Autor Thema: CHL  (Gelesen 2297 mal)

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Re: CHL
« Antwort #36 am: 10. Juni 2020, 15:58:25 »
Frisch, froom, fröhlich, frei kommt jetzt noch eine Krachermeldung:

Aber der Saison 2023/24 wird die CHL nur noch aus 24 Teilnehmern bestehen - aus mindestens 12 Ligen. Und eine Liga hat maximal vier Teams am Start.
Im Umkehrschluss wird das wohl bedeuten: die sechs Gründerligen werden alle mindestens einen Startplatz abgeben müssen, dazu wird wohl (naheliegende Vermutung) der Continental-Cup-Sieger keinen Startplatz mehr bekommen. Man erhofft sich davon eine gesteigerte Qualität und vor allem mehr Einnahmen pro Team, dadurch eine höhere Attraktivität  :gruebel:
Das Ganze ist Teil eines großen Marketing Deals, der ab 2023 dann gültig ist. Ob die Rechnung aufgeht - da bin ich mal gespannt.
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Re: CHL
« Antwort #35 am: 10. Juni 2020, 14:56:14 »
So Arbeitszeit will genutzt werden, auf gehts mit den nächsten beiden Duellen  :grins:

HC Ocelari Trinec - HK Yunost Minsk
Der tschechische Meister von 2019 gegen den aktuellen weissrussischen Meister. Trinec ist Dauergast in der CHL, stand sogar einmal im Halbfinale und musste zuletzt zweimal in der Vorrunde die Segel streiche. Yunost hingegen wird das vierte Mal in der CHL aktiv sein und schafftes im letzten Jahr erstmals ins Achtelfinale - einen Punkt vor Trinec übrigens. Daher dürfen wir uns bei dieser Neuauflage auf zwei spannende Spiele freuen. In der letzten Saison gewann Minsk in Belarus mit 2:0, das Rückspiel gewann Trinec aber klar mit 7:2.

Trinec Abgänge: G Petr Kvaca (Bili Tygri Liberec), D Lukas Krajicek (Auszeit), D Jakub Matyas (LHK Jestrabi Prostejov/CZE2), D Vladimir Roth (unbekannt), F Martin Adamsky (HZ Havirov/CZE2), F Jan Hladonik (HC Karlovy Vary), F Rostislav Martynek (HC Frydek-Mistek/CZE2), F Stepan Novotny (Auszeit), F Jiri Polansky (vermutlich Karriereende), F Roman Szturc (Ziel unbekannt)

Trinec Zugänge: G Nick Malik (Soo Greyhounds/OHL), D Patrik Husak (HC Poruba/CZE2), D Jan Jaromersky (HC Olmütz/Extraliga), F Daniel Kurovsky (HC Vitkovice/Extraliga), F Radek Vesely (HZ Havirov)

Böse Zungen würden vermutlich sagen, dass Trinec in der letzten Saison ein Team der alten Männer war. Gleich zehn Spieler im Kader waren zum Saisonende 33 oder älter. Einige davon werden nun gehen, darunter Kapitän Krajicek. Ebenfalls weh tun werden die Abgänge von Kvaca und Roth. Und gerade den Goalie bekommt man meines Erachtens noch nicht gut ersetzt. Stepanek ist zwar gut und erfahren, aber von Malik halte ich wenig. Spannend ist Verteidiger Husak, der zuletzt in der zweiten Liga einen großartigen offensivverteidiger gab und jetzt nochmal eine Chance in der Extraliga bekommt. Ansonsten setzt Trinec auf ein recht eingespieltes Team mit bekannten Namen aus KHL und NHL. Petr Vrana, Matej Stransky, Martin Ruzicka - um mal drei zu nennen.

Minsk Abgänge: D Daniil Bokun (Dynamo St. Petersburg/VHL), D Artyom Lesnikov (Shakhter Soligorks/Extraliga BLR), D Vladislav Yeryomenko, F Artyom Anosov, F Alexander Kogalev (beide Dinamo Minsk/KHL), F Dmitri Kolgotin (HK Sochi/KHL), F Andrei Pavlenko (Dinamo Minsk)

Minsk Zugänge: G Sergei Bolshakov (HK Ryazan/VHL), G Rostislav Zinovenko (ORG Junior Beijing/MHL), D Anton Fedorenchik (Belarus U18), D Roman Tatalin (Humo Tashkent/VHL), D Alexei Vinogradov (Izhstal Izhevsk/VHL), F Yegor Buyalsky (ORG Junior Beijing), F Daniil Martynov (Belarus U20), F Denis Mingaleyev (Gornyak Uchaly/VHL), F Maxim Rasseikin (Gornyak Uchaly/VHL), F Pavel Razvadovsky (Ertis Pavlodar/KAZ), F Kirill Tyutyayev (Avto Yekaterinburg/MHL)

Weissrussland hat ja als einziges Land die Saison beendet und somit auch offiziell einen Meister gekürt. Und das ist dieser Gemischtwarenladen aus Minsk. Yunost ist eine Mischung aus Resterampe und Farmteam für Dinamo. Dass die aber durchaus zocken können, haben sie in der letzten CHL-Saison bewiesen. Als Außenseiter Trinec, Lausanne und Lahti Punkte abzuknöpfen mag was heißen. Deshalb und aufgrund der noch nicht sei weitreichenden Kaderplanung ist Yunost verdammt schwer einzuschätzen. Klar ist für mich, dass der Abgang von Kolgotin nach Sochi wohl das größte Loch reißt. Ansonsten wird Yunost für einen Westeuropäer eine echte Wundertüte.

Fazit: Ich bin gespannt, ob Minsk nochmal so eine Truppe wie in der letzten Saison zusammenbekommt. Wenn ja, dann machen sie es Trinec richtig schwer. So oder so gehe ich aber davon aus, dass sich Trinec durchsetzen wird.

Red Bull Salzburg - Tappara Tampere
Das wohl beste Team der letztjährigen EBEL-Saison gegen das zweitbeste Team der Liiga - da haben die Ösis ein echtes Brett zu bohren. Vor allem kommen da zwei CHL-Schwergewichte. Salzburg war fünfmal dabei, immer in der KO-Phase und einmal im Halbfinale. Tampere war sogar in jeder Saison dabei, schaffte es aber nie weiter als ins Achtelfinale. Beide Teams trafen 2017/18 in der Gruppenphase aufeinander - siegreich war jeweils Tappara.

Red Bull Salzburg Abgänge: D Brendan Mikkelson (MODO Hockey/SHL), F Raphael Herburger (HC Lugano)

Red Bull Salzburg Zugänge: noch keine

In der Mozartstadt sind die Planungen für die Saison eingefroren. Warum könnte bestimmt Kollege Schluchti aka Parise beantworten  :augenzwinkern: Andererseits steht das Grundgerüst, die Topscorer Hughes und Kolarik sind ebenso an Bord geblieben wie Kapitän Thomas Raffl oder Goalie Lamoureux. Der feststehende Abgang von Mikkelson ist, denke ich verkraftbar, der von Herburger dürfte auch bei RB ein Loch reißen. Ansonsten darf man gespannt sein, wen oder was die Bullen noch aus dem Hut zaubern - denn der eine oder andere Kontingentspieler dürfte sicherlich den Weg zu den Brause-Euros finden.

Tappara Abgänge: G Michael Garteig (Ziel unbekannt), D Tuuka Mäntylä (Karriereende), D Veli-Matti Vittasmäki (Severstal Cheveropets), D Jeremi Wehmas (Koovee Tampere/FIN2), F Juhani Jasu (TPS Turku/Liiga), F Jere Karjalainen (HK Sochi), F Tyler Morley (Skelleftea AIK/SHL)

Tappara Zugänge: G Dominik Hrachovina (Bili Tygri Liberec), G Kari Piiroinen (Windsor Spitfires/OHL), D Santtu Kinnunen (Pelicans Lahti/Liiga), D Michal Moravchik (HC Litvinov/Extraliga), D Jiri Pärssinen (TPS Turku Nachwuchs), F Jere Henriksson (Jokerit Nachwuchs), F Jukka Peltola (Sibir Novosibirsk/KHL), F Petteri Puhakka (Kärpät Nachwuchs), F Jiri Smejkal (Sparta Prag/Extraliga)

Die Kaderplanungen in Tampere sind schon weit fortgeschritten. Offiziell stehen schon 30 Spieler unter Vertrag, nimmt man den Nachwuchs raus hat man immer schon ein gesundes Gerüst von etwa 20 Spielern. Die Abgänge sind aber nicht ohne: Mäntylä hatte viel Erfahrung, Vittasmäki war ein guter Stay-at-home-Defender und über die offensiven Qualitäten von Karjalainen und Morley muss man nicht viel sagen - da reicht ein Blick in die Stats. Bei den Zugängen stechen der vorher schon bei mir angesprochene Hrachovina und Offensivverteidiger Moravchik heraus... wobei: da kommt der ehemalige Kapitän Peltola wieder zurück. Da darf man gespannt sein, was der noch im Tank hat. Ansonsten hat man eine eingespielte Truppe, die unter Garantie noch mit einem oder zwei Legionären verstärkt wird.

Fazit: Ist Salzburg chancenlos? Nein.... wird Salzburg gewinnen? Auch nein. Ich denke, es kann ein enges Duell werden, aber letztlich wird sich Tampere knapp durchsetzen.
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Re: CHL
« Antwort #34 am: 10. Juni 2020, 12:02:24 »
Kärpät Oulu - Aalborg Pirates
Das beste Team der vergangenen Liiga-Saison gegen den Meister der Metal Ligaen. Das verspricht auf den ersten Blick natürlich tolles Hockey, aber machen wir uns einfach nix vor: Kärpät ist der turmhohe Favorit. Allein wenn man die Erfahrung sieht: Kärpät war in jeder Auflage der CHL dabei, stand einmal im Finale und einmal im Halbfinale. Nur letzte Saison musste man in einer starken Gruppe vorzeitig die Segel streiche. Für Aalborg wird es die zweite Saison in der CHL, bei der ersten konnte man immerhin in Wien nach Verlängerung gewinnen.

Kärpät Abgänge: D Jakub Krejcik (Jokerit Helsinki), D Lasse Kukkonen (Karriereende), D Aleksi Mäkelä (Vaasan Sport/Liiga), F Miska Humaloja (KalPa/Liiga), F Julius Junttila (Jokerit), F Juha Lammikko (Metallurg Magnitogorsk)

Kärpät Zugänge: D Kalle Loponen (Sudbury Wolves/OHL), D Ville Otavainen (Kitchener Rangers/OHL), D Kasper Puutio (Everett Silvertips/WHL), F Cody Kunyk (HPK Hämeenlinna/Liiga), F Tino Metsävainio (Leihrückkehrer aus Fehervar), F Aleksi Mustonen (Färjestads BK/SHL)

Uiui, die Hermeline verlieren Erfahrung und Offensivpower. Mit Lammikko und Junttila sind die Nummer 2 und 4 der internen Scorer-Rangliste weg, hinter Puljujärvi steht noch ein dickes Fragezeichen. Dazu geht mit Krejcik der beste Offensivverteidiger. Kukkonen hat dazu seine Karriere beendet und mit Aaltonen sowie Pesonen könnten zwei weitere "Oldies" die Schlittschuhe an den berühmten Nagel hängen. Dem Gegenüber stehen mit Kunyk und Mustonen nur zwei hochkarätige Neuzugänge. Vor allem Kunyk wird seine 50-Punkte-Saison von HPK bestätigen wollen. Der Rest fällt unter den Fachbegriff "Jugend forscht". Viel aus der eigenen Jugend, dazu die beiden Rückkehrer aus NA. Aber die Planungen dürften noch nicht abgeschlossen sein - ein offensiver Verteidiger sowie ein Stümer für 30-40 Punkte fehlt auf jeden Fall.

Aalborg Abgänge: D Mads Iversen (Frederikshavn White Hawks/Metal Ligaen), D Anders Krogsgaard (Fishtown Pinguins), F Sebastian Brinkman (Frederikshavn), F Olivier Hinse (Ravensburg Towerstars)

Aalborg Zugänge: F Daniel Madsen (Sönderjyske Ishockey/Metal Ligaen)

Auch in Dänemark sind die Planungen für die neue Saison in vollem Gange, allerdings noch lange nicht soweit wie in Oulu. Die wichtigsten Abgänge bisher sind sicherlich Hinse und der junge Iversen. Da werden sich sicherlich auch noch andere dazugesellen. Aber dennoch sind da noch viele Fragen offen. So hat man bis auf den Kanadier Pierre-Olivier Morin noch keinen Ausländer geholt bzw. verlängert. Vielleicht bleibt ja Kirill Kabanov ein Pirat - genau der Kabanov, der mal von den Islanders gedraftet wurde und es auch (erfolglos) in der KHL versuchte.

Fazit: Unabhängig vom Stand der Planungen dürfte Oulu mit Aalborg keine Probleme haben. Dann dürfen sich die Eishockeyfans auf einen Kracher im Achtelfinale freuen.
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Re: CHL
« Antwort #33 am: 10. Juni 2020, 11:14:23 »
So jetzt mal eine komplette Übersicht über alle Begegnungen

Bili Tygri Liberec - GKS Tychy
Das beste Team der letztjährigen Extraliga-Saison trifft auf das das beste Team der Polska Hokey Liga. Damit ist die Favoritenrolle im Grunde geklärt. Für Liberec wird es die sechste Teilnahme an der CHL, für Tychy die Dritte. Während die Tschechen immerhin dreimal die Vorrunde überstanden (inklusive Halbfinale 2018), war für die Polen beide Male in der Vorrunde Schluss. Und dennoch sollte man Tychy nicht unterschätzen, denn in beiden Spielzeiten fuhr das Team aus Schlesien immerhin einen Sieg ein.

Liberec Abgänge: G Dominik Hrachovina (Tappara/Liiiga), G Marek Schwarz (MK Mlada Boleslav/Extraliga), D Roman Graborenko (Neftekhimik Nizhnekamsk/KHL), D Oldrich Kotvan (HC Karlovy Vary/Extraliga), F Libor Hudacek (Nizhnekamsk), F Lukas Krenzelok (HC Vitkovice/Extraliga), Rostislav Marosz (aktuell noch ohne Vertrag), Jan Ordos (IK Oskarshamn/SHL), Jakub Valsky (noch ohne Folgevertrag)

Liberec Zugänge: G Petr Kvaca (HC Ocelari Trinec/Extraliga), G Jaroslav Pavelka (HC Plzen/Extraliga), D Vratislav Kunst (kehrt nach Leihe zurück), D Mislav Rosandic (HK Hradec Kralove/Extraliga), F Ondrej Chrtek (HC Benatky nad Jizerou/CZE2), F Tomas Filippi (Metallurg Magnitogorsk/KHL), F David Griger, F Thomas Rachunek (beide HC Karlovy Vary), F Jakub Rychlovsky (eigene Jugend)

Quantitativ ist das sicherlich nicht soviel, was Liberec da verliert. Aber die Qualität, die da geht, ist enorm. Hrachovina war der statistisch beste Goalie der Saison, Graborenko sein Abräumer davor. Dazu kommt Hudacek als zweitbester Scorer des Teams und drittbeste der Liga. Die muss man erstmal ersetzen, doch das ist Liberec gelungen. Mit Kvaca kommt ein sehr talentierter junger Mann, der letzte Saison beeindruckte. Gleiches gilt für Rosandic, welcher trotz seiner erst 22 Jahre über 300 Spiele in CZE, SVK und der KHL gemacht hat. Das Scoring erfährt trotz des Abgangs von Hudacek ein Upgrade, denn immerhin kommt da das Scoring-Duo aus Karlsbad, Rachunek und Griger. Dann noch Rückkehrer Filippi.... nein trotz der Abgänge hat sich Liberec qualitativ nicht verschlechtert. Sie sind damit wieder der große Favorit der Extraliga.

Tychy Abgänge: D Mateusz Bryk (JKH GKS Jastrzebie/PHL), D Denis Akimoto (Nikko Icebucks/Asia League)

Tychy Zugänge: D Ladislav Havlik (Lotos PKH Gdansk/PHL), F Jan Krzyzek (Polnisches Nachwuchsprogramm), F Patryk Wronka (Rapaces de Gap/Ligue Magnus)

In Polen ist die Kader-Planung noch nicht sehr weit fortgeschritte. Aktuell hat Tychy elf Spieler unter Vertrag und dabei die o.g. drei Zugänge sowie zwei Abgänge. Der Name Akimoto könnte dem ein oder anderen geneigten Oberliga-Zuschauer etwas sagen, schließlich spielte der Japaner mit russischen Wurzeln mal ein Jahr in Timmendorf in der OL Nord. Auch Slava Trukhno (war mal ein 4th Rounder der Oilers) trug im letzten Jahr das Trikot von GKS. Ansonsten ist es in Team der (international) Namenlosen. man setzte zuletzt auf einen Mix aus gestandenen polnischen Spielern, ein paar Talenten, einigen Osteuropäern und Kanadiern mit polnischen WUrzeln.

Fazit: Das Duell sollte für Liberec kein Problem werden. Daher freut man sich in Nordböhmen schon auf Runde zwei gegen Berlin oder Lulea  :grins:
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Re: CHL
« Antwort #32 am: 05. Juni 2020, 10:35:47 »
Ach der Champions League Modus ist mir auch recht. Wichtig ist mir das der Wettbewerb weitergeht und nicht an Corona krepiert.
Denn ich mag diese Vergleiche, auch wenn natürlich "nur" die größeren Ligen dabei sind.
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Offline Steffen

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Re: CHL
« Antwort #31 am: 05. Juni 2020, 07:59:48 »
Ich finde den alten Europapokal Modus auch cool.  :up:

Vielleicht kann man bis dahin ja wieder zu Spielen in die Halle? Dann wäre München gegen Ilves eine Option, sofern Maccelli wieder in der Heimat ist/ bzw. bleibt, hätte das sogar noch einen größeren Reiz.

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Re: CHL
« Antwort #30 am: 04. Juni 2020, 15:49:51 »
So kommen wir mal wieder zur CHL...  :grins:

Wegen Corona entfällt die Gruppenphase und es geht direkt mit einer KO-Phase ab dem 6. Oktober los.  :up:
Eine gute Entscheidung wie ich finde, denn so könnte man den jungen Wettbewerb durchführen und ggf. auch noch verschieben, falls die Reisebeschränkungen wider erwarten im Oktober nicht gefallen sind.

Gestern wurde dann auch gelost und da hat es richtig interessante Paarungen gegeben und für die Deutschen auch echte Loshammer.
Straubing spielt gegen Genf - das wird schwierig, die beste Abwehr der letztjährigen NLA-Saison zu knacken.
München muss gegen Ilves ran - der Vierte der Liiga ist zwar erstmals in der CHL dabei, hat aber ohne einen Feldspieler-Legionär und mit einer blutjungen Truppe einen guten Run hingelegt.
Berlin gegen Lulea - auweia, das ist wohl neben Frölunda und Färjestads das härteste mögliche Los. Lulea hat die SHL bis zum Abbruch dominiert und war in der CHL im Halbfinale. Und dazu nur 98 Gegentore in der heimischen Liga....
Mannheim gegen Grenoble - nichts gegen den französischen Meister, aber das muss machbar sein. Auch wenn Grenoble es gelang, Skelleftea im letzten Jahr zu ärgern.

weitere interessante Duelle
Salzburg - Tampere: das wird auch ein Leckerbissen gegen den Zweiten der Liiga.
Rauma - Sparta Prag: ein echtes Traditionsduell  :up:
Zug - Skelleftea: Der Zweite der NLA gegen den Vierten der SHL... das verspricht doch einen echten Leckerbissen
Davos - Wien: solche Duelle haben auch ihren Reiz  :grins:
 
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Re: CHL
« Antwort #29 am: 12. Februar 2020, 19:04:45 »
Es macht gerade soviel Spaß gegen dich zu stänkern  :grins: :grins: :grins: :grins:

Da benutze ich auch das Mittel der haltlosen Behauptungen, also in ganz trumpscher und putinscher Manier  :augenzwinkern: :grins: :lachen: :lachen: :lachen:

Ja-ja :grins:, mir machen solche Dinge auch unheimlich Spaß :heart: :popcorn: (habt's ihr bestimmt auch schon alle mitgekriegt über die Jahre :grins:), aber wir müssen uns doch nicht auf so ein politisches Niveau herabbegeben (gilt übrigens ganz allgemein, denn ich habe grob etwas gegen die allgemeine Polarisierung der Welt/Gesellschaft, etc. heutzutage :2motzer: :2boxing: :grins:: in der Politik gehören Lügen leider (auch) zum Job, das gilt tatsächlich für alle polarisierenden Seiten -> divide et impera, was soll man machen? :rolleyes:), wenn wir uns über so eine harmlose Sache wie Sport unterhalten... ODER? :devil: :grins: :augenzwinkern:
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Re: CHL
« Antwort #28 am: 12. Februar 2020, 16:49:05 »
Es macht gerade soviel Spaß gegen dich zu stänkern  :grins: :grins: :grins: :grins:

Da benutze ich auch das Mittel der haltlosen Behauptungen, also in ganz trumpscher und putinscher Manier  :augenzwinkern: :grins: :lachen: :lachen: :lachen:
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Re: CHL
« Antwort #27 am: 12. Februar 2020, 15:51:44 »
Moment, das Beispiel mit den Slowaken ist DEIN Beispiel  :augenzwinkern: DU hast ja draus geschlossen, dass die Slowaken ein starkes Nationalteam haben und so auch ne starke Liga haben müssen  :grins:

Na-na-na, Mooooooment! :finger: Also erstens, DAS hier...

Zitat
...eine gute Nationalmannschaft ist keine gute Liga (siehe Slowakei) und eine Top-Liga garantiert keine Top-Platzierung bei einer WM (gelle, liebe USA  :grins:).

...hast DU geschrieben!! Da bin ich erstmal im Eifer des Gefechts tatsächlich drauf reingefallen :grins:, aber im Nachhinein stellt sich das Ganze als ein ähnliches Strohmann-Argument (Strohmann, nicht Saubermann :grins: :augenzwinkern:) wie bei unserer letzten Diskussion mit El Matador im World Juniors-Thread heraus. :blll: Wenn DU das Argument machen willst, dass auch eine schwache Liga ein (halbwegs) starkes Nationalteam stellen kann, dann musst DU auch ein Beispiel von einem Team bringen, das seinen Nationalkader größtenteils mit Spielern aus der heimischen Liga füllt. Das tun die Slowaken nämlich nicht: ich habe mal auf die Schnelle ihre WM-Kader in den letzten 10 Jahren durchgepflügt und der Rekord liegt bei gerade mal 7 Spielern aus der SVK-Extraliga bei der WM 2018, aber auch da stammte der Großteil des Kaders aus der Nachbarliga, der CZE-Extraliga. :up: In den letzten 10 Jahren kamen die slowakischen Nationalkader allermeistens noch nicht einmal auf 5 SVK-Extraliga-Spieler.

Und zweitens, habe ich Nullkommanix darüber geschrieben, dass die Slowaken ein "starkes Nationalteam haben", das folglich aus einer "starken Liga" kommt. Hier ist, was ICH geschrieben habe:

Zitat
Und jetzt komme ich nochmal darauf zurück, warum ich vorhin das "gute" in "gute Nationalmannschaft" so hervorgehoben habe: für ein gutes Nationalteam, das mal auch ab und zu die Großen ärgern kann bzw. nicht vollkommen untergeht und evtl. sogar die eine oder andere Überraschungsmedaille einstreicht, reicht auch eine Durchschnitts- oder sogar unterdurchschnittliche Liga (insofern ist das Beispiel der Slowakei an dieser Stelle hervorragend :up:), ein Spitzenteam aber, das konstant zu den Top-Favoriten bei jedem Turnier zählt, wirst du nur aus einer entsprechend hervorragenden Liga bilden können, das geht halt auch nicht anders, woher sonst sollen denn diese ganzen Stars auf einmal kommen?! :ee: Ja wohl nur aus einer Liga, wo ein entsprechend hohes Niveau an sportlicher Konkurrenz vorhanden ist. Wie gesagt, eine schwache Liga wird (v.a. auf Dauer) dir keine Stars der nötigen Größe für konstante internationale Spitzenleistungen liefern, wenn der Heimwettbewerb insgesamt so schwach ist. Und wenn sie denn mal einen solchen Star (in einem Jahrzehnt oder so) liefern sollte, dann wird er schnell gelangweilt sein und in entsprechend stärkere Ligen, die ihn auch fordern, abwandern. DUH! :grins:

Also schön aufmerksam durchlesen, bevor man haltlose Behauptungen aufstellt! :popcorn: :grins:

Zitat
Vielleicht hab ich das falsch formuliert: sicherlich gilt für Russland und Kanada, dass man hier aufgrund der Stärke der heimischen Liga auf die Stärke des Nationalteams schließen kann. Ähnliches gilt auch für Schweden und (mittlerweile) in abgeschwächter Form für Suomi.

Und damit hast du schon mal die derzeitigen Top-4 abgedeckt :up:, denn USA sehe ich nicht als Goldfavoriten an (siehe weiter oben in unserer Diskussion) und Tschechien bäckt mittlerweile auch sehr viel kleinere Brötchen (letzte Goldmedaille 2010; aber WIESO? :gruebel: meine naheliegende Vermutung wäre, dass die heutige CZE-Extraliga mittlerweile sehr viel schwächer geworden ist, als die frühere tschechoslowakische Extraliga, aus der die letzte "Goldene Generation" von Tschechen wie Jagr, Hasek & Co. letztendlich hervorgegangen ist! :up:). Bleiben nur noch Deutschland & die Schweiz, die tatsächlich fast ihre gesamten Kader alljährlich aus ihren jeweiligen Nationalligen beziehen und da gilt mein gerade gebrachtes Eigenzitat :schaem: :grins: oben: "durchschnittliche Liga" -> gutes Nationalteam, aber kein spitzenmäßiges. Für noch kleinere Hockeynationen gilt: entweder ein Kader ausschließlich aus Spielern einer sehr schwachen eigenen Liga ODER (aber auch GENAU DESWEGEN) die ganzen Spieler spielen eben weithin über stärkere Ligen verstreut. Für den ersteren Fall dürfte Österreich ein geeignetes Beispiel sein, für den letzteren Fall könnte Slowenien als Exempel herhalten, da sind wir dann aber schon so weit ab vom Schuss, dass konkrete Stärkenvergleiche kaum noch Sinn ergeben.

Also für mich reicht das als Datenlage durchaus, um sagen zu können: Nationalmannschaft ist ein ganz gutes Spiegelbild der eigenen Nationalliga. :up:

Zitat
Das bedeutet aber für mich nicht, dass der logische Sieger der CHL ein russischer oder chinesischer Club sein muss.

Das habe ich aber auch nie behauptet! :ee: Wir sprechen hier eben immer noch von Wahrscheinlichkeiten, nicht von Garantien (jetzt haben wir tatsächlich mal eine volle Diskussionsrunde gedreht :lachen: :grins:). Wenn also die Wahrscheinlichkeit von 70% besteht (nur so als Beispiel), dass CSKA (wiederum nur als Beispiel) die CHL gewinnt, dann wird CSKA nach vielen Wiederholungen des Turniers dann wohl auch irgendwo in der Nähe von durchschnittlich 7 von 10 gewonnenen Turnieren landen. Im Umkehrschluss bedeutet das natürlich, dass die restlichen 3 Turniere dann eben von schwedischen (höchstwahrscheinlich) oder von sonstwelchen (weniger wahrscheinlich) Clubs gewonnen werden. Schlussendlich könnte man die tatsächlichen Verteilungen erst sehen, wenn man dieses Turnier wenigstens ein paar Mal mit KHL-Spitzenteams durchgezogen hat. Nur, wie gesagt: wenn man seine Rückschlüsse (auch dir zufolge, jedenfalls nach deinem letzten Post!) zumindest bei den stärksten Nationalteams auch auf die jeweiligen Nationalligen machen kann, dann dürften russische Clubs ziemlich sicher die Favoritenrolle einnehmen. Soviel Interpretation lassen die bisherigen Ergebnisse der internationalen Turniere (als indirekter, aber eben doch relativ genauer Vergleich) dann doch zu. :up:
« Letzte Änderung: 12. Februar 2020, 15:56:28 von OA-AO »
An Saschok lass ich nichts kommen...

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Re: CHL
« Antwort #26 am: 12. Februar 2020, 11:02:34 »
Moment, das Beispiel mit den Slowaken ist DEIN Beispiel  :augenzwinkern: DU hast ja draus geschlossen, dass die Slowaken ein starkes Nationalteam haben und so auch ne starke Liga haben müssen  :grins:

Vielleicht hab ich das falsch formuliert: sicherlich gilt für Russland und Kanada, dass man hier aufgrund der Stärke der heimischen Liga auf die Stärke des Nationalteams schließen kann. Ähnliches gilt auch für Schweden und (mittlerweile) in abgeschwächter Form für Suomi. Das bedeutet aber für mich nicht, dass der logische Sieger der CHL ein russischer oder chinesischer Club sein muss. Und ich schätze die Chancen von Frölunda (aber auch anderer schwedischer Teams) gut ein, um auch in einer Best of Seven-Serie zu bestehen. Ob das jetzt ggf. sogar für Schweizer Mannschaften gilt, lass ich dahin gestellt.

Dennoch (um den Bogen halbwegs zu kriegen  :grins:) bleibe ich dabei, dass man weiterhin nur bedingt darauf schließen kann, dass eine starke Nationalmannschaft eine starke Liga bedeuten. Dafür gibt es einfach zu viele Faktoren, die da mit reinspielen. Mir fallen da die Anzahl der Legionäre oder das pure Geld.

Ich finde das CHL-Prinzip eigentlich nicht schlecht. Gruppenphase und danach eine KO-Runde mit Hin- und Rückspiel. Sicherlich nicht Ideal, aber ne Best-of-Seven würde ja schon an Terminproblemen scheitern. Und auch wenn es immer Mannschaften gibt, die sich etwas glücklich für Halbfinale und Co qualifizieren, so relativiert sich das ja auf fünf Teams und fünf Jahre gesehen.

P.S.: Das Spengler-Cup-Beispiel war auch nur sehr bedingt ernst gemeint.  :grins: Das weißt du hoffentlich so gut wie ich.
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Re: CHL
« Antwort #25 am: 10. Februar 2020, 19:31:01 »
Ich bleibe dennoch dabei: von der Stärke der Nationalmannschaft auf die Stärke der Liga abzuzielen funktioniert nur bedingt, egal wieviele Titel Kanada und die Sowjet... #ähh Russland holen. Ach moment: die letzten drei Turniere hatten ja skandinavische Weltmeister  :gruebel: :grins:

Jaaaa? Und? :gruebel: Kucken wir doch mal "the bigger picture", als die letzten 3 Jahre, an, shall we? :grins: Wie wär's mal mit den letzten 3 Jahrzehnten (seien wir mal gnädig :grins:)? Dann sehen wir, dass z.B. Finnland im Schnitt eine Goldmedaille pro Jahrzehnt holt. Schweden ist im selben Zeitraum bei ca. 2 pro Jahrzehnt. Jetzt also die Gretchenfrage :devil:: wie lange wird es dauern, bis Schweden & Finnland mit so einer Pace auf Kanada & Sowjetunion/Russland aufgeholt haben? :ee: :gruebel: :popcorn: Achja, das Ganze dann auch noch unter der Annahme, dass diese beiden demnächst (und wohl für eine seeeeeehr lange Zeit darüberhinaus :lachen: :huldigung:) nix gewinnen. :devil: :grins: (Sorry, hatte gerade eben einen derben Lach-Flash am Rechner!!! :lol:) Big Data, Saubermann, Big Data heißt das Zauberwort, und schon nimmt alles seinen durchaus ordnungsgemäßen Platz im Universum ein... :grins: :augenzwinkern:

Zitat
Zugegeben, das ist sehr polemisch, weil selbst vom finnischen Kader des letzten Jahres nur 12 Spieler in der Heimat spielten. Aber ich denke, es ist klar worauf ich hinaus will.

Was heißt hier "nur" 12 Spieler?! :ee: Das ist die Hälfte des WM-Kaders, Alter!!! :ee: Gerade bei den "kleineren" europäischen Teams (außer russischen und schwedischen eben) ist das schon ein verdammt großer Anteil, wenn die Spieler ansonsten quer Beet verstreut in Europa spielen. :ee: Apropos, wenn ich grad' so drüber nachdenke: vielleicht war dein vorheriges Beispiel mit der Slowakei und "ihrer" schwachen Liga doch nicht so gut :gruebel:, denn die Slowaken haben, so weit ich weiß, bei den meisten internationalen Turnieren gerade die wenigsten Leute aus ihrer eigenen Liga in den Nationalfarben auflaufen lassen. Deutschland und Schweiz wären demnach wohl die besseren Beispiele für "gutes Nationalteam" aus, naja, keinen schwachen, aber eben auch nicht den weltweit besten Ligen.

Zitat
Letztlich drehen wir uns im Kreis....ich bleibe bei der Aussage, dass die mittel- und westeuropäischen Spitzenteams weiter eine recht große Wahrscheinlichkeit haben, dass sie auch in einem Turnier mit der KHL siegreich sein können. Sie liegt mindestens bei 50/50. Das mag gewagt sein - aber wenn ich den Spengler-Cup nehme, dann haben die russischen Mannschaften da wahrlich keine Bäume ausgerissen.

P.S.: yes sir, ich weiß, das ist ein Einladungsturnier ohne sportlichen Wert  :zwinker:

Erst einmal müssten wir klären: in WAS für einem Turnier? CHL in ihrer derzeitigen Form? Oder vielleicht Best-of-seven-Serien zwischen den Besten? :devil: Nächste Frage: wer sind diese Besten? Top-8? Top-16? Oder einfach nur der GC-Sieger (z.B. von 2019 -> CSKA) gegen den CHL-Sieger (z.B. von 2019 (und all den anderen Jahren :grins: :lachen:) -> Frölunda)? Oder vielleicht GC-Sieger gegen JEDEN europäischen Landesmeister? Du siehst: Fragen über Fragen, aber letztendlich wird die Antwort (höchstwahrscheinlich) dieselbe sein: siegreich in einem Turnier: aber gerne! :up: In vielen Turnieren: ääähm, not so much! :blll: Hast doch selber vorhin geschrieben, dass du die Wahrscheinlichkeit für hoch (sogar "sehr hoch" -> deine Worte!) hältst, dass "CSKA & Co. nur so durchs Turnier fliegen". In diesem Fall musst du diese "sehr hohe" Wahrscheinlichkeit dann einfach auf die Anzahl der Begegnungen ummünzen (in jeglichen Arten von Turnieren) und dann hast du schon deine Antwort. :up: Jetzt aber tanzt du mir auf einmal mit "mindestens 50:50" an, dass Frölunda(?!), ähm, wer nochmal genau(?!) gegen wen nochmal genau(?!) in der KHL(?!) gewinnt? :blll: Oder welchem Turnier jetzt genau?! :lachen: :huldigung:

Also, um mal etwas Klarheit in diese Verwirrung zu bringen: den Spengler-Cup würde ich ja mal als Allerletztes als Vergleichsbasis für jegliche Aussagen nehmen. :pillepalle: :lachen: Erstens, fahren da nicht immer die besten KHL-Teams hin, zweitens, wie du richtig geschrieben hast (ich hab's mal größer gemacht und hervorgehoben, hast doch sicher nichts dagegen, oder? :grins: :augenzwinkern:) ist es ein Einladungsturnier, das allen lichtjahreweit :devil: :grins: am Allerwertesten vorbeigeht, was man, drittens, z.B. daran sieht, dass den Führungsspielern dieser jeweiligen KHL-Teams öfter mal eine Pause gegönnt wird während dieses, ähem, "Turniers"... :grins:

C'mon dude, get outta here with that bullsh*t! :popcorn: :lachen: Nee, Schmarr'n, bleib' da: das macht echt Spaß gerade! :popcorn: :lol: :huldigung: Und das mein' ich fei lieb, gell? :augenzwinkern: :heart:
« Letzte Änderung: 10. Februar 2020, 19:34:32 von OA-AO »
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Re: CHL
« Antwort #24 am: 10. Februar 2020, 08:44:09 »
Das ist in der tat ein interessanter Punkt und beweist im Umkehrschluss die Theorie, dass die SHL die aktuell beste Liga Europas ist (mutmaßlich nach der KHL  :zunge:) ist. Schließlich hat Frölunda vier der sechs Auflagen der CHL gewonnen und stand einmal im Finale. Andererseits haben sie im selben Zeitraum "nur" zweimal den Schwedischen Titel geholt. Oder nehmen die das Turnier einfach ernster als alle anderen?  :devil:

Ich bleibe dennoch dabei: von der Stärke der Nationalmannschaft auf die Stärke der Liga abzuzielen funktioniert nur bedingt, egal wieviele Titel Kanada und die Sowjet... #ähh Russland holen. Ach moment: die letzten drei Turniere hatten ja skandinavische Weltmeister  :gruebel: :grins:  Zugegeben, das ist sehr polemisch, weil selbst vom finnischen Kader des letzten Jahres nur 12 Spieler in der Heimat spielten. Aber ich denke, es ist klar worauf ich hinaus will.

Letztlich drehen wir uns im Kreis....ich bleibe bei der Aussage, dass die mittel- und westeuropäischen Spitzenteams weiter eine recht große Wahrscheinlichkeit haben, dass sie auch in einem Turnier mit der KHL siegreich sein können. Sie liegt mindestens bei 50/50. Das mag gewagt sein - aber wenn ich den Spengler-Cup nehme, dann haben die russischen Mannschaften da wahrlich keine Bäume ausgerissen.

P.S.: yes sir, ich weiß, das ist ein Einladungsturnier ohne sportlichen Wert  :zwinker:
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Re: CHL
« Antwort #23 am: 09. Februar 2020, 16:21:55 »
Achja, zum letzten Punkt: ich glaube tatsächlich, dass Frölunda auch gegen ein NHL-Team in 2 Spielen gewinnen kann. Wieso nicht? :gruebel: Da ist absolut nichts Abwegiges dran. Wir sehen, wie häufig sowas bei internationalen Turnieren passiert, wieso also auch nicht auf Club-Ebene? Wie würden wir dann feststellen, dass es evtl. DOCH einen signifikanten Unterschied zwischen NHL/KHL und SHL gibt (und meine starke Vermutung ist: den gibt es, und zwar in beiden Fällen :up:)? Mal wieder nur über Wiederholungen (= mehr Stichproben), also entweder über längere Serien oder z.B. alljährlich wiederholte Aufeinandertreffen. Und wenn DANN Frölunda immer noch besser ist: Chapeau vor der SHL, muss wohl wirklich die beste Liga der Welt sein :grins: :huldigung: :popcorn: (dass jetzt nur Frölunda so ein abartig krasses Team innerhalb der SHL ist, können wir ja ausschließen, Dauermeister sind sie ja dort auch nicht, also muss man das Kompliment auf die ganze Liga ausweiten :augenzwinkern:).
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Re: CHL
« Antwort #22 am: 09. Februar 2020, 14:46:45 »
@Otto: bitte lass einfach den Vergleich Liga und Nationalmannschaft. Der ist nicht zielführend....eine gute Nationalmannschaft ist keine gute Liga (siehe Slowakei) und eine Top-Liga garantiert keine Top-Platzierung bei einer WM (gelle, liebe USA  :grins:).

Darüber lässt sich vortrefflich streiten! :blll: Ja, der erste Teil deiner Aussage stimmt sehr wohl: eine gute Nationalmannschaft kann auch in einer schwachen Liga gebildet werden, schließlich muss man nur einen Kader von 25 Leuten füllen. Wenn das Ganze also nicht gerade in Kambodscha passiert :grins: (mit anderen Worten: die Liga nicht zum absoluten Abschuss weltweit gehört :up:), dann wird man die paar Hansl'n schon noch irgendwie zusammenbekommen. Mit dem zweiten Teil dagegen, also dem Umkehrschluss, habe ich aber enorme Probleme! :blll: :grins: Nee, ist schon klar, dass in einem Turnier alles Mögliche passieren kann (insofern gibt es natürlich keine Garantie, aber die gibt es nie), aber wenn jahrzehntelang nicht irgendwer, sondern Sptizenrepräsentanten deiner Top-Liga nix holen (oder weniger als erwartet :zunge:), dann muss ich mich dann doch zwangsläufig fragen, was es denn in Wirklichkeit mit dieser Top-Liga so auf sich hat. Nochmal: nicht ein Turnier, sondern viele Turniere (wo ja auch noch die Protagonisten über die Jahre immer wieder wechseln, ist ja nicht statisch das Ganze! :up:) zwischen den Besten der jeweiligen Ligen erlauben durchaus fundierte Vergleiche, das abzustreiten, ist ja mal vollkommen abwegig. :popcorn: :blll: Um beim Thema dieses Threads zu bleiben: in der CHL z.B. haben ja schon 6 Jahre gereicht, um die eindeutige Spitze auszumachen. :up:

Und jetzt komme ich nochmal darauf zurück, warum ich vorhin das "gute" in "gute Nationalmannschaft" so hervorgehoben habe: für ein gutes Nationalteam, das mal auch ab und zu die Großen ärgern kann bzw. nicht vollkommen untergeht und evtl. sogar die eine oder andere Überraschungsmedaille einstreicht, reicht auch eine Durchschnitts- oder sogar unterdurchschnittliche Liga (insofern ist das Beispiel der Slowakei an dieser Stelle hervorragend :up:), ein Spitzenteam aber, das konstant zu den Top-Favoriten bei jedem Turnier zählt, wirst du nur aus einer entsprechend hervorragenden Liga bilden können, das geht halt auch nicht anders, woher sonst sollen denn diese ganzen Stars auf einmal kommen?! :ee: Ja wohl nur aus einer Liga, wo ein entsprechend hohes Niveau an sportlicher Konkurrenz vorhanden ist. Wie gesagt, eine schwache Liga wird (v.a. auf Dauer) dir keine Stars der nötigen Größe für konstante internationale Spitzenleistungen liefern, wenn der Heimwettbewerb insgesamt so schwach ist. Und wenn sie denn mal einen solchen Star (in einem Jahrzehnt oder so) liefern sollte, dann wird er schnell gelangweilt sein und in entsprechend stärkere Ligen, die ihn auch fordern, abwandern. DUH! :grins: :augenzwinkern:

Was also das Nationalteam der USA in diesem Zusammenhang angeht: Überraschung, ich halte die Yankees tatsächlich für overrated, und das nicht erst seit gestern. :blll: Die sind wie eine schlechte Kopie Kanada's, versuchen's mit demselben Hockeystil, sind aber um Einiges schlechter darin. :devil: Ich hoffe auch, dass wir uns erst gar nicht über einen Spitzen- und/oder Tiefenvergleich zwischen Kanada & USA unterhalten müssen, oder? :blll: Und so leid's mir tut: mittlerweile über 70 Jahre Nachkriegshockey :ee: liefern Einem genug Substanz, um diese Aussage mehr als fundiert treffen zu können. :devil: :cool: Was aber immer noch kein Freifahrtschein für andere Nationalteams ist bzw. sein sollte, mit NHL-lastigen Kadern bei WMs abzuloosen (und, tata, noch eine Überraschung: das ist eben auch schon anderen passiert, Kanada, Russland, Schweden, Slowakei, etc. pp. :popcorn:).

Zitat
Natürlich ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass ZSKA (:zunge:) und Co nur so durch das Turnier fliegen, aber dass sie gegen Frölunda in zwei Spielen den Kürzeren ziehen, halte ich für sehr wohl möglich. Und zwar mit einer größeren Tendenz als du glaubst...

Ja, das kann ja auch durchaus passieren. :up: Wenn du mir jetzt noch die Stelle zeigen könntest, wo ich das Gegenteil behauptet habe? :grins: :blll:


« Letzte Änderung: 09. Februar 2020, 14:52:03 von OA-AO »
An Saschok lass ich nichts kommen...