Autor Thema: KHL  (Gelesen 239644 mal)

Offline Eishockeyreisen

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Re: KHL
« Antwort #1362 am: 21. April 2019, 12:21:00 »
Wenn du an deinen Vergleich glaubst. Dann setze einfach mal 1$ darauf. Die Quote dürfte wohl nicht schlecht sein. Denn wer weiß schon was dann ist.....  :zwinker:
Was der Zitronenfalter tut nicht die Zitrone falten? Und der Käsebohrer hat nicht den Bohrer für die Löcher im Käse dabei? Also das hätte ich wirklich nicht gedacht.............Wenn Probleme dann sage dir einfach 555 auf Thailändisch

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Re: KHL
« Antwort #1361 am: 20. April 2019, 22:04:46 »
3rd time is the charm oder der Leidensweg ZSKA's, der endlich vorbei ist :cool:

Nun denn, der Gagarin Cup-Sieger 2019 (muss man in Rot schreiben, ist doch klar :grins:) heisst ZSKA Moskau! :clap: Herzlichen Glückwunsch an das sympathischere der beiden Armeeteams (sympathischer, weil schlichtweg legendär, da gibt's keinen Weg drumrum :huldigung:)! Haargenau 30 Jahre, Freunde, DREI GANZE JAHRZEHNTE hat dieses ehemalige Überteam "der Roten" gelitten, jeden Cent (bzw. jede Kopeke :grins:) umgedreht, seine Stars scharenweise über den Teich flüchten gesehen, eine Clubspaltung überlebt und dann wieder in eine Clubvereinigung umgewandelt und schließlich den Weg des langsamen, aber steten Wiederaufstiegs eingeschlagen. Und selbst als man wieder zu den Favoriten des Nationalturniers gehörte, musste man erst so einige herbe Enttäuschungen über sich ergehen lassen, u.a. ganze zwei Finalniederlagen, von denen man eine im siebten Spiel im eigenen Stadion (damals noch in dem alten hässlichen Sowjetbau, der gerade mal 5600 Sitze umfassenden "Bobrov-Arena", kein Vergleich mit der heutigen "ZSKA-Arena") einstecken musste und dann diese ziemlich kurze Angelegenheit gegen Ak Bars im letzten Jahr. Aber schaut sie euch heute an, da kam einfach alles zusammen: ein GM namens Sergei Fedorov (kann da überhaupt irgendetwas schief gehen? :huldigung: :cool:), eine brutale Hockeymaschine von Team, die 6 praktisch austauschbare Lines/Brigaden fährt und im Prinzip fehlerloses Eishockey spielt (dazu gleich mehr), ein hervorragender junger Goalie, der schon mit 23 Lenzen 5 PO-Shutouts postet und somit einen vollkommen verdienten PO-MVP-Titel einstreichen kann (diese Mannschaft hat viele Helden, aber genau deswegen muss es fast der Goalie sein, den man auszeichnen muss, wenn man denn schon jemanden hervorhebt), und diese ganze Truppe dann auch noch angeführt von einem ebenso jungen wie talentierten Trainer, der, so glaube ich, noch viele große Siege vor sich hat. Zusammen mit der Motivation, den Titel endlich holen zu müssen, die einfach nur noch jenseits von Gut und Böse gelegen haben muss, war dieser Club schlicht und ergreifend nicht aufzuhalten, daher auch die beiden neuen KHL-Rekorde: das erste Mal, dass der Gewinner des "Continental Cup" (KHL-Version der Presidents' Trophy) auch den Gagarin Cup holt (jep, auch in der KHL ist das bisher die absolute Ausnahme gewesen, also nicht traurig sein, Tampa-Fans :augenzwinkern:) und das erste Mal, dass eine KHL-Finalserie mit einem Sweep beendet wurde (davor gab es 5x ein 4:3, 1x ein 4:2 und 4x ein 4:1). Und was für ein Sweep das war! Mann, Avangard konnte Einem schon leid tun. Dieses brutale Forechecking, was ZSKA da an den Tag legte, ich weiss ehrlich gesagt nicht, wie man überhaupt gegen so eine Chinesische Mauer von Mannschaft anspielen kann. Den einzigen Trumpf, den man auf der Seite von Omsk evtl. hätte ausspielen können, hat man auch mehr als voll ausgeschöpft: ein extremst gut aufgelegter Bobkov hat im Tor alles für sein Team getan, was ein Goalie für sein Team nur tun kann. :huldigung: Wenn ihm kein Sorokin gegenübergestanden wäre in diesem Finale, hätte er auch auf der Seite des Verlierers stehend den PO-MVP-Titel bekommen können bzw. gar müssen, denn es war eine Finalserie, die mit ihren knappen Ergebnissen (natürlich bis auf das erste Spiel, wo sich beide Teams erstmal aufeinander eingeschossen haben) eindeutig von den Goalies dominiert wurde. Aber ZSKA musste halt mit seiner gnadenlosen Spielweise irgendwann zum Erfolg kommen: hast du den Puck, wird er dir spätestens in der neutralen Zone weggenommen (oder dein Spielaufbau zumindest erheblich gestört), hast du ihn nicht, musst du dich auf teils minutenlange Belagerungen in deiner eigenen Zone einstellen, denn Puck Possession heisst eben genau das: du kriegst einfach den Puck nicht und ohne Puck spielt sich's halt irgendwie schlecht... :rolleyes: :grins: Und mann-oh-mann, mit einem Puck Possession-Monster namens Kaprizov :huldigung: :huldigung: :huldigung: im Lineup, kann man sowas auch relativ leicht bewerkstelligen. Wie gesagt, da konnte Bob Hartley noch so überraschende Line-Kombos aufs Eis schicken, gegen dieses beängstigend auf-, ab- und irgendwann auch auf dich zurollende Bollwerk der Roten Sterne kam man einfach nicht an. Und trotzdem gibt es wenigstens etwas Trost für Omsker Fans: zwei langjährige Avangard-Recken, ja Omsker Legenden, die damals mit am Start waren beim bisher einzigen Titelgewinn von Omsk 2004, haben jetzt wieder den Titel geholt, nur eben unter der Fahne ZSKA's: der ZSKA-Head Coach Igor Nikitin war damals noch als aktiver Spieler ein Omsker Verteidiger und der nun schon 38-jährige F Alex Popov, der ebenfalls zu den Titelträgern von 2004 gehört (& eigentlich auch fast seine gesamte Profikarriere nur für Avangard spielte, bis er erst in der Saison 2016-17 zu ZSKA wechselte), dann auch 2012 im für Avangard unglücklichen Finale gegen das Moskauer Dinamo im Aufgebot stand und jetzt eben mit den Moskauer Rotarmisten wieder zum Zug gekommen ist.

Die Leidenszeit ZSKA's (und seiner Fans) ist also endlich vorbei, bleibt nur noch eine überaus spannende Frage: nachdem wir festgestellt haben, dass es so hochinteressante Parallelen zwischen ZSKA und den Habs gibt... Heisst das jetzt, dass die Habs ihren Sieg ebenfalls nach einer 30-jährigen Pause in der NHL feiern dürfen (das wäre dann im Jahre 2023)? :grins: Hm :gruebel:, warten wir's doch einfach mal ab... :popcorn: :augenzwinkern:
« Letzte Änderung: 20. April 2019, 22:13:46 von OA-AO »
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Re: KHL
« Antwort #1360 am: 15. April 2019, 21:22:00 »
Zwei wichtige Coaching-News in der KHL: Bilyaletdinov zieht (erstmal?) die Konsequenzen für das frühe Ausscheiden des Champions aus den PO's und hat letzten Do seinen Rücktritt verkündet. Muss trotzdem noch nicht das völlige Ende seiner Karriere sein, ein Hintertürchen für eine etwaige Rückkehr zum tatarischen Club, den er 14 Jahre lang trainiert hat und dem er zu sage und schreibe 4 Titeln verholfen hat (2006 im RSL-Format & 2009, 2010 & 2018 bekannterweise zum KHL-Pott) hat er sich also offen gelassen.

Dafür kehrt aber eine andere KHL-Trainerlegende zurück: Oleg Znarok :huldigung: fühlte sich wohl nicht ausgelastet genug als "Graue Eminenz" & Personalberater der russischen Nationalmannschaften (auf den jeweiligen Jugend- & Profileveln) und wird kommende Saison zu (Trommelwirbel :grins:)... Spartak Moskau stoßen. Überraschend? Heck yeah! Bisher galt der Spartakus so ein bisschen als Stiefkind neben seinen Hauptstadtrivalen Dinamo & natürlich v.a. ZSKA und dennoch kann GM Alexei Zhamnov nach wohl ziemlich langen Verhandlungen so einen Achtungserfolg feiern. Man munkelt jedoch, dass das Budget Spartak's anwachsen wird ab nächster Saison, denn Znarok würde wohl kaum zu einem Club wechseln, dessen höchstes Ziel das bloße Erreichen der PO's ist. Ich fand ja, dass Spartak jetzt schon eine mehr als ordentliche Selektion durchgeführt hat, aber jetzt kann man wohl doppelt gespannt sein, wen die "Rot-Weißen" so vom Transfermarkt in der Offseason fischen werden. :gruebel: :popcorn:
« Letzte Änderung: 15. April 2019, 21:26:18 von OA-AO »
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Re: KHL
« Antwort #1359 am: 14. April 2019, 12:56:40 »
ah das aliens forum  :zwinker:

gusev und gavrikov naben die freigabe für die nhl bekommen.
gavrikov hat auch gleich nen 2jahres vertrag mit den blaujacken abgeschlossen und es besteht sogar die möglichkeit, das er heuer noch zu den playoffs spielen kann.
bei gusev und vegas gibts noch nichts vertragliches, auf alle fälle muss man wieder die weitsicht vegas bewundern, sich die rechte an gusev schon vor 2jahren gesichert zu haben.

Ah, der KHL-Troll Leeroy! Welcome back! :clap: :blll: Bei Gusev kann ich's verstehen: 26 Jahre, hat schon alles erreicht in der KHL (GC-Sieg 2017), Zeit für neue Ziele. Und dann landet er auch noch bei den "Richtigen": ein Grund mehr dieses lächerliche Wüstenunternehmen Buttman's zu verachten. :devil:
Bei Gavrikov, nunja, versteh' ich's nicht so ganz, aber er ist auch jünger, mal sehen, wie lange er es in Columbus so aushält, wenn Panarin & Bob erstmal ihre Koffer gepackt haben... :grins: :augenzwinkern:
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Offline leeroy kincaid

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Re: KHL
« Antwort #1358 am: 14. April 2019, 11:11:31 »
ah das aliens forum  :zwinker:

gusev und gavrikov naben die freigabe für die nhl bekommen.
gavrikov hat auch gleich nen 2jahres vertrag mit den blaujacken abgeschlossen und es besteht sogar die möglichkeit, das er heuer noch zu den playoffs spielen kann.
bei gusev und vegas gibts noch nichts vertragliches, auf alle fälle muss man wieder die weitsicht vegas bewundern, sich die rechte an gusev schon vor 2jahren gesichert zu haben.
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Offline parise

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Re: KHL
« Antwort #1357 am: 12. April 2019, 16:34:40 »
Dem & seinen Kollegen glaub ich inzwischen genausowenig wie Russia Today & Fox News. Nö, die ist ganz 1fach: alle lügen, & das Reich des Bösen umfasst den gesamten Planeten. :devil:  Naja, mit Ausnahme von Finnland. :zwinker:

und norwegen  :heart: :heart: :grins: :grins:

Online Jake The Rat

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Re: KHL
« Antwort #1356 am: 12. April 2019, 15:34:03 »
Ach das siehst doch nur so, weil dir das Klaus Kleber von der Mattscheibe so erzählt. :devil: :grins:
Dem & seinen Kollegen glaub ich inzwischen genausowenig wie Russia Today & Fox News.
Zitat
Die Realität da draussen ist viel, VIEL komplizierter. :popcorn: :augenzwinkern:
Nö, die ist ganz 1fach: alle lügen, & das Reich des Bösen umfasst den gesamten Planeten. :devil:  Naja, mit Ausnahme von Finnland. :zwinker:
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Re: KHL
« Antwort #1355 am: 12. April 2019, 08:50:55 »
ZSKA Moskau war früher in der Zoffjettunion (wie Adenauer immer s8e - die Älteren... nein... die Uralten werden sich erinnern :grins: ) der ewige Abonnementsmeister (weil die besten Spieler von überallher dahin abkommandiert wurden) & weitgehend identisch mit der Nationalmannschaft. Das ist natürlich heute nicht mehr so, aber der Sympathiewert dieses Vereins ist für mich immer noch etwa =auf mit den Orks aus Mordor. :devil:

Mir wären Andere auch lieber. :zwinker: Wenn ich aus meiner Sympathieliste, die ich im O-6-Artikel aufgestellt habe, auswählen müsste, sähe es folgendermaßen aus: Dinamo > Traktor > Spartak > ZSKA. SKA kann ich einfach nicht ab, weil bei denen Anspruch & Wirklichkeit so oft aneinander vorbeidriften :grins: & weil sie langjährige PO-Rivalen von Dinamo & Yaroslavl waren (apropos, von den nicht-O-6-Teams wären mir noch die Lok, Ak Bars & Avto lieber, evtl. noch Magnitka, aber da sehe ich die beiden irgendwie wieder auf einem Level). Mit Torpedo habe ich mich einfach nicht so auseinandergesetzt, letztlich finde ich die nicht schlecht, aber so richtig Sympathien kommen bei mir nicht auf für Novgorod. Bei ZSKA ist es halt eben die einzigartige Geschichte des Clubs "der Roten", die mich so fasziniert. Zudem hat ZSKA in seiner postsowjetischen Geschichte genug Buße getan für seine Vormachtstellung zur Sowjetzeit (Spaltung des Clubs, etc.). Die NHL hätte auch nicht so enorm profitiert, wenn nicht die letzte Generation von ZSKA-Spielern regelrecht in den Westen geflohen wäre. Fedorov, Bure, Larionov, Fetisov, Mogilny... :huldigung: Alles Namen, ohne die die Geschichte der NHL einfach nicht vorstellbar ist. :up:

Zitat
(Übrigens fangen Moskau & Mordor mit denselben 2 Buchstaben an. Zufall? Glaub ich nicht. :grins: )

Ach das siehst doch nur so, weil dir das Klaus Kleber von der Mattscheibe so erzählt. :devil: :grins: Die Realität da draussen ist viel, VIEL komplizierter. :popcorn: :augenzwinkern:
« Letzte Änderung: 12. April 2019, 08:52:57 von OA-AO »
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Re: KHL
« Antwort #1354 am: 12. April 2019, 03:18:49 »
ZSKA Moskau war früher in der Zoffjettunion (wie Adenauer immer s8e - die Älteren... nein... die Uralten werden sich erinnern :grins: ) der ewige Abonnementsmeister (weil die besten Spieler von überallher dahin abkommandiert wurden) & weitgehend identisch mit der Nationalmannschaft. Das ist natürlich heute nicht mehr so, aber der Sympathiewert dieses Vereins ist für mich immer noch etwa =auf mit den Orks aus Mordor. :devil:
(Übrigens fangen Moskau & Mordor mit denselben 2 Buchstaben an. Zufall? Glaub ich nicht. :grins: )
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Re: KHL
« Antwort #1353 am: 12. April 2019, 02:23:11 »
Na denne, das Gagarin Cup-Finale 2019 steht ja schon seit ein paar Tagen fest, hier also die Re- & die Preview:

ZSKA Moskau (1) vs. Avangard Omsk (4)

Rückblick:
Western Conference Champions ZSKA: Mal ein kurzes & prägnantes YEAH :headb: zum Auftakt! Ich sagte ja, dass die Rotarmisten aus der Hauptstadt auf einer Mission sind! :clap: Klasse Serie, in der die beiden Spitzenteams der KHL nicht enttäuscht haben. Hohes Tempo, geil herausgespielte Torchancen bzw. Tore, so einige Monstersaves von Shestyorkin & v.a. Sorokin :huldigung:, die jeweiligen Heimfans in keinem einzigen Spiel enttäuscht und am Ende die Krönung mit dem richtigen Sieger. :cool: Im Duell der beiden Superstars mit der 97 auf dem Rücken (d.h. Gusev vs. Kaprizov) hatte am Ende der kleine Stürmer von SKA knapp die Nase vorn: 3G+2A vs. 1G+3A bei Kapri. Aber es ist ja zum Glück die Teamleistung, die zählt. Ja-ja, und dieses ZSKA hat mal wieder bewiesen, wie verdammt flexibel es agieren kann, wenn es um die Spieltaktik geht. Krass aufspielen können sie, aber gegen ein SKA, das von allein schon so schön vorstürmt, kann man dieses Können auch nur kurz aufblitzen lassen und sich sonst hinter einem eisernen Schild einer disziplinierten Defense, angeführt von einem sicheren Goalie, verstecken. Da half am Ende (und zwar buchstäblich, denn er kehrte erst im 6. Spiel der Serie nach einer Verletzung zurück) auch kein alter Leitwolf namens Pavel Datsyuk, auch wenn es zugegebenermassen immer brandgefährlich wurde, wenn er den Puck hatte bzw. wenn er sich die Gummischeibe in seiner gewohnten Manier einfach stahl, sofern er sie denn gerade nicht hatte. :huldigung: Ansonsten erinnerte ZSKA teilweise schon stark an so manch einen Auftritt des schon in der ersten Runde ausgeschiedenen Ak Bars. Erstes Spiel: 12:37 Torschüsse für SKA, aber der Sieger heisst ZSKA mit einem biederen 2:1. Das Ding mit den Rotarmisten ist aber, dass sie nicht immer so spielen, wie Bilyaletdinov's "Schneeleoparden", sondern wenn sie gerade müssen, denn sonst springt eine ganz andere Klinge aus diesem Schweizer Messer von Mannschaft, wenn man sie denn lässt. Nikitin ist schon ein echter Fuchs, zweifellos einer der besten Coaches in der KHL. Aber bei dem Spielermaterial, das sich auch in dieser Saison voll verwirklichen konnte (1. Platz nach der RS zum vierten Mal in den letzten 5 Jahren), hat er natürlich auch viele rote (unbedingt rote! :grins:) Legosteine zum Spielen.

Eastern Conference Champions Avangard: Und auf der anderen Seite haben wir Bob Hartley, der sein Avangard dazu anspornt ihn zum zweiten ausländischen Trainer der KHL-Geschichte zu machen, der den Kosmonauten-Cup in die Luft stemmen darf :grins: (vor ihm hat's nämlich schon ein anderer Kanadier gepackt: "Iron Mike" Keenan mit Magnitka im Jahre 2014). Aber wenn ich ehrlich bin... :disappointed: :heul: ...habe ich schon ein bisschen mit Ufa mitgefiebert. :schaem: Vor allem hat mir am Ende der kleine finnische Löwe im Tor so leid getan... Metsola :huldigung:, verdammt, wie der gekämpft hat! :heart: 57 Saves im fünften Spiel, um seinem Team noch Hoffnung auf ein Comeback zu geben, ganze 69 Saves dann im sechsten, um ebendieses Team in die dritte OT durchzuschleppen (u.a. dieser Monstersave zum Ende der 2nd OT, wo er die schon an ihm vorbeigeschlüpfte Scheibe mit dem Schläger hinter sich rauskratzte und sogleich unter dem Fanghandschuh begrub :huldigung:) und letztendlich dieser eine Schuss eines Verteidigers (wessen sonst! ist ja auch Avangard's Blueline, von der wir hier sprechen, obwohl Bondarev alles Andere, als eine Torkanone ist, aber genau die machen ja bekanntlich die Buden in solch engen Spielen!), der ihn dann doch noch durchbohrte, mann, mann, mann... :disappointed: Bobkov hatte auch so seine Heldenmomente, keine Frage, aber der gute Juha ist der beste Goalie dieser PO's, da kann es keine zwei Meinungen geben. Unter Anderem deswegen hätte ich auch gerne eine Begegnung mit den Roten Sternträgern aus Moskau gesehen, aber das diesjährige Omsk ist sicherlich ebenso verdientermassen dort, wo es jetzt ist: im Finale. V.a. nach der Rückkehr eines Mikheyev hatte Omsk zu voller Scoringtiefe zurückgefunden und war dementsprechend eben den Ticken schwerer auszurechnen, als die Offense Ufa's, die sich wie gewohnt v.a. auf eine hervorragend aufgelegte erste Reihe um Omark & Co. verlassen musste. Und auch wenn diese nicht wirklich aus dem Spiel bzw. aus dieser Serie genommen werden konnte, so machte die zuvor erwähnte breiter aufgestellte Offense Avangard's (die ihrerseits zeitige Unterstützung von der Defense bekam) am Ende den kleinen, aber feinen Unterschied zwischen einem Conference- und einem Cup-Finalisten.

Prognose: Wer auch am Ende dieses Ding gewinnt, Eines steht jetzt schon fest: wir werden einen neuen Club im engen Kreis der Gagarin Cup-Gewinner willkommen heißen dürfen. Für Omsk ist es erst die zweite Finalteilnahme in seiner KHL-Geschichte (nach dem gegen Dinamo verlorenen GC-Finale von 2012), für ZSKA bereits die dritte in den letzten 4 Jahren (2016 verlor man gegen Magnitka, 2018 bekanntlich gegen Ak Bars). Für ZSKA wäre es, wie ich schon oft erwähnt habe, ein erster Titel nach genau drei Jahrzehnten stetigen Misserfolgs, für Omsk wäre es der zweite Titel überhaupt (den ersten und bisher einzigen gewann man noch im RSL-Format 2004). Soll heißen: an Motivation wird es diesen beiden ausgehungerten Vereinen sicher nicht fehlen. Beide RS-Begegnungen gewann ZSKA, allerdings knapp: 4:2 & 3:2. Natürlich ist ZSKA auf dem Papier der klare Favorit, denn bis auf die ebenfalls oft erwähnte Omsker Blueline, sehe ich keine Positionen, wo Avangard den Moskauern das Wasser reichen kann. Hochinteressant könnte aber das Trainerduell werden: während Nikitin eher an Linekombos festhält, ist Hartley sehr viel eher dazu geneigt, das Lineup mal durchzurütteln und auch gewagtere Experimente in der Aufstellung mitten in einer (evtl. schief laufenden) Serie anzustellen (was ja nicht untypisch ist für einen kanadischen Coach mit mehr als genug NHL-Erfahrung). Rein objektiv wäre somit natürlich beiden Teams der GC-Sieg zu gönnen, aber irgendwie bin ich grad' nicht so in der Stimmung für Objektivität :blll: :grins:: ZSKA holt sich den Pott im dritten Anlauf, 4:1. :cool:
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Re: KHL
« Antwort #1352 am: 23. März 2019, 19:14:46 »
*Exkurs:

Die "O-6" der KHL

Irgendwie lustig, aber mir ist gerade erst kürzlich Folgendes aufgefallen: auch die KHL hat ihre... Original Six. :huldigung: Denn wenn man aus den heutigen Clubs diejenigen auswählt, deren Geschichte vor 1950, also in die späten 1940er Jahre zurückreicht (und das ohne dass sich die jeweiligen Mannschaften aufgelöst hätten und später wieder neu gegründet wurden, Beispiele folgen), dann kommt man auf genau 6 Teams, die seit der ersten sowjetischen Meisterschaft im "kanadischen Hockey" in der Saison 1946/47 um den russischen Nationaltitel spielen: die 3 verbliebenen Moskauer Clubs, SKA, Torpedo (jeweils 1946 gegründet) & Traktor (1947 gegr.). 4 von ihnen nahmen auch tatsächlich von dieser ersten Saison an an der höchsten russischen Meisterschaft teil: Dinamo, Spartak, SKA & ZSKA (der erste sowjetische Meister war Dinamo :cool: :huldigung:). Torpedo musste sich erstmal aus der 2. sowjetischen Liga hochkämpfen und wurde erst in der Saison 1952/53 als Aufsteiger im Eliteclub der sowjetischen Hockeyteams willkommen geheißen. Traktor schaffte es schon nach seiner Debütsaison 1947/48, aus der 2. Liga in die "Höchste Liga" aufzusteigen. Jetzt war z.B. auch ein gewisser legendärer Club aus Lettland, Riga's Dinamo, ebenfalls mit am Start in der "Höchsten Liga" 1946/47. Aber das heutige lettische Dinamo trägt nur den Namen des ehem. sowjetischen Favoritenschrecks, das Original wurde nach der Saison 1994/1995 (damals im Format der IHL-Meisterschaft, also mehr oder weniger die alte sowjetische Liga, aber mit den nun unabhängigen Nachfolgestaaten als Teilnehmer) aufgelöst. Das heutige Dinamo Riga wurde erst 13 Jahre später, speziell zum Start der KHL neu gegründet (also so ähnlich wie die Ottawa Senators). So weit, so gut, aber es gibt noch abgefahrenere Parallelen: ZSKA ist die mit Abstand erfolgreichste Franchise im russsischen Hockey, richtig? Genau wie die... Montreal Canadiens. :up: Beide tragen Rot-Blau als Clubfarben. Beide haben fast zeitgleich ihre letzten Titel gewonnen (ZSKA 1989, die Habs 1993) und haben seitdem nichts mehr gerissen. :ee: Weiter geht's (jetzt wird's ein bisschen komplizierter, also folgt genau den Hütchen, nicht den Händen, sondern den Hütchen, ja? :grins:): das Moskauer Dinamo trägt weiß-blau genau wie die... Leafs, hat aber die Titelgeschichte der... Red Wings :huldigung: :headb: :cool:: ein paar Titel am Anfang und dann seit den 50er Jahren nix bis in die 90er (letzter Titel Dinamo's 1954 und dann erst wieder 1990; letzter Titel der Wings 1955 und dann erst wieder 1997). Seitdem zählen beide zu den stabil besten ihrer jeweiligen Ligen (okay, Detroit macht gerade schwere Zeiten durch, aber das geht vorbei, da bin ich mir sicher :cool:). Wenn man sich jetzt Spartak ankuckt, dann ist jetzt alles umgekehrt: der Spartakus trägt die Farben der Wings (rot-weiß), hat aber die Titelgeschichte der... Leafs :grins:: zur Blütezeit der härteste Konkurrent ZSKA's (wie die Habs-Leafs-Rivalry früher :augenzwinkern:), dann der letzte Titel 1976 und seitdem nix und es ist bis heute nicht abzusehen, wann denn die Leidenszeit der Spartak-Fans endlich vorbei sein wird: "Loosers since 1976" :lachen: (nach einer einfachen Zahlenpermutation wird aus '76 '67, das letzte Titeljahr der Leafs :popcorn:). Bleiben die anderen 3: Traktor trägt schwarz -> Boston Bruins, Torpedo blau-rot-weiß -> New York Rangers, bleiben nur noch die Hogz für SKA, weil ich beide nicht mag. :lol: :blll: :grins: Jetzt versteht ihr vielleicht, dass ich eigentlich gar keine andere Wahl habe, als alle drei Moskauer Teams (& Traktor) zu mögen, schließlich ist es wie mit den allgemeinen Sympathien für die großartigen Original Six in der NHL... :clap: :heart: :huldigung:

Witzig, oder? :popcorn:

So, jetzat aber:

Take care & to be continued...
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Re: KHL
« Antwort #1351 am: 23. März 2019, 15:32:20 »
Zitat
Im Angriff sehe ich bei Omsk keine stellare Line, wie die der Skandinaven bei Ufa, aber dafür ist sie etwas breiter aufgestellt.

Gemeint ist natürlich die gesamte Offense von Omsk.

Take care &... Achja, der Exkurs. :grins: Kommt gleich. :up:
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Re: KHL
« Antwort #1350 am: 23. März 2019, 15:18:51 »
Und die...

Eastern Conference Finals gleich hinterher...

Avangard Omsk (4) vs. Salavat Yulayev Ufa (6)

Rückblick: Nun denn, im Osten haben wir also die Wiederholung der Erstrundenbegegnung vom letzten Jahr (ausser dass Omsk diesmal das Heimrecht hat, aber wegen der Verlegung des Spielbetriebs nach Balashikha auch das nicht wirklich :grins:). Und schon damals hat sie derbe Spaß gemacht. :clap: Aber in diesem Jahr steht dieses Matchup unter einem radikal anderen Stern: es geht um nichts Geringeres, als um den Einzug ins Gagarin Cup-Finale. Auf dem Weg dorthin hat sich Omsk erwartungsgemäß gegen ein Barys Astana (das übrigens nun Barys Nur-Sultan heißt, weil der Name der Hauptstadt Astana kürzlich zu Ehren des ersten postsowjetischen Präsidenten Kasachstan's abgeändert worden ist :rolleyes: :grins:) durchgesetzt, das zwar geschafft hatte, seine Defense in dieser Saison aufzuwerten, aber im Kampf gegen einen KHL-Hochkaräter dann doch nur seine Offense als wirksamste Waffe zur Hand hatte. Hinten war man mal wieder oft genug offen, wie das vielbeschworene Scheunentor. Und dabei waren D Medvedev und F Mikheyev noch nicht mal (immer) in Avangard's Lineup. Auf der anderen Seite haben wir wohl DIE Überraschung dieser PO's mit dem herzhaft-knackig-frisch-grünen Ufa. Nun, vielleicht eine Überraschung für die Meisten, für mich eher weniger: auch wenn ich bei meinen bisherigen Tipps gegen Salavat gesetzt habe, so hatte ich doch immer dessen Potential im Auge (und das sieht man eben auch an meinen bisherigen Prognosen: sicher war ich mir nie bzw. zumindest bei Avto waren so ein bisschen auch Emotionen/Sympathien im Spiel). Avto's dominante Offense konnte also doch keinen Weg durch die erneuerten wehrhaften D-Reihen Ufa's finden, v.a. aber nicht vorbei an einem fantastisch haltenden Metsola. :huldigung: Avto's G Kovar konnte zwar in einigen Begegnungen die Stirn bieten bzw. mithalten, aber gegen die Konstanz des derzeit heißesten Goalies der KHL konnte auch er nichts ausrichten (überhaupt: wer bisher behauptet hat, die KHL kenne keine guten Goalies, der wurde in dieser Serie aber sowas von Lügen gestraft :headb:, mich ausdrücklich eingeschlossen :ee: :schaem:). Genausowenig fand aber auch Avto's Defense ein wirksames Gegenmittel gegen die starke "Skandinavenreihe" der Bashkiren. Wie verrückt doch diese Liga ist: noch im letzten Jahr habe ich mich darüber lustig gemacht, wie ebendieses Ufa noch 7:1 gegen eines der offensiv schwächsten Teams der Liga (Traktor) verlieren konnte und in diesem Jahr stoppen sie Avto als eines der offensiv stärksten Teams der Liga auf dessen eigenem Eis, gleich im ersten Spiel und sowas von eiskalt. :ee: Jep, auch wenn es mir herzlich leid tut für Avto: diese Serie hat Spaß gemacht. :headb:

Prognose: Radikal anderer Stern, unter dem diese Serie steht, haben wir gesagt. Dabei geht es natürlich nicht nur um den Einsatz, der auf dem Spiel steht (GC-Finale), es geht auch um die radikal neue Qualität der Kader, die da jeweils aufeinander treffen. Avangard ist kein "KHL-Grand im Umbruch" mehr, sie sind schwer wieder da, wie zu Jagr's Zeiten. Und Ufa ist eben auch nicht mehr dieser leichtsinnige Offensivkasper, der vorne wunderschön trifft, aber hinten genauso wunderschön (für die andere Seite :grins:) durchlässt. Head Coach Nikolay Tsulygin hat da einen ganz hervorragenden Job gemacht, was das Einstellen, Kombinieren und Ausbalancieren der Personalverstärkungen, die in der Off-Season und zur Deadline nach Ufa kamen, betrifft. Bei den Torhütern gewinnt Metsola, hands down (rückblickend war es wohl doch kein Zufall, dass er selbst zwischen den Pipes Amur's stehend den Weg in die letztjährigen PO's fand :huldigung:). Die offensiv wie defensiv zweischneidige Blueline ist Avangard's Spezialität. Im Angriff sehe ich bei Omsk keine stellare Line, wie die der Skandinaven bei Ufa, aber dafür ist sie etwas breiter aufgestellt. Hm :gruebel:, ich tipp' einfach mal ein drittes Mal gegen Ufa und sehe, was passiert: 4:3 Omsk. :grins: :popcorn: :augenzwinkern:
« Letzte Änderung: 23. März 2019, 15:23:42 von OA-AO »
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Re: KHL
« Antwort #1349 am: 23. März 2019, 13:44:49 »
Weiter geht's mit den...

Western Conference Finals

ZSKA Moskau (1) vs. SKA Sankt-Petersburg (2)

Rückblick: Oh well... :disappointed: Der einzige Tipp, bei dem ich mir Emotionen erlaubt habe (aber ich kann halt nunmal nicht gegen mein Lieblingsteam tippen :finger: :heart:), war natürlich eher Wunschdenken als auf einer nüchternen Analyse basierend. Zu stark, viel zu stark sind diese Rotarmisten, um einfach mal so aus dem Turnier gehievt zu werden. Obwohl: eine Chance gab es... Dieses verflixte 4. Match. Dinamo kontrolliert das Geschehen, hat die Oberhand für über 40 Minuten des Spiels und führt dementsprechend hochverdient 1:0. Man bekommt sogar noch ein PP kurz vor dem Ende des 2. Drittels. Trifft man da, hätte man dieses Baby nach Hause gefahren und die Serie wäre bei einem Best-of-3-Modus angelangt. Und wer weiss schon, wer da noch am Ende gejubelt hätte. So aber traf man eben nicht, sondern kassierte eine Scheibe am Anfang des letzten Drittels und fortan hatte ZSKA den Rückenwind, den man auch noch für das entscheidende Tor 'ne knappe halbe Minute vor Schluss nutzen konnte. Da war dann auch mir klar, dass diese Serie nicht mehr zu gewinnen war. Trotzdem ein riesengroßes DANKE an Dinamo für diese Saison, wäre evtl. mehr drin gewesen (z.B. mit einem Max Afinogenov im Lineup, statt auf LTIR :rolleyes:), aber nach diesem enttäuschenden Saisonstart war ich schon überglücklich meine "Weiß-Blauen" überhaupt in den PO's zu sehen. Und ZSKA? Tja, die sind auf einer Mission und um ehrlich zu sein, sind sie mir noch am sympathischsten von den 4 verbliebenen Teams (siehe dazu meinen Exkurs* :augenzwinkern:), zumal es immer gut kommt, gegen den späteren Cup-Sieger verloren zu haben. :up: Ihr Gegner im Conference-Finale heißt wie im letzten Jahr SKA und auch diese Armeebrüder aus Russland's nördlicher Hauptstadt haben in ihrer Serie gegen die Yaroslavler Lok nichts anbrennen lassen. Typisches Bild in den KHL-PO's der letzten 3 Jahre: Loko rennt, kämpft, schiesst, aber es ist SKA, das seine Chancen nutzt und nicht die Zugführer. :wand: Trotzdem gab es nochmal ein heroisches Auflehnen im 5. Spiel, als Loko von einem 2 Tore-Defizit zurückkam und die OT erzwang, aber wenn man einerseits sein eigenes PP ganz zum Schluss der regulären Spielzeit nicht nutzt und dann aber andererseits 3 (ausgeschrieben: DREI :popo:) herrlich-blöde Strafen nacheinander in der OT nimmt, dann darf man sich auch nicht wundern, dass einem all die Heroik des letzten Drittels nichts, aber auch gar nichts nützt. :brech:

Prognose: War ja von Anfang an klar: wenn ZSKA einen Cup zum exakt 30-jährigen Jubiläum seines letzten Titelgewinns holen will, dann geht's nur über die Leiche von SKA... Aber was Not tut, tut halt eben Not. :grins: :augenzwinkern: Es ist ja nicht so, als ob SKA leichtes Spiel gegen seine Armeerivalen in den letzten Jahren gehabt hätte. :devil: Ganze 3 Mal traf man sich in den letzten 4 Jahren in den KHL-PO's (eine weitere Kollision verhinderte die heißgelaufene Lok im Jahre 2017, wie wir uns erinnern), jedes Mal geschah dies im Conference-Finale und nur 2015 konnte SKA in einer Serie, die über die volle Distanz ging, siegreich vom Eis gehen. Mal wieder ist also DIE Spitzenbegegnung der KHL (und damit der gesamten Alten Eishockeywelt :huldigung:) angesagt, mal wieder nehmen sich die beiden Kontrahenten nicht viel, was die Qualität der jeweiligen Kader angeht und mal wieder wird bei jedem einzelnen Match das Eis schmelzen vor Hochspannung. :headb: Klar wird's eng, aber ich setze auf das jüngere, hungrigere ZSKA: 4:2. :cool:     
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Re: KHL
« Antwort #1348 am: 11. März 2019, 00:07:42 »
Zitat
...Highlights waren natürlich das zweite Spiel mit einem offensiven Schaulauf Ufa's vor den heimischen Fans...

Sorry, sollte natürlich 'drittes Spiel' heissen.

Und wie immer:

Take care & to be continued... :up:
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