. Im Mittelabschnitt sah es dann etwas anders aus. Die Franzosen machten nun Druck und drängten auf den Ausgleich. Aber es war Vladimir Tsyplakov der in der 37. Minute das 3:1 erzielte. Romanov und Khmyl machten die Vorarbeit. Wieder war es ein Powerplaytor. Am Ende lautete das Schussverhältnis zwar 15:16, aber die Weißrussen lagen in Führung. Im Schlussabschnit Machte Dmitry Pankov erst in der 58. Minute das 3:1 auf Vorlage von Bekbulatov. Damit waren auch alle Hoffnungen der Franzosen begraben. Die Weißrussen sind mit dem zweiten Sieg vorzeitig qualifiziert für die Finalrunde. Auch wenn die Ukraine das letzte Spiel gewinnt und Weißrussland gegen die Schweiz verlieren solte, wäre bei Punktgleichheit der direkte Vergleich entscheidend. Und da haben die Weißrussen mit 1:0 gegen die Ukraine gewonnen.
3. Spieltag
Deutschland
- Lettland 4:1 (29:26) / Die deutsche Eishockey
Nationalmannschaft hat das «Endspiel» um den Gruppensieg und das
Erreichen der Finalrunde bei den Olympischen Spielen gegen Lettland mit 4:1
(2:1 2:1 0:0) gewonnen. Torschützen für die DEB-Auswahl in der mit
über 6.500 Zuschauern ausverkauften Peaks Ice Arena waren
Martin Reichel (3.), Len Soccio (5.), Stefan Ustorf (23.)
und Klaus Kathan (34.). Beim vierten deutschen Treffer musste Schiedsrichter
Savolainen den Videobeweis bemühen. Für Lettland traf Algars Ciprus
(7.). Für die Letten stand erstmals NHL Torwart Arturs Irbe im Tor,
im DEB-Gehäuse hatte sich Bundestrainer Hans Zach erneut für den Nürnberger
Marc Seliger entschieden. Das deutsche Team erwischte einen Traumstart mit einer
2:0-Führung. Martin Reichel spielte frei vor dem lettischen Gehäuse
Artus Irbe technisch stark aus und konnte zur 1:0-Führung einschießen
(3.). Len Soccio legte in der 5. Minute sogar zum 2:0 nach, ehe
die Letten den 1:2-Anschlusstreffer (7.) erzielen konnten. Algars
Cipruss nutzte einen Stellungsfehler (7.) in der deutschen Abwehr aus und
ließ aus kurzer Distanz Marc Seliger nicht die Spur einer Abwehrchance.
Und auch zum Beginn des zweiten Drittels kommt die deutsche Mannschaft prima
ins Spiel. Stefan Ustorf fängt einen Querpass eines Lettischen Verteidigers
in der Abwehrzone der Balten ab und kann Arturs Irbe zum 3:1 überwinden.
Und es kam noch besser: Ein Schuss von Klaus Kathan vom Kaliber «fulminant»
krachte unter die Latte - ins Netz der Letten. Pfosten oder Tor? Schiedsrichter
Rami Savolainen entschied nach Videobeweis auf Tor für Deutschland - 4:1!
Im letzten Drittel fielen keine Tore mehr. Die deutsche Auswahl zeigte im dritten
Spiel erneut eine beeindruckende Leistung und trifft in der Finalrunde am Freitag
auf Weltmeister und Olympiasieger Tschechien. Die DEB-Auswahl wird dann mit
Marco Sturm (San Jose Sharks/NHL), Jochen Hecht (Edmonton Oilers/NHL), Mirko
Lüdemann (Kölner Haie/DEL) und Olaf Kölzig (Washington Capitals/NHL)
verstärkt sein. Ein Comeback von Jörg Mayr (Kieferbruch gegen Slowakei),
der gegen Lettland bereits wieder auf der Tribüne als Zuschauer saß,
hat Hans Zach ausgeschlossen.
Österreich - Slowakei 3:2 (30:29) / 8.362 Zuschauer sahen im E-Center das Spiele zwischen Österreich und der Slowakei. Die meisten der NHL Spieler auf Seiten der Slowaken standen im letzten Spiel nicht mehr zur Verfügung. Große Unruhe hatte es bereits wegen der NHL Stars gegeben. Der Versuch Peter Stasny's sein Team mit NHL Spielern zu verstärken war gründlich mislungen. Große Probleme waren dadurch entstanden, dass man ständig den Kader änderte und damit die Chemie der Mannschfat empfindlich störte. Dadurch war das gesamte Turnier für die Slowaken zum Debakel geworden. Simon Wheeldon brachte die Österreicher schon in der 3. Minute mit 1:0 in Führung. Lavoie machte die Vorlage. Die Slowaken ließen zwischenzeitig immer wieder ihre Klasse aufblitzen und so erzielte Pavlikovsky im Powerplay das 1:1 nach Vorlage von Pardavy in der 9. Minute. Im zweiten Drittel gelang Dieter Kalt das 2:1 zur erneuten Fühurng der Österreicher. Wheeldon und Brander waren die Assistenten. In der 33. Minute erzielte Richard Lintner das 2:2 für die Slowakei. Die Vorlage kam von Kapus. Im Schlussabschnitt gab es einen erbitterten Kampf, denn keines der beiden Teams wollte als Letzter die Gruppe abschließen. In der 50. Minute erzielte dann Unterluggauer das erlösende 3:2 für Österreich. Lanzinger war der Assistent. Die Slowaken versuchten alles erdenkliche um das Spiel nochmals zu drehen. Doch bedingt durch den sehr kleinen Kader fehlte die Kraft. Somit blieb es beim 3:2 und die Slowakei bendete die Vorrunde als Gruppenletzter.
Schweiz - Weißrussland 2:1 (23:35) / 7.736 Zuschauer sahen das Spiel zwischen der Schweiz und Weißrussland im E-Center, bei dem es um nichts mehr ging. Die Weißrussen waren bereits für die Finalrunde qualifiziert, die Schweiz hatte durch eine schwache Vorstellung gegen Frankreich im ersten Grupenspiel bereits alles verspielt. Durch einen Sieg im letzten Spiel konten sich die Eidgenossen aber wenigstens einigermaßen rehabilitieren. Patrick Fischer erzielte das 1:0 in der 17. Minute. Crameri machte die Vorlage. In der 24. Minute gelang Vadim Bekbulatov der Ausgleichstreffer zum 1:1 für Weißrussland. Dudik und Kovalev waren die Assistenten. Jean-Jaques Aeschlimann machte dann aber den Siegtreffer zum 2:1 für die Schweiz in der 30. Minute auf Vorlage von Jeannin und Rötheli.
Ukraine - Frankreich 4:2 (32:31) / In der Peaks Ice Arena sahen 6,019 Zuschauer das letzte Gruppenspiel der Gruppe B zwischen der UKraine und Frankreich. Beide Teams konnten sich nicht mehr für die Endrunde qualifizieren. Es ging nur darum nicht Letzter zu werden. Igor Chybirev brachte die Ukrainer in der 12. Minute mit 1:0 in Führung. Salnikov und Shyryaev waren die Assistenten. Dimitri Khristich machte das 2:0 auf Vorlage von Salnikov in der 19. Minute. In der 23. Minute gelang Philippe Bozon der Anschlusstreffer zum 2:1. Nur wenig später erhöhte aber Shakrashuk auf 3:1 nach Vorlage von Sryubko und Savenko. Ponikarovsky erhöhte noch auf 4:2 in der 25. Minute. Assistenten waren Salnikov und Shyryaev. In der 26. Minute verkürzte Philipe Bozon nochmals auf 4:2. Dabei blieb es aber bis zum Schluss.
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Schweiz - Österreich 4:1 (27:55) / 7,986 Zuschauer sahen das Platzierungsspiel zwischen der Schweiz und Österreich im E-Center. Beide Team hatten bisher entäuscht und waren nicht qualifiziert für die Endrunde. Beide lagen in ihrer Gruppe nur auf Platz 3. Es ging nun um den 11. und 12. Platz des Turniers. Für die Schweizer galt es nun zumindest den Erzrivalen und nachbarn zu schlagen, um nicht hinter ihnen zu liegen. 30 Minuten lang blieb das Spiel torlos. Die Österreicher begannen sehr stark und setzten die Schweizer schwer unter Druck. Nur Martin Gerber im Tor hatten sie es zu verdanken, dass sie nicht längst mit 2 oder 3 Toren zurück lagen. Erst in der 31. Minute gelang dann Jean-Jaques Aeschlimann das 1:0 für die Eidgenossen. In der 37. Minute folgte das 2:0 durch Martin Plüss auf Vorlage von Ivo Rütheman. In der 45. Minute gelang dann aber Thomas Searle der Anschlusstreffer zum 1:2. Perthaler und Kromp waren die Assistenten. Der Druck der Österreicher wurde immer größer. Aber Gerber hielt weiterhin einen Schuss nach dem Anderen. Die Österreicher verzweilfelten fast an den Paraden des schweizer Goalies. Und dann passierte was passieren musste. In der 51. Minute erzielte Julien Vauclair bei einem Konter das 3:1. Aeschlimann war der Assistent. In der letzten Minute erzielte Aeschlimann dann auch das 4:1 ins leere Tor. Fazit: Wie schon im Spiel gegen Deutschland verzweifelten die Österreicher am gegnerischen Goalie, der alles entschfärfte was auf sein Tor abgefeuert wurde. Sie waren die klar bessere Mannschaft, konnten aber ihre zahlreichen Torchancen nicht nutzen. Und wer vorne nicht trifft, kassiert irgendwann die Tore hinten. Insagesamt hielt Gerber 54 Schüsse! Das bestätigt erneit die allgemeine Theses, dass im Eishockey nicht immer die bessere Manschaft gewinnt, sondern das Team mit dem besseren Goalie.
Lettland - Ukraine 9:2 (35:26) / Mit einem Feuerwerk von Toren verabschiedeten die Letten sich aus diesem Turnier. 8,449 Zuschauer waren im E-Center zugegen um das Spiel der Letten gegen die Ukraine um die Plätze 9 und 10 zu sehen. Mit einer 6:0 Führung gingen die Letten locker in die erste Pause. Die Treffer erzielten Leonids Tambijevs, Hrijs Vitolins, Vyacheslavs Fanduls, Aleksandr Nizijivs, Grigiris Panteljevs und Andreis Maticins. Das Mitteldritte endete dann mit 2:3. Für die Letten trafen Igors Bondarevs und erneut Fanduls. Für die Ukrainer trafen Dimitri Khristich und Igor Chybirev. Den Schlusstreffer setzte Aleksandr Semjonovs zum 9:2 Endstand.
Slowakei - Frankreich 7:1 (49:19) / Das Spiel um die Plätze 13 und 14 sahen 5,956 Zuschauer in der Peaks Ice Arena. Auch die Slowaken verabschiedeten sich mit einem standesgemäßen Ergebnis. Zum letzten Spiel hatten sie nochmal alles aufgeboten was die NHL hergab. Marian Hossa brachte die Slowaken in der 9. Minute mit 1:0 in Führung. Josef Stümpel erzielte in der 29. Minute das 2:0 auf Vorlage von Satan und Hossa. In der 39. Minute traf Michal Handzus zum 3:0. Bartecko und Demitra waren die Assistenten. In der 48. Minute erzielte erneut Marian Hossa den Treffer zum 4:0. Visnovsky war der Passgeber. In der 50. Minute machte Jan Pardavy das 5:0 auf Vorlage von Milo und Pavlikovsky. Pavlikovsky erzielte dann auch das 6:0. Milo machte erneut die Vorlage. In der 59. Minute erzielte Marian Hossa seinen dritten Treffer zum 7:0. Wieder war Pavlikovsky der Assistent. In der letzten Minute gelang dann aber noch den Franzosen der Ehrentreffer zum 7:1 durch Maurice Rozenthal. Bozon und Mortas waren die Vorberieter. Fazit: Die Deutschen können von Glück sagen, dass die Slowaken nicht schon früher ins Rollen gekommen sind, denn sonnst hätte vielleicht auch Marc Seliger nicht ausrichten können.
1. Spieltag
Russland - Weißrussland 6:4 (36:33) / 8.484 Zuschauer sahen das erste Spiel der Finalrunde zwischen Russland und Weißrussland im E-Center. Die russische Mannschaft ging als klarer Favorit in dieses Spiel. Und bereits in der 2. Minute erzielte Sergei Samsonov das 1:0 für Russland. Kovalchuk und Fedorov waren die Assistenten zum ersten Treffer. In der 9. Minute erzielte dann aber Oleg Antonenko den Ausgleich zum 1:1. Die Vorlage kam von Pankov. In der 18. Minute gelang Alexei Zhamnov im Powerplay der erneute Führungstreffer zum 2:1. Pavel Bure hatte den Treffer eingeleitet. Kurz darauf folgte das 3:1 durch Ilja Kovalchuk. Mit diesem Zwischenstand ging es in die erste Pause. Zu Beginn des zweiten Abschnitts versuchten die Weißrussen etwas mehr Druck zu machen. Die Russen vernachlässigten das Körperspiel etwas und so kamen die Außenseiter zu einigen guten Chancen. Aber in der 26. Minute erzielte zunächst Alexei Yashin das 4:1. Nur eine halbe Minute später gelang Oleg Khmyl im Powerplay das 4:2. Nikolai sah bei diesem Treffer nicht sehr gut aus. Er ließ den Schuss von der blauen Linie passieren, hatte dabei aber freie Sicht. Weißrussland kam nun immer besser ins Spiel. In der 35. Minute schoss Alexei Kalyzhny ebenfalls im Powerplay das 4:3 zum Anschluss. Auch bei diesem Treffer machte Khabibulin keine besonders gute Figur. Das war auch der Zwischenstand zur zweiten Pause. Auch im Schlusabschnitt hielten die Weißrusen ganz gut mit, bedingt durch das körperlose Spiel der Russen und einiger Nachlässigkeiten in der Defensive. In der 43. Minute machte aber Boris Mironov das 5:3. Die Vorlage kam von Maxim Afinigenov. Nur zwei Minuten später erzielte Sergei Fedorov das 6:3. Die Vorarbeit kam erneut von Afinogenov. Ruslan Salei gelang noch der Treffer zum 6:4, nach Vorarbeit von Tsyplakov und Khmyl.
Schweden
- Kanada 5:2 ( 35:25) / 8.597 Zuschauer erwarteten mit großer
Spannung das Spiel zwischen Kanada und Schweden im E-Center. Die große
Frage war, wie sich die Kanadier auf der größeren Eisfläche
zurecht finden würden und wie sie mit der internationalen Regelauslegung
klar kommen würden. Vor allem in der Anfangsphase fanden die Kanadier schnell
ins Spiel und kamen zu einigen Chancen. Die gute Vorarbeit von Fleury und Peca
nutzte Rob Blake bereits in der 3. Minute zum 1:0. Aber schon
in der 6. Minute gelang Mats Sundin der Ausgleichstreffer zum 1:1
nach Vorarbeit von Alfredsson. Von da an drehte sich das Spiel zugunsten der
Schweden. Lange ging es hin und her. Beide Goalies konnten sich durch gute Paraden
auszeichnen. Im zweiten Drittel waren die Schweden dann spielbestimmend. Mit
tollen Pässen und einem hervorragenden Positionsspiel kamen die Skandinavier
immer wieder zu guten Chancen. In der 27. Minute machte Niklas Sundström
das 2:1 nach Vorarbeit von Nylander und Näslund. In der 31. Minute
folgte das 3:1. Mats Sundin war erneut der Torschütze. Die
Vorarbeit kam von Alfredsson und Lidström. Aber es kam noch schlimmer.
In der 32. Minute machte Kenny Jönsson das 4:1 nach einer
Vorlage von Zetterberg. In der 36. Minute kassierten die Kanadier auch noch
das 5:1 durch Ulf Dahlen im Powerplay. Sundström und Sundin
machten die Vorarbeit. Völlig von der Rolle und geschockt gingen die Ahornblätter
in die zweite Pause. Was da passiert war, konnten sie wohl kaum verstehen. Aber
der Trainer hatte in der Kabine wohl die richtigen Worte gefunden. Denn im Schlussabschnitt
drehten die Kanadier nun mächtig auf. Die Schweden ließen sich zurück
fallen und gaben das Spiel etwas aus der Hand. Der Druck auf das Tor von Tommy
Salo wurde immer stärker. Aber die Scheibe wollte den Weg ins Netz nicht
finden. Erts in der 56. Minute gelang Eric Brewer das 5:2 nach
einer guten Vorarbeit von Nolan. Dabei blieb es allerdings auch. Damit war die
erste große Überraschung schon vorbei. Werden sich die Kanadier von
dieser Niederlage nochmal erholen? Können sie das abhaken und sich sich
auf das nächste Spiel konzentrieren?
Tschechien - Deutschland 8:2 (38:20) / 6.303 Zuschauer waren in die Peaks Ice Arena gekommen um das Spiel zwischen Titelverteidiger Tschechien und der Überraschungsmannschaft Deutschland zu sehen. Würden die Deutschen eine erneute Glanztat vollbringen? Für Marc Seliger spielte diesmal Christian Künast im Tor. Die Tschechen begannen sehr schnel und mit viel Zug zum Tor. Schon in der 4. Minute erzielte Jaromir Jagr das 1:0 im ersten Powerplay. Rucinsky und Lang waren die Assistenten. Die Deutschen waren nicht so aggressiv und konsequent wie in der Vorrunde. Sie ließen den Tschechen viel Platz zum Kombinieren. So erzielte Petr Sykora in der 14. Minute bereits das 2:0 nach Vorarbeit von Elias und Dopita. In der 17. Minute machte Milan Hejduk das 3:0 im zweiten Powerplay. Diesmal waren Havlat und Kaberle die Vorbereiter. Mit langen Gesichtern ging die deutsche Auswahl in die erste Pause. Für Christian Künast kam Marc Seliger aufs Eis. Doch auch der konnte den Sturmlauf der Tschechen nicht stopen. In der 28. Minute gelang Martin Havlat das 4:0. Aber nur eine Minute später schoss Len Soccio das 4:1 für Deutschland. Kleine Hoffnung keimte wieder auf. In der 34. Minute gab es aber den nächsten Dämpfer durch Robert Lang im dritten Powerplay mit dem 5:1. Rucinsky und Jagr bereiteten den Treffer vor. In der 38. Minute machte Jaromir Jagr seinen zweiten Treffer zum 6:1. Diesmal kam die Vorlage von Lang. Im Schlussabschnitt gelang Stefan Ustorf der Treffer zum 6:2 auf Vorlage von Jochen Hecht. Die Tschechen ließen immer wieder ihre läuferische Klasse aufblitzen. Auch beim Treffer zum 7:2 glänzte Patrik Elias mit seinem Talent. Der Pass kam von Dopita. In der 59. Minute traf Robert Reichel noch zum 8:2 Endstand. Wieder waren Rucinsky und Jagr die Vorbereiter. Alles in allem war diese Spiel eine Lehrstunde für die DEB Auswahl und damit düfte man wieder auf dem Boden der Tatsachen sein.
USA - Finnland 6:0 (39:23) / 8.597 Zuschauer sahen im E-Center das erste Spiel der Gastgeber dieser Olympischen Spiele gegen Finnland. Es war ein sehr schnelles und intensives Spiel. Im ersten Drittel waren die US Boys tonangebend. Jani Hurme im Tor der Finnen hatte einige Gelegenheiten sich auszuzeichnen. Durch seine Paraden bleib es bis zur ersten Pause beim 0:0. Erst in der 30. Minute erzielte Scott Young das 1:0 für die USA. Rolston und Suterleiteten den Treffer ein. In der 37. Minute machte John LeClair das 2:0. Brett Hull hatte die Scheibe aufs Tor gefeuert und LeClair lupfte den Apraller ins Netz. Und schon in der 38. Minute fiel das 3:0 durch Keith Tkachuk. Roenick und Leetch erhielten einen Assistpunkt. In der 47. Minute machte LeClair seinen zweiten Treffer zum 4:0 im Powerplay auf Vorlage von Leetch. Die Finnen hatten einige gute Chancen Powerplay, scheiterten aber immer wieder am überragenden Mike Dunham. Und so machte John LeClair mit seinem dritten Treffer zum 5:0 den ersten Hattrick dieser Olympischen Spiele. Wieder war Hull der Vorbereiter. Den Schlusspunkt setzte Bill Guerin mit dem 6:0 auf Vorlage von Housley. Mit dieser beeindruckenden Vorstellung unterstrichen die Amis ihre Rolle als Mitfavorit im eigenen Land.
2. Spieltag
Finnland
- Weißrussland 8:1 (39:21) / 8.599 Zuschauer sahen im
E-Center das Spiel zwischen Finnland und Weißrussland. Die Finnen
mußten dieses Spiel gewinnen, um noch eine gute Postion in den Play Offs
zu haben, da sie das erste Spiel mit 0:6 gegen die USA verloren hatten. Sie
gingen auch als klarer Favorit in dieses Spiel. Und bereits in der 2. Minute
erzielte Olli Jokinen das 1:0 für Finnland, nachdem er vom
Bullukreis aus auf das Tor abgezogen hatte und der Puck von einem Schlittschuh
noch leicht abgefälscht wurde. Hagman und Niinimaa waren die Vorbereiter.
Die Überlegenheit der Finnen war im ersten Drittel sehr deutlich. Erst
nach 10 Minuten schossen die Weißrussen das erste Mal auf das Tor von
Parsi Nurminen. In der 14. Minute gelang Teemu Selänne das 2:0
im Powerplay. Lehtinen und Numminen waren die Assistenten. Und bereits zwei
Minuten später erzielte Olli Jokinen mit seinem zweiten Treffer
das 3:0 auf Vorlage von Tomi Kallio. Mit diesem Ergebnis ging es in die
Pause. Im zweiten Drittel kamen die Weißrussen etwas besser ins Spiel
und kamen auch zu einigen guten Chancen, die Pasi Nurminen aber alle entschärfte.
In der 25. Minute erzielte dann Teemu Selänne mit seinem zweiten
Treffer das 4:0 auf Vorlage von Lehtinen. Von da an gewannen die Finnen
wieder die Oberhand. Eine knappe Minute später machte Sami Kapanen
das 5:0 nach Vorarbeit von Nieminen und Niinimaa. In der 30. Minute erzielte
Tomi Kallio noch das 6:0. Lumme und Hagman erhielten einen Assistpunkt.
So ging es in die zweite Pause. Im Schlussabschnitt erzielten die Weißrussen
im Powerplay schon recht früh das 6:1 durch Vasily Pankov.
Die Vorlage kam von Ruslan Salei und Dimitri Pankov. In der 50. Minute erzielte
Aki Petteri-Berg das 7:1 nach einer Vorlage von Helminen. In der
55. Minute folgte noch das 8:1 durch Mikko Eloranta. Der Assist
ging an Timonen. Fazit: Das Spiel glich eher einem Freundschaftsspiel.
Es gab nur wenige Checks, die Weißrussen machten nicht den Eindruck, als
wollten sie dieses Spiel unbedingt gewinnen. Die Finnen spielten so wie es nötig
war und das reichte für ein 8:1.
Russland - USA 2:2 (35:25) / 8.599 Zuschauer wollten das Spiel zwischen Gastgeber USA und dem Erzrivalen Russland im E-Center sehen. Die meisten hofften auf eine Wiederholung des "Miracle on ice" von 1980. Das Spiel war sehr schnell und ausgeglichen. Auf beiden Seiten gab es gute Chancen. Aber es gab auch starke Goalie in beiden Toren die einen überaus starken Eindruck machten. Die Amerikaner hatten offensichtlich keine Probleme mit der großen Eisfläche. Und auch läuferische Defizite waren keine auszumachen. Beide Teams waren gleichwertige Gegener. Erst im zweiten Abschnitt gingen die US Boys in der 27. Minute im Powerplay mit 1:0 in Führung. Keith Tkachuk erzielte das Tor, Leetch und Rafalski erhielten einen Assistpunkt. Die Zuschauer waren völlig aus dem Häuschen. Kurz vor der Pause erzielte dann aber Valerie Bure im Powerplay den Ausgleichg zum 1:1 für Russland. Malakhov war der Passgeber. Im Schlussabschnitt kassierten die Amerikaner einige dumme Strafen. So erzielte Sergei Fedorov schon in der 43. Minute das 2:1 erneut im Powerplay. Kovalchuk und Samsonov waren die Vorbereiter. Nun erhöhten die Amerikaner den Druck. Das Spiel wurde noch intensiver. Immer wieder gab es gute Chancen auf beiden Seiten, doch beide Goalies waren in absoluter Bestform. In der 56. Minute gelang dann Brett Hull das 2:2 für die USA. Den Schuss konnte Khabibulin noch abwehren, aber der Puck landete wieder genau vor Hull der seinen eigenen Rebound vewandelte. Housley und Modano waren die Assistenten. Fazit: In dieser Form und im eigenen Land sind die USA der Top Favorit!
Schweden- Tschechien 2:1 (22:38) / 8.599 Zuschauer sahen im E-Center ein spannendes und über weite Strecken ausgeglichenes Spiel zwischen Titelverteidiger Tschechien und dem Olympiasieger von 1992. Für beide Teams ging es in diesem Spiel um die Vorentscheidung auf Platz eins in der Gruppe C. Der Gruppensieger würde auf Weißrussland im Viertelfinale treffen und hätte damit den leichtesten Gegner. Das erste Drittel war vollkomen ausgeglichen und es gab auf beiden Seiten gute Torchancen. Ihre erste Überzahlsituation nutzten die Schweden bereits zur Führung. Kim Johnsson erzielte in der 5. Minute den Treffer im Powerplay zum 1:0, Lidström und Sundström waren die Assistenten. Beide Torhüter, Dominik Hasek und Tommy Salo, glänzten danach noch ein ums andere Mal mit tollen Paraden. So blieb es zur Pause meim 1:0. Im zweiten Drittel machten die Schweden zu Beginn viel Druck und Mats Sundin erzielte in der 26. Minute das 2:0 auf Vorlage von Dahlen und Alfredsson. Nach der 2:0 Führung ließen die Skandinavier sich dann aber mehr und mehr in die Defensive fallen und verlegten sich aufs Kontern. So kamen zwar die Tschechen immer besser ins Spiel und zu guten Torchancen, aber auch die Schweden erhielten immer wieder gute Chancen mit ihren gefährlichen Kontern. In der 31. Minute erzielte Jiri Dopita das 2:1 für die Tschechen. Salo konnte zwar den Schuss parieren, aber Dopita verwandelte dennoch seinen eigenen Rebound. Mit diesem Ergebnis ging es in die zweite Pause. Im Schlussabschnitt überließen die Schweden den Tschechen die Initiative und beschränkten sich auf ihr kühles Defensivsystem und ihre Konterchancen. Gab es im ersten Drittel nur zwei Strafen, im Mittelabschnitt aber schon drei, wurden im Schlussdrittel sogar fünf Strafen gegeben. Das verdeutlichte auch die Intensität des Spiels. Ihre drei Powerplays im Schlussabschnitt konnten die sonst so starken Überzahlspezialisten der Tschechen aber nicht nutzen. Die Schweden standen sehr gut in der Abwehr und konnten sich zudem auf Tommy Salo im Tor verlassen. Und so blieb es beim 2:1 für die Schweden.
Kanada
- Deutschland 3:2 (37:20) / In der Peaks Ice
Arena waren 6.425 Zuschauer um das Spiel zwischen Kanada und Deutschland
zu sehen. Die Kanadier standen mächtig unter Druck, vor allem nach der
Niederlage im ersten Spiel gegen die Schweden. Auf Mario Lemieux verzichteten
die Kanadier um ihn zu schonen. Auch einige Umstellungen in ihren Reihen hatten
die Kanadier vorgenommen. In den ersten fünf Minuten gelang den Favoriten
aus dem Mutterland des Eishockey noch nicht viel. Dafür erhielt Eric Lindros
bereits nach zwei Minuten die erste Strafe. Die Deutschen zeigten ein recht
gutes Powerplay konnten aber Martin Brodeur im kanadischen Tor nicht gefährden.
Auch ein zweites Überzahlspiel blieb erfolglos, trotz guter Schussmöglichkeiten.
Aber auch die Kanadier blieben im Powerplay ohne Treffer. Nach zehn Minuten
erlangten die Kanadier dann die Oberhand und kammen imer öfter gefährlich
zum Tor. Bis zur ersten Pause blieb es aber beim 0:0. Mit Beginn des zweiten
Drittels geriet die DEB Auswahl zunehmend unter Druck. Das Spiel beschränkte
sich fast ausschließlich auf ein Tor. Nur zwei - oder dreimal kamen die
Deutschen vor das Tor von Brodeur. In der 29. Minute erzielte Joe Sakic
dann das erlösende 1:0 für Kanada. Die Vorlage machte Simon
Gagne. Ein Bandencheck von Daniel Kunce an Ryan Smyth hatte eine fünf Minuten
Strafe und einen Spielverweis zur Folge, da Smyth mit dem Kopf voran in das
Plexiglas befördert wurde und sich dabei verletzte. Die internationale
Regelauslegung schreibt in einem solchen Fall fünf Minuten und bei einer
blutenden Verletzung einen Spielverweis vor. In dem folgenden Powerplay der
Kananadier erzielte zunächst Paul Kariya in der 35. Minute das 2:0.
Der Schuss von Owen Nolan landete vor Kariyas Kelle und der netzte ein. Nur
wenige Sekunden nach Ablauf der Strafe machte Adam Foote in der 39. Minute
das 3:0 für Kanada. Jovanovski und Nieuwendyk erhielten dafür
einen Assistpunkt. Mit diesem Spielstand ging es in die zweite Pause. Im Schlussabschnitt
machten die Kandier zunächst weiter Druck auf das Tor von Marc Seliger.
Aber das vierte Tor wollte nicht fallen. Stets war ein Schläger eines deutschen
Spielers dazwischen. Seliger entschärfte alle Schüsse die auf das
Tor kamen. Dann erzielte Andreas Loth bei einem Konter in der 48. Minute
das 3:1. Den Treffer leiteten MacKay und Lüdemann ein. Kurz darauf
bekam Al MacInnis eine Strafe. Im folgenden Powerplay gelang Jochen Hecht
der Anschlusstreffer zum 3:2. Sein Schuss prallte vom Stockende Brodeurs
ins Netz. Schubert und Abstreiter bekamen einen Assistpunkt. In den letzten
Minuten machten nun die Deutschen ihrerseits Druck und erzielten beinahe noch
den Ausgleich. Martin Brodeur verhinderte aber eine weitere Katastrophe für
die Kanadier. Fazit: Die kanadische Mannschft hat Probleme beim Spielaufbau
und spielte völlig ideenlos. Selbst nach der 3:0 Führung gelang es
ihnen nicht bei 5 gegen 5 ein Tor zu erzielen. Das Zusammenspiel der Stars funktionierte
nicht, das Spiel der einzelnen Akteure wirkte verkrampft und war glücklos.
Die große Eisfläche gepaart mit dem hohen Erwartungsdruck ließ
die Kandier erneut in einem schwachen Licht erscheinen.
3. Spieltag
USA - Weßrussland 8:1 (48:13) / 8.599 Zuschauer sahen im E-Center ein sehr einseitigers Spiel zwischen den USA und Weißrussland. Die Amerikaner konnten locker aufspielen, da sie den ersten Platz schon sicher hatten. Für die Weißrussen galt es sich so gut wie möglich zu verkaufen. Und so ging die weißrussischen Mannschaft bereits nach 20 Sekunden mit 1:0 in Führung. Dimitri Pankov war der Torschütze, Tsyplakov und Khmyl die Assistenten. Im Tor der Amerikaner stand diesmal Tom Barrasso. Aber auch er machte einen guten Eindruck, wenngleich er auch bei diesem Tor etwas unglücklich aussah. Die Überlegenheit der USA war bereits im ersten Drittel erdrückend. Aber Andrei Mezin im Tor der Weißrussen machte ein starkes Spiel mit 15 Saves im ersten Abschnitt. So konnten die Außenseiter mit einer 1:0 Führung in die erste Pause gehen. Im zweiten Abschnitt legten die Amerikaner noch einen Gang zu. In der 21. Minute traf Brett Hull zum 1:1 Ausgleich. Die Vorlage machte Mike Modano. In der 23. Minute erzielte John LeClair das 2:1 zur Führung für die USA. Der Treffer im Powerplay wurde von Hull und Leetch vorbereitet. In der 28. Minute erhöhte abermals John LeClair auf 3:1. Diesmal waren Modano und Hull die Assistenten. Mit einem Schussverhältnis von 33:7 gingen die Amis zufrieden in die zweite Pause. Im Schlussabschnitt kam es dann für die Weißrussen noch ganz bitter. In der 45. Minute erzielte Scott Young das 4:1 auf Vorlage von York und Roenick. In der 51. Minute erhöhte Adam Deadmarsh auf 5:1. Der Treffer in Unterzahl wurde von Brian Rolston eingeleitet, der den Steilpass auf Deadmarsh spielte. In der 53. Minute folgte das 6:1. Wieder war es Scott Young der den Treffer erzielte. Roenick machte die Vorlage. In der 54. Minute fiel dann das 7:1 durch Bill Guerin. Tony Amonte war der Assistent. Den Schlussstrich zog abermals Bill Guerin mit dem 8:1 nach einer Vorlage von Deadmarsh und Rolston. Fazit: In dieser Form können die Amerikaner jeden Gegner schlagen!
Finnland - Russland 3:1 (29:26) / 6.360 Zuschauer waren in der Peaks Ice Arena um das Spiel zwischen Russland und Finland zu sehen. Und das Publikum bekam eine Eishockey-Gala vom Feinsten. Im ersten Drittel spielten eigentlich nur die Russen. Sie waren den Finnen läuferisch derart überlegen, dass diese nur schwer zu einigen Kontern kamen. Die Russen spielten, als wären die Finnen gar nicht da. Völlig ungehindert kamen sie ins Angriffsdrittel und konnten sich dort festsetzen. In der 8. Minute erzielte dann auch Pavel Bure das 1:0 nach einer Vorlage von Kravchuk. Er war völlig allein vor dem Torwart und schob die Scheibe sehr spät zwischen die Schoner ins Netz. Die Russen hatten noch einige gute Chancen, scheiterten aber immer wieder an Jani Hurme im Tor. Im zweiten Drittel sahen die Zuschauer eine vollkommen andere finnische Mannschaft. Sie spielten viel aggressiver, waren läuferisch plötzlich sehr stark und ließen den Russen kaum Luft zum Atmen. Und so erspielten sich die Finnen eine gute Chance nach der Anderen. In der 11. Minute lief dann Teemu Selänne allein auf Khabibulin zu und zirkelte die Scheibe sehr spät rechts um den Goalie herum ins Tor zum 1:1. Der Steilpass kam von Väänäänen. In der 17. Minute erzielte Miko Eloranta das 2:1 für Finnland. Die Vorarbeit leisteten Ylönen und Kapanen. Die Russen waren ziemlich geschockt, konnten aber kaum darauf reagieren, da die Finnen ihnen kaum eine Möglichkeit dazu boten. Zu Beginn des Schlusabschnitts hatten die Finnen ein Powerplay, dass sie schon nach 33 Sekunden zum 3:1 nutzten. Jere Lehtinen war der Torschütze, Kapanen und Niinimaa die Assistenten. Bis zum Schluss blieben die Finnen überlegen und gewannen verdient mit 3:1.
Tschechische
Republik - Kanada 3:3 (23:36) / Im E-Center
sahen 8.599 Zuschauer das Spiel der Tschechen gegen Kanada. Die Kanadier
hatten bisher keinen guten Eindruck bei diesem Turnier hinterlassen. Sie mußten
also einiges tun um siech zu rehabilitieren. Und das taten sie auch. Von Beginn
an spielten sie aggressiv und mit viel Druck. Die Kandier zeigten ein völlig
anderes Spiel als in den bisherigen Begegnungen. Man konnte deutlich eine Steigerung
im läuferischen wie auch im spielerischen Bereich erkennen. In den ersten
10 Minuten ließen sie den Tschechen nicht viele Möglichkeiten. In
der 11. Minute erzielte dann Mario Lemieux das 1:0. Den übersichtlichen
Pass von Scott Niedermayer verwertete er mit einem schnellen Handgelenkschuss
durch die Beine von Dominik Hasek. In der 19. Minute konnte aber Martin Havlat
das Spiel zum 1:1 ausgleichen. Jagr machte die Vorlage. Auch im zweiten
Abschnitt hatten die Kandier mehr vom Spiel und erspielten sich mehr Torchancen.
Aber zunächst konnte Martin Havlat in der 23. Minute mit seinem
zweiten Treffer die Tschechen mit 2:1 in Führung bringen. Kubina
hate den Treffer vorbereitet. Die Kanadier machten weiterhin viel Druck und
die Scheibe lief gut in den kanadischen Reihen. Es war offensichtlich, dass
sich die Stars mit dem Ahornblatt so langsam eingespielt hatten und nun auch
schöne Kombinationen zeigten. In der 39. Minute erzielte Mario Lemieux
mit seinem zweiten Treffer das 2:2. Es gab zunächst einige Unruhe
um den Treffer, da Hasek die Scheibe wohl in der Fanghand hatte, aber komplett
hinter der Torlinie lag. Erst nach dem Videobeweis wurde das Tor gegeben. Steve
Yzerman hatte den entscheidenden Pass gemacht. Im Schlussabschnitt war das Spiel
dann ausgeglichen. Lange Zeit ging es rauf und runter. Beide Torhüter,
Hasek und Brodeur, konnten sich einige Male auszeichnen. In der 14. Minute gelang
dann Jiri Dopita das 3:2, nach einem Fehler von Al MacInnis, dem
die Scheibe im eigenen Drittel versprang, die direkt vor Dopita landete. Roman
Hamrlik erhielt einen Assist. Die Kandier gaben aber nicht auf und drängten
auf den Ausgleich. In der 17. Minute gelang Joe Nieuwendyk das 3:3,
nach einer starken Vorarbeit von Theo Fleury und Jovanovski. Es blieb beim Unentschieden
und einem verdienten Punkt für beide Teams. Fazit: Wenn sich die
Kanadier noch etwas besser aufeinander einspielen, können sie den Olympiasieg
immer noch schaffen!
Schweden - Deutschland 7:1 (44:20) / In der Peaks Ice Arena waren 6.348 Zuschauer um das Spiel Schweden gegen Deutschland zu sehen. Für die Deutschen ging es nur noch darum sich so teuer wie möglich zu verkaufen. Für die Schweden galt es sich in Bestform zu halten für das Halbfinale, denn im Viertelfinale treffen sie auf Weißrussland, die wohl kaum eine große Gefahr darstellen. Die Deutschen konnten zwar gut dagegen halten, aber die Schweden nutzten ihre Chancen eiskalt aus. In der 5. Minute erzielte Markus Näslund das 1:0 für Schweden im Powerplay. Lidström und Sundström waren die Assistenten. In der 7. Minute machte Mats Sundin das 2:0. Diesmal waren Alfredsson und Dahlen die Vorbereiter. In der 10. Minute erhöhte Mikael Renberg auf 3:0. Öhlund und Ragnarsson erhielten einen Assistpunkt. Nach dem 3:0 ging Christian Künast vom Eis und machte Robert Müller Platz. Auch im zweiten Drittel hatten die Deutschen ihre Chancen, trafen aber nur das Aluminium. In der 24. Minute erzielte aber Mathias Johansson das 4:0. In der 28. Minute erhöhte Daniel Alfredsson auf 5:0. Mats Sundin machte die Vorlage. In der 35. Minute gelang dann Markus Näslund sein zweiter Treffer zum 6:0. Öhlund und Ragnarsson waren erneut die Assistenten. Im Schlussdrittel konnten die Deutschen ihr Tor etwas erfolgreicher verteidigen. In der 48. Minute erzielte aber Tomas Holmström das 7:0 nach Vorarbeit von Lidström und Sundin. In der 19. Minute gelang Seidenberg dann der Ehrentreffer zum 7:1 im Powerplay. Stefan Ustorf machte die Vorlage.
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Weißrussland
- Schweden 4:3 (19:47) / 7.240 Zuschauer
sahen im E-Center das erste Viertelfinale zwischen den Schweden und Weußrussland.
Die Schweden gingen als klarer Favorit in dieses Spiel. Die Weißrussen
spielten aber unerwartet stark im ersten Drittel. Nicklas Lidström
machte in der 4. Minute das 1:0 im Powerplay. Kenny Jönsson und
Michael Nylander machten die Vorarbeit. Wenige Minuten später erhielten
die Weißrussen erneut eine Strafe und es gab das zweite Überzahlspiel
für Schweden. Noch während des Powerplays gab es eine weitere Strafe
für Weißrussland und damit eine 5:3 Situation für die Skandinavier.
nach einem Fehlpass starteten die Außenseiter mit einem Konter und Mats
Sundin konnte den davoneilenden Stürmer nur noch mit einem Foul am Torschuss
hindern. Es gab eine Strafe für Schweden und Bully vor Tommy Salo. Weißrussland
gewann das Bully und Romanov schoss vom Bullykreis direkt aufs Tor. Der
Puck sauste an Salo vorbei ins rechte obere Eck. Damit stand es 1:1.
Matushkin und Kalyshny waren die Assistenten zum Treffer in Unterzahl. Nur kurze
Zeit später hatten die Weißrussen ein Powerplay und Dudik
erzielte völlig überraschend das 2:1 für den vermeintlichen
Außenseiter. Kovalev und Rasolko erhielten einen Assistpunkt. Auf der
anderen Seite hatten die Schweden zwar viele Torchancen, scheiterten aber immer
wieder an einem starken Andrei Mezin im Tor, der am Ende des ersten Abschnitts
bereits 20 Schüsse gehalten hatte. Dabei rette allerdings auch zweimal
der Pfosten. Doch auch Weißrussland hatte einige gute Chancen. Die Schweden
hatten offensichtlich große Probleme die weißrussischen Stürmer
in ihrem Verteidigungsdrittel in den Griff zu kriegen und so ging es mit einem
2:1 für die Außenseiter in die erste Pause. Auch im zweiten Abschnitt
waren die Schweden optisch zwar überlegen, kamen aber nicht so richtig
ins Spiel. Die Weißrussen waren spielerisch einfach nicht zu schlagen.
Zu gut standen sie in der Abwehr und versuchten möglichst Strafen zu vermeiden.
Mezin spielte stark und zum drittenmal half auch der Pfosten dabei.Aber im Powerplay
erzielte dann Michael Nylander das erlösende 2:2 für
Schweden. Dabei war das Powerplay an sich alles andere als gut. Nylander erzielte
den Treffer durch eine tolle Einzeaktion und lupfte die Scheibe ins rechte obere
Eck über Mezins Schulter. Sundin und Lidström erhielten einen Assistpunkt.
Auch im Schlussdrittel waren die Schweden die überlegene Mannschaft, aber
sie konnten ihre Überlegenehit nicht umsetzen. Einen bösen Fehlpass
von Jörgen Jönsson im eigenen Drittel nutzte dann Andrei Kovalev
zum 3:2 für Weißrussland. So langsam wurde es immer enger
für die Schweden. Aber einen Stockfehler von ? im Abwehrdrittel der Weißrussen
nutzte Mats Sundin zum 3:3. Nun wurden die Schweden auch physisch
stärker. Sie drängten nun mehr und mehr auf den Sieg. Andrei Mezin
hielt seine Mannschaft aber immer wieder im Spiel. Dann passierte das Unglaubliche.
Bei einem Konter der Weißrussen zog Kopat kurz hinter der blauen
Linie ab. Der Puck sauste auf Tommy Salos Maske zu. Der zog den Kopf ein und
versuchte die Scheibe mit dem Handschuh abzuwehren. Dabei lenkte er den Puck
zum 4:3 ins eigene Netz. Antonenko und Bekbulatov waren die Assistenten.
In den letzten zwei Minuten konnten die Schweden nicht mehr ausgleichen und
so war die erste Sensation dieser Olympischen Finalrunde perfekt. Trotz großer
Überlegenheit konnten die Schweden das Spiel nicht gewinnen. Der bessere
Goalie an diesem Abend hatte das Spiel entschieden.
Russland - Tschechische Republik 1:0 (27:41) / 5.219 Zuschauer sahen das zweite Viertelfinale in der Peaks Ice Arena zwischenn Russland und Titelverteidiger Tschechien. Keiner der beiden galt hier als Favorit. Es war wohl das ausgeglichenste Spiel in dieser Finalrunde. Von Beginn an waren die Tschechen besser im Spiel. Sie machten viel Druck und spielten mehr auf den Körper. So stand es nach nach fünf Minuten bereits 7:0 nach Schüssen für die Tschechen. Erst gegen Mitte des ersten Abschnitts kamen die Russen dann auch besser ins Spiel. Der erste Abschnitt endete aber mit 0:0. Im zweitenn Drittel waren dann auch die Russen physisch präsenter. Beide Teams spielten sehr schnell und mit viel Zug zum Tor. Und beide Torhüter, Dominik Hasek und Nikolai Khabibulin, konnten sich einige Male auszeichnen. Dann aber brachte Maxim Afinogenov in der 25. Minute Russland mit 1:0 in Führung. Nikolishin und Malakhov waren die Assistenten. Nun waren die Tschechen unter Zugzwang. Sie versuchten den Ausgleich zu erzwingen, scheiterten aber immer wieder an Khabibulin. Eine Konterchance konnte Alexei Kovalev nicht nutzen. Er tauchte allein vor Hasek auf, wartete sehr lange bis dieser runter ging, setzte dann aber den Puck nur an die Latte. Mit dem knappen 1:0 ging es in die zweite Pause. Im Schlussabschnitt spielten fast nur noch die Tschechen. Die verteidigenden Russen kamen nur vereinzelt zu Kontersituationen. Es gab kaum noch einen Spielaufbau auf Seiten der Russen. Der Druck der Tschechen wurde von Minute zu Minute größer. Aber Khabibulin war einfach nicht zu überwinden. Auch im Powerplay wollte es einfach nicht gehen. Zahlreiche Möglichkleiten ließen die Tschechen ungenutzt. Im Powerplay hatte Jiri Dopita einen Lattenschuss. Die Tschechen verlangten den Videobeweis. Der zeigte ganz klar: Latte. Egal was die Tschechen auch machten, es hatte keinen Erfolg. Khabibulin entschärfte alles was da kam. Und so bleib es beim 1:0 für Russland. Wieder Mal hatte die eigentlich unterlegene Mannschaft dank einer herausragenden Torwartleistung gewonnen.
USA - Deutschland 5:0 (33:28) / 8.599 Zuschauer waren im E-Center um das dritte Viertelfinale zwischen Gastgeber USA und Deutschland zu sehen. Die USA gingen als Favorit in dieses Spiel. Die Amerikaner hatten seit 1932 kein Spiel mehr bei einer Olympiade auf amerkanischem Boden verloren. Bei drei Olympischen Spielen im eigenen Land gab es 19 Siege und 3 Unentschieden. Das machte wohl auch diemal die große Stärke des US Teams aus, ihr Siegeswille und ihr Kampfgeist. Im ersten Drittel konnten die Deutschen gut mithalten. Sie spielten mit ihrem bewährten Defensivsystem, bei dem vier Spieler die blaue Linie halten und einer ein aggressives forechecking betreibt. Der Schiedsrichter pfiff sehr kleinlich, was allerdings auf die Anweisungen der IIHF zurück zu führen war. Zudem war der Schiri nicht aus der NHL sondern ein Schwede. Die Amerikaner begannen sehr vorsichtig, denn sie wußten wie stark die Deutschen waren. Und so dauerte es bis zur 14. Minute. Jeremy Roenick erzielte das 1:0 für die USA im Powerplay. Dabei spielten die Amerikaner mit 5:3, da Erich Goldmann wegen eines Stockschlags ins Gesicht von John LeClair fünf Minuten plus eine Spieldauerstrafe erhalten hatte. LeClair blutete recht stark aus dem Mund, weshalb die Disziplinarstrafe ausgesprochen wurde. Rafalski und Weight erhielten einen Assistpunkt. Marc Seliger hatte noch einige gute Paraden, aber mit diesem knappen Ergebnis ging es in die erste Pause. Im zweiten Spielabschnitt erzielte Brett Hull schon nach 46 Sekunden das 2:0. Ein Schuss von Chris Chelios wurde vom Schläger von Jan Benda abgefälscht. Hull tippte mit der Schlägerspitze den Puck nochmals an und lenkte ihn so ins Netz. In der 5. Minute erhielt Kunce seine dritte Strafe im Spiel. Er schlug John LeClair erneut mit dem Schläger ins Gesicht, erhielt dafür aber keine Spieldauerstrafe. In der 10. Minute erhöhte Tony Amonte auf 3:0. Er passte vor dem Tor zu Roenick, der allerdings nicht abzog sondern zurück passte. Amonte selbst jagte die Scheibe dann ins Tor. In der 11. Minute erzielte John LeClair mit dem 4:0 bereits seinen sechsten Turniertreffer. Housley und Modano waren die Vorbereiter. In der 12. Minute folgte dann noch das 5:0 erneut durch Brett Hull. Diesmal waren Modano und LeClair die Assistenten. Damit war das Spiel endgültig entschieden. Nach dem fünften Treffer ging Marc Seliger vom Eis und Robert Müller kam für ihn ins Tor. Im Schlussabschnitt spielten die Amerikaner nun recht locker und ohne Druck. Der letzte Biss fehlte allerdings jetzt. Sie hatten zwar noch einige gute Möglichkeiten, doch Müller war immer auf der Höhe. Die Deutschen spielten ihr Spiel bis zum Schluss anständig runter und kamen ebenfalls noch zu der einen oder anderen Torchance. Mike Richter ließ aber keinen Treffer zu und so blieb es beim 5:0. Alles in allem hat die deutsche Mannschaft sich teuer verkauft und alles gegeben. Letztendlich waren aber die Amerikaner die erfahrenere und reifere Mannschaft, was am Ende den Unterschied ausmachte.
Kanada
- Finnland 2:1 (34:19) / 8.599 Zuschauer sahen im E-Center
das letzte Viertelfinale zwischen dem sechsmaligen Olympiasieger Kanada und
dem Bronzemedaillengewinner von Nagano. Vor vier Jahren hatten die Finnen im
Spiel um Platz drei die Kanadier mit 4:2 geschlagen und sie ohne Medaille nach
Hause geschickt. Dafür wollten sich die Kanadier nun revanchieren. keines
der beiden Teams galt als Favorit. Beide hatten einen schlechten Start ins Turnier,
konnten aber mit einer starken Leistung im letzten Spiel beeindrucken. Die Kanadier
kamen von Beginn an sehr gut ins Spiel. Sie waren taktisch hervorragend eingestellt,
spielten physisch stak und zeigten mitunter sogar einige Kabinetstückchen.
Nach genau 3 Minuten erzielte Joe Sakic das 1:0 für Kanada.
Er erhielt einen Kurzpass von Simon Gagne und schob Jani Hurme die Scheibe zwischen
die Schoner. Die Kanadier waren im ersten Drittel deutlich überlegen. Sie
hatten viele gute Chancen, die sie aber alle ungenutzt ließen. Stets scheiterten
sie an Hurme. So ging es mit einem schmeichelhaften 0:1 Rückstand für
die Finnen in die erste Pause. Im Mittelabschnitt bot sich den Zuschauern ein
ähnliches Bild. Die Kanadier machten viel Druck und bestimmten das Spiel.
Nur vereinzelt kamen die Finnen zu Konterchancen. Die Kanadier spielten gut
nach vorne, standen solide in der Abwehr und spielten vor allem sehr diszipliniert.
Zwar kamen die Finnen nun etwas beser ins Spiel, doch die Überlegenheit
Kanadas war auch im zweiten Abschnitt deutlich zu sehen. In der 16. Minute erzielte
dann Steve Yzerman das 2:0 auf Vorlage von Mario Lemieux. Er bekam
den Querpass von Lemieux und zog aus dem Handgelenk über den am Boden liegenden
Torwart ins Netz. Doch wer nun dachte das Spiel sei gelaufen, irrte sich. Nur
20 Sekunden später machte Hagman auf Vorlage von Kallio das 2:1.
Das eine oder andere Mal mußte auch Brodeur eingreifen, doch insgesamt
hatten die Kanadier das Spiel gut im Griff. Jani Hurme verhinderte auch im zweiten
Drittel einen höheren Rückstand. Im Schlussabschnitt wurden die Kanadier
dann sehr passiv und warteten an der blauen Linie ganz im Stil der Deutschen.
Damit überließen sie den Finnen die Initiative. Und das ging fast
daneben. Wie schon im Spiel gegen Russland wurden die Finnen immer stärker
und machten Druck auf das Tor von Brodeur. Die beste Chance hatte allerdings
nochmals Joe Sakic, der einen Pass von Iginla vor das finnische Tor and die
Querlatte lupfte. Das Schlussdrittel war nach Chancen dann auch ausgeglichen.
Es blieb aber beim 2:1 für Kanada. Fazit: Mit einer soliden Defensivleistung,
physischer Präsenz, einem guten Aufbauspiel und viel Disziplin erarbeiteten
sich die Kanadier diesen Sieg. Bemerkenswert: Beide Teams erhielten trotz höchster
Intensität nur eine Strafe.
Kanada
- Weißrussland 7:1 (51:14) / 8.599 Zuschauer sahen das erste
Halbfinale zwischen Kanada und Weißrussland im E-Center. Kanada
ging als klarer Favorit in das Spiel, wohlwissend, dass man die Überraschungsmannschaft
aus Weißrussland nicht unterschätzen darf. Und so begannen die Kanadier
gleich von der ersten Minute an mit viel Druck, Zug zum Tor und einer sicheren
Abwehr. Die Scheibe lief sehr gut in den kanadischen Reihen. In der 7. Minute
erzielte Steve Yzerman bereits das 1:0 für Kanada. Sakic
und Blake erhielten einen Assistpunkt. Die Weißrussen kamen kaum aus ihrem
eigenen Drittel, geschweige denn zu Torchancen. Aber in der 14. Minute machte
Ruslan Salei das 1:1. Einen abgeblockten Schuss bekam er auf den
Schläger und zog einfach von Höhe des rechten Bullykreises ab. Die
Scheibe rutschte an Mike Richter vorbei ins Netz. Aber die Kanadier waren gewarnt.
Die Außenseiter hatten Schweden völlig überraschend mit 4:3
geschlagen und dabei ähnlich unterlegen ausgesehen. Eric Brewer
gelang in der 18. Minute der erneute Führungstreffe zum 2:1. Yzerman
machte die Vorlage. Insgesamt lautete das Schussverhältnis am Ende des
ersten Drittels 17:3 für Kanada. Dabei hatte Andrei Mezin im Tor der Weißrussen
stark gehalten, aber auch der Pfosten rettete dreimal vor einem weiteren Treffer
der Kanadier. Im zweiten Spielabschnitt kamen die Außenseiter zwar etwas
mehr ins Spiel, waren aber dennoch chancenlos. Zu stark spielten die Kanadier
in der Defensive und erstickten jede Möglichkeit schon im Ansatz. Man hatte
auch nicht den Eindruck, als wollten die Weißrussen dieses Spiel noch
drehen. Vielmehr sah es so aus, als sei man mit dem Erreichten zufrieden. Im
Powerplay erzielte Scott Niedermayer in der 23. Minute das 3:1
nach Vorarbeit von Lemieux und Kariya. Kurz darauf gab es den vierten Pfostenschuss
der Kanadier. In der 34. Minute erhöhte Paul Kariya nach Vorlage
von Yzerman und Lemieux auf 4:1. Danach ging Mezin entnervt vom Eis und
Shabanov kam ins Tor. Er konnte schlimmeres zunächst verhindern. Auch nach
40 Minuten sprach das Schussverhältnis mit 32:9 Schüssen deutlich
für Kanada. Im Schlussabschnitt lief dann alles nur noch in eine Richtung.
Die Weißrussen wollten oder konnten nicht dagegen halten. In der 46. Minute
machte Simon Gagne in Unterzahl mit seinem ersten Turniertreffer das
5:1. Er erhielte einen herrlichen Flippass von Peca den er gekonnt um
den Torwart herumschlänzte. Im Powerplay erhöhte dann Eric Lindros
in der 53. Minute auf 6:1. Smyth und Nolan waren die Assistenten. Den
Schlussstrich zog dann Jarome Iginla mit seinem ersten Turniertreffer
zum 7:1. Sahanahan machte die Vorlage zum letzten Tor. Fazit:
Die Überlegenheit der Kanadier war so drückend, dass man zeitweise
dachte, die Weißrussen wollten gar nicht ins Finale. Für Kanada lief
alles wie in einem Trainingsspiel. Natürlich hatten sie auch das Spiel
gegen Schweden gesehen und sich dementsprechen darauf eingestellt. Aber noch
nie war eine Manschaft wohl so leicht ins Halbfinale eingezogen.
USA
- Russland 3:2 (49:30) / 8.599 Zuschauer
sahen das zweite und aus Sicht der amerkanischen Zuschauer wohl interessantere,
zweite Halbfinale im E-Center. Und es war wie in eine Hollywood Drehbuch.
Am Tag genau vor 22 Jahren, am 22. Februar 1980, bei den Olympischen Spielen
in Lake Placid, hatten die Amerikaner die Russen mit 4:3 besiegt und das "Miracle
on Ice" war Wirklichkeit geworden. Wie auch diesmal, hatten die Amerikaner
auch damals schon zuvor gegen Russland in der Vorrunde mit 2:2 gespielt und
danach im Viertelfinale Deutschland ausgeschaltet. Also eine Wiederholung der
Geschichte lag in der Luft. Und die Amis begannen sehr druckvoll und höchst
konzentriert. Im ersten Dritel hate man den Eindruck sie wollten den Torwart
aus der Halle schießen. Sie feuerten aus allen Lagen und nutzten jede
noch so kleine Möglichkeit zum Schuss. Die Russen dagegen schienen keine
richtige Lust zu haben, oder hatten sich gegen die Tschechen verausgabt. Und
so passierte was passieren mußte. Bill Guerin erzielte im Powerplay
in der 16. Minute das 1:0 für die USA. Am Ende des Drittels lautete
das Schussverhältnis unglaubliche 20:4 für die Amerikaner. Im zweiten
Spielabschnitt ging es da weiter wo man im ersten Drittel aufgehört hatte.
Die USA machten Druck und spielten sich in einen Rausch. Die Russen sahen nur
zu und kamen lediglich zu vereinzelten Torchancen. In der 28. Minute erzielte
Scott Young erneut im Powerplay das 2:0. Housley und Leetch waren
die Assistenten. Von den Russen kam auch danach kein Aufbäumen, sich dagegen
stemmen. Kein Körpereinsatz und keine schönen Kombinationen. Sie wirkten
wie gelähmt. Kamen sie mit dem Druck nicht zurecht? In der 18. Minute erhöhte
Phil Housley abermals im Powerplay auf 3:0. Amonte machte den
entscheidenden Pass. Mit einem Schussverhältnis von 38:11 ging es in die
zweite Pause. Im Schlussabschnitt hieß es bereits nach 7 Sekunden 3:1.
Alexei Kovalev tanzte sich durch die noch nicht ganz wache Abwehr der
USA und netzte ein. Markov und Tverdovsky erhielten einen Assistpunkt. Was nun
folgte war kaum zu glauben. Es war, als hätten beide Mannschaften die Trikots
vertauscht. Die Russen spielten nun druckvoll und aggressiv nach vorne. Auch
der nötige Körpereinsatz war nun da. Und die Amerikaner kamen mächtig
ins Schleudern. Völlig überrascht von der plötzlichen Sinneswandlung
der Russen konnten sie kaum etwas unternahmen außer zu reagieren. Nur
drei Minuten später erzielte Vladimir Malakhov das 3:2 von
der blauen Linie. Genau diese Aktionen hatten die Russen in den beiden ersten
Abschnitten vermissen lassen. Der Zug zum Tor und der Wille zu gewinnen war
nun da. Aber die USA kamen dadurch natürlich zu einigen gefährlichen
Kontern. Das Spiel wurde bis zum Schlus immer dramatischer, aber keiner Mannschaft
gelang es einen entscheidenden Vorteil zu erlangen und so blieb es auch in den
Schlussminuten, als die Russen den Goalie aus dem Tor genommen hatten und drei
Bullies in Folge vor Mike Richter hatten. Am Ende blieben die USA verdient der
Sieger und das "Miracle on Ice" war wiedergeboren. Fazit: Mit einer
starken Leistung spielten sich die Amis ins Finale und es kommt nun tatsächlich
zum Traumfinale zwischen Kanada und den USA.
Russland - Weißrussland 7:2 (45:23) / 8.599 Zuschauer sahen das Spiel um die Bronzemedaille zwischen Russland und Weißrussland im E-Center. Der große Favorit waren natürlich die Russen. Aber man durfte Weißrussland nicht unterschätzen, das wußten auch die NHL Stars der russischen Mannschaft. Das erste Dritel begann gleich mit viel Druck und hohem Temtpo der Russen. Aber auch Vorsicht war den russischen Spielern anzumerken. In der 6. Minute erzielte Alexei Kovalev das 1:0 nach einer Vorlage von Larionov. Aber auch die Weißrusssen hatten ihre Chancen. Sie spielten frei und ungezwungen, denn sie hatten nichts zu verlieren. In der 10. Minute gelang dann auch Dimitri Pankov der Ausgleich zum 1:1. Vladimir Tsyplakov machte die Vorlage. Nun waren die Russen gewarnt. Sie wollten nicht den gleichen Fehler begehen wie zuvor bereits die Schweden. In der 12. Minute machte Darius Kasparaitis das 2:1 zur erneuten Führung für Russland. Larionov und Kovalev waren die Assistenten. Nach dem zweiten Trefer Russlands ging Andrei Mezin vom Eis und für ihn kam wieder mal Shabanov ins Tor. Nach Beendigung des ersten Drittels zeigte das Schussverhältnis von 15:10 zwar Vorteile für Russland, doch die Weißrussen konnten mithalten. Im zweiten Abschnitt bot sich den Zuschauern ein ähnliches Bild wie im Ersten. Russland gab den Ton an, mußte sich aber stets vorsehen, denn die Außenseiter waren immer gefährlich durch ihre schnellen Konter. In der 22. Minute machte dann auch Dudik den erneuten Ausgleich zum 2:2. Kopat bereitete den Treffer vor. Aber nur etwas zwei Minuten später erzielte Oleg Tverdovsky mit dem 3:2 zum drittenmal die Führung für Russland. Den Powerplaytreffer bereiteten Fedorov und Yashin vor. Pavel Datsyuk erzielte nur wenige Sekunden darauf das 4:2 nach Vorlage von Igor Kravchuk. Auch das zweite Drittel ging mit 12:9 Schüsen mit leichten Vorteilen an Russland. Im Schlussabschnitt drehten die Russen dann nochmal richtig auf. Weißrussland kam nun kaum noch zum Luftholen. In der 48. Minute erzielte Alexei Kovalev mit seinem zweiten Treffer das 5:2 nach Vorlage von Datsyuk und Larionov. Die Weißrussen kamen nur selten mal zu einem geordneten Gegenangriff. In der 13: Minute machte Pavel Bure das 6:2. Wieder war Datsyuk an dem Treffer beteiligt. Shabanov hatte eine Menge zu tun im Schlussabschnitt. Er hielt gut und vereitelte einige tolle Chancen der Russen. Erst in der letzten Minute gelang Maxim Afinogenov der Schlusstrich mit dem 7:2. Samsonov und Malakhov waren diesmal die Assistenten. Fazit: Mit dieser leistung und dieser Einstellung wäre gegen die USA vielleicht mehr drin gewesen.
Kanada
- USA 5:2 (39:33) / Im Schatten der Wasatch Mountains erhobern sich die
Kanadier gestern zurück auf den Gipfel der Eishockeywelt! 8.599 Zuschauer
sahen ein packendes und dramatisches Finale zwischen den USA und Kanada im
E-Center. Dabei war ein große Brisanz in diesem Spiel. Noch einen
Tag zuvor hatten die Amerikaner das "Miracle On Ice" wiederholt,
indem sie wieder im Halbfinale die Mannschaft aus Russland mit 3:2. besiegte.
Nun galt es für Kanada einen kanadischen Traum zu erfüllen. Eine
ganze Nation erwartete mit großer Hoffnung einen Sieg der kanadischen
Mannschaft um die erste Olmypische Goldmedaille seit genau 50 Jahren endlich
wieder für Kanada, dem Mutterland des Eishockey, zu erringen. Die Kanadier
begannen sofort mit Druck und erspielten sich gleich gute Torszenen. Die Amerikaner
wirkten in der Abwehr nicht so sicher, wie die erst drei bisherigen Gegentore
vermuten ließen. Sie standen ziemlich unter Druck, brachten sich aber
mit guten Kontern immer wieder selbst zu guten Tormöglichkeiten. In der
4. Minute erhielt Scott Niedermayer eine Strafe und die USA hatten ihr erstes
Powerplay. Sie hatten zwar einige gute Schussmöglichkeiten, doch Brodeur
ließ keinen Gegentreffer zu. In der 9. Minute war es dann aber Doug
Weight, der einen Querpass der Kanadier im Drittel der USA mit dem Schläger
abfing und die Scheibe nach vorne stocherte. Tony Amonte erhielt den
Puck und jagte ins Angiffsdrittel. Es kam zu einer zwei auf eins Situation
und eiskalt zog er die Scheibe an Martin Brodeur vorbei zum 1:0 für
die USA. Weight und Poti erhielten einen Assistpunkt. Die Kanadier machten
weiter das Spiel. Immer wieder kamen sie gefährlich aufs Tor. In der
11. Minute bekam Fleury eine Strafe und wieder erhielten die US Spieler eine
Überzahlsituation. Doch auch diese konnten sie nicht nutzen. In der 15.
Minute erzielte dann Paul Kariya den Ausgleichstreffer zum 1:1.
Das Zuspiel kam von Lemieux und Pronger. Die USA blieben weiterhin unter Druck.
Mike Richer konnte sich einige Male auszeichnen. In der 19. Minute machte
dann aber Jarome Iginla das 2:1 zur Führung für Kanada.
Sakic und Gagne waren diesmal die Assistenten. Mit diesem Ergebnis ging es
in die erste Pause. Auch im zweiten Abschnitt spielten die Kanadier gleich
wieder mit viel Druck und aggressiven Forechecking. Die Kanadier spielten
stark in der Offensive und Richter haten viel zu tun. Doch auch Brodeur brauchte
sich über manglende Arbeit nicht zu beklagen. Zwar waren die USA unter
Druck, konnten aber ebenso gefährlich zu Torchancen kommen wie ihre Gegner.
Die USA erhielten in der 30. Minute eine Strafe. Bret Hull mußte wegen
Hakens vom Eis. Kurz darauf gab es die nächste Strafe für Miller
und Kanada hatte nun eine 5:3 Überzahl. Nach einigen Kurzpässen
der Kanadier erhielte Mario Lemieux die Scheibe auf den Schläger. Richter
lag auf dem Boden und er brauchte die Scheibe nur noch ins leere Netz zu zirkeln.
Aber traf nur den Pfosten. Er konnte es selbst nicht fassen und schüttelte
nur den Kopf. Die USA überstanden die Situation schadlos und wurden nun
stärker. Dann gab es eine Strafe für MacInnis. In der 36. Minute
erzielte dann Brian Rafalski im Powerplay den Ausgleich zum 2:2
für die USA. Er jagte den Puck Richtung Tor und die Scheibe prallte
von Prongers Stock direkt zwischen allen Spielern hindurch in Netz. Modano
und Hull waren die Vorbereiter des Treffers. das Spiel drohte nun zu kippen.
In der 19. Minute erhielt Roenick eine Strafe und Kanada somit die Möglichkeit
doch noch mit einem Powerplaytreffer zu kontern. Und es war Joe Sakic
der den Treffer zum 3:2 machte. Jovanovski und Blake erhielten einen
Assistpunkt. Mit der knappen Führung ging es in die zweite Pause. Nun
standen die USA im Schussabschnitt unter Druck. Die Kanadier änderten
ihr System und spielten nun nicht mehr so aggressiv nach vorne sondern versuchten
die blaue Linie früher dicht zu machen. Die USA gewannen nun etwas mehr
die Oberhand. Sie spielten nun aggressiv nach vorne und ging früh auf
den Gegner. So wog es ständig hin und her. Bis zur 17. Minute. Dann machte
Jarome Iginla das erlösende 4:2. Yzerman und Sakic waren die Assistenten.
Joe Sakic war es auch, der den Schlussstrich zog und alle Hoffnungen
der USA begrub. Mit einem starken Alleingang machte er das 5:2. Er
setzte sich gegen den Verteidiger durch und zog aus dem Handgelenk zwischen
Richter's Schoner ins Netz. Damit besiegelte er den Sieg und die erste Olympische
Goldmedaille seit 50 Jahren für Kanada. Er war mit 2 Toren und "
Assists an allen Toren bis auf eins beteiligt. Joe Sakic wurde dann
auch als MVP des Turniers ausgezeichnet. Und erhielt im Anschluss mit
der gsamten Mannschaft die Goldmedaille überreicht.

Olymiasieger 2002: Team Canada

MVP Joe Sakic
|
|
|
Mike Richter
|
|
|
|
Brian Leetch
|
|
Chris Chelios
|
||
|
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|
|
|
|
|
John LeClair
|
|
Joe Sakic
|
||
|
|
|
Mats Sundin
|
|
|
Scoring Leaders
| Rk | No | Name | Team | Pos | GP | G | A | TP | PIM | +/- |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 13 | SUNDIN, Mats | SWE | F | 4 | 5 | 4 | 9 | 10 | 4 |
| 2 | 16 | HULL, Brett | USA | F | 6 | 3 | 5 | 8 | 6 | 4 |
| 3 | 10 | LE CLAIR, John | USA | F | 6 | 6 | 1 | 7 | 2 | 2 |
| 4 | 91 | SAKIC, Joe | CAN | F | 6 | 4 | 3 | 7 | 0 | 6 |
| 5 | 81 | HOSSA, Marian | SVK | F | 2 | 4 | 2 | 6 | 0 | 5 |
| 6 | 19 | AESCHLIMANN, J-J | SUI | F | 4 | 3 | 3 | 6 | 2 | 0 |
| 12 | BOZON, Philippe | FRA | F | 4 | 3 | 3 | 6 | 2 | 1 | |
| 8 | 48 | SOCCIO, Leonard | GER | F | 7 | 3 | 3 | 6 | 8 | 3 |
| 9 | 66 | LEMIEUX, Mario | CAN | F | 5 | 2 | 4 | 6 | 0 | 4 |
| 10 | 19 | YZERMAN, Steve | CAN | F | 6 | 2 | 4 | 6 | 2 | 4 |
| 11 | 5 | LIDSTROM, Nicklas | SWE | D | 4 | 1 | 5 | 6 | 0 | 2 |
| 12 | 9 | MODANO, Mike | USA | F | 6 | 0 | 6 | 6 | 4 | 2 |
| 13 | 9 | ROZENTHAL, Maurice | FRA | F | 4 | 4 | 1 | 5 | 2 | 0 |
| 14 | 49 | KATHAN, Klaus | GER | F | 7 | 3 | 2 | 5 | 0 | 3 |
| 15 | 12 | MACIJEVSKIS, Aleksandrs | LAT | F | 4 | 2 | 3 | 5 | 0 | 4 |
| 16 | 17 | NIZIVIJS, Aleksandrs | LAT | F | 4 | 2 | 3 | 5 | 2 | 2 |
| 17 | 68 | JAGR, Jaromir | CZE | F | 4 | 2 | 3 | 5 | 4 | 3 |
| 18 | 19 | PAVLIKOVSKY, Rastislav | SVK | F | 4 | 2 | 3 | 5 | 6 | 2 |
| 19 | 11 | ALFREDSSON, Daniel | SWE | F | 4 | 1 | 4 | 5 | 2 | 4 |
| 20 | 6 | HOUSLEY, Phil | USA | D | 6 | 1 | 4 | 5 | 0 | 5 |
| 21 | 97 | ROENICK, Jeremy | USA | F | 6 | 1 | 4 | 5 | 2 | 2 |
| 22 | 2 | LEETCH, Brian | USA | D | 6 | 0 | 5 | 5 | 0 | 2 |
| 23 | 8 | FANDULS, Vyacheslavs | LAT | F | 4 | 4 | 0 | 4 | 2 | -1 |
| 24 | 48 | YOUNG, Scott | USA | F | 6 | 4 | 0 | 4 | 2 | 2 |
| 25 | 13 | GUERIN, Bill | USA | F | 6 | 4 | 0 | 4 | 4 | 1 |